Die Dragon Age-2-Macher im Fokus: 16 Jahre Bioware im Zeitraffer

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Anno 1995 mauserte sich Bioware bis heute zu einem der erfolgreiche Rollenspiel-Entwickler der Spiele-Branche. Neben Titeln wie Baldur's Gate, Knights of the Old Republic, Mass Effect oder auch Dragon Age lizenzieren die Amerikaner zudem ihre Technologien wie die Aurora-Engine.

16 Jahre Bioware: Die Geschichte der Rollenspiel-Gigante

1995 wird das heute in Kanada sitzende Studio Bioware von Ray Muzyka, Greg Zeschuk und Augustine Yip gegründet. Im Herbst 1996 schickt Bioware seinen ersten Titel ins Rennen: Shattered Steel. Der ist ein First-Person-Shooter, welcher in einer Art Mech-Universum spielt - von Rollenspiel keine Spur. Zwei Jahre später gelingt der große Wurf mit Baldur's Gate: Basierend auf der hauseigenen 2D-Engine "Infinity" ist Baldur's Gate ein reines PC-Spiel und verkauft sich bis heute weit über zwei Millionen Mal - die Kritiker sind begeistert. Folgerichtig veröffentlicht Bioware ein Jahr später das Add-on "Legenden der Schwertküste", welches die Handlung um weitere Schauplätze auf dem Kontinent Faerûn erweitert.

Ein Intermezzo stellt MDK 2 dar, welches 2000 erscheint und die Nachfolge des innovativen und gelobten, aber erfolglosen MDK von Shiny Entertainment antritt. Die Wertungen fallen nicht ganz so gut aus, eine Demo lädt zum Probespielen ein. Im gleichen Jahr knüpft "Baldur's Gate 2: Schatten von Amn" an die Erfolge des ersten Teils an, das umfangreiche Add-on "Thron des Bhaal" von 2001 zählt bei Fans als dritter Teil und markiert bis heute das Ende der Saga. Im Anschluss trennt sich Bioware vom Publisher Interplay und wechselt zu Atari. 2002 vollzieht das Studio den Schritt zu 3D, die "Aurora"-Engine befeuert "Neverwinter Nights" und die beiden Add-ons "Schatten von Undernzit" sowie "Die Horden des Unterreiches". 2003 erschafft Bioware zusammen mit Lucas Arts den Titel "Star Wars: Knights of the Old Republic", welches als eines der besten Spiele des Science-Fiction-Unisersums gilt und unzählige Auszeichnungen einheimst - einzig die Optik ist nicht ganz auf der Höhe der Zeit. Der Nachfolger wurde von Obsidian entwickelt und erschien (für die Xbox) im gleichen Jahr wie "Jade Empire", ein Rollenspiel mit Steampunk-Elementen in einem mittelalterlichen China-Szenario. Auf den PC kommt das RPG erst 2007.

Ende 2005 schließt sich Bioware und die Pandemic-Studios zusammen, nur um zwei Jahre später für 860 Millionen US-Dollar unter die Fittiche des Publishers Electronic Arts zu geraten. Geschadet hat dies den Kanadiern offenbar nicht, 2008 läuft "Mass Effect" auf Basis der Unreal Engine 3 vom PC-Stapel und erhält durchweg hohe Wertungen. Ein Jahr später erscheint "Dragon Age Origins", welches alte Rollenspieltugenden mit sich bringt und Kritiker wie Spieler begeistert - nur die Grafik ist mal wieder ein Schwachpunkt. Das Add-on "The Awakening" erzählt 2010 die Geschichte weiter, bietet aber nur eine kurze Spielzeit. Mit dem zweiten Teil von "Mass Effect" samt DLCs begibt sich Bioware 2010 auf eine Schiene, die nicht allen Spielern behagt: Das Spiel ist je nach Sichtweise exzellent, einigen Fans des Vorgängers aber stoßen der hohe Action-Anteil und die zurückgefahrenen Rollenspielelemente auf. Ähnliches gilt für "Dragon Age 2": Bioware legt den Fokus mehr auf die Konsolen, wirft RPG-Elemente und die isometrische Kamera über Bord, beschleunigt die vor Gewalt strotzenden Kämpfe drastisch und bohrt die Optik gerade auf dem PC dank DirectX 11 mächtig auf. Die kurze Entwicklungszeit führt zu sich wiederholenden, kargen Leveln - die Kritiker geben gute Wertungen, viele Spieler sind massiv enttäuscht.

Ende 2011 soll "Mass Effect 3" erscheinen, welchen Weg Bioware hier eingeschlagen hat, muss sich noch zeigen. Noch ist unklar, ob es in diesem Jahr in den Handel kommt, angekündigt und für die Presse spielbar ist "Star Wars: The Old Republic", ein MMO. Abgesehen von den genannten Spielen zeichnet Bioware für den Nintendo-DS-Titel "Sonic Chronicles: Die Dunkle Bruderschaft" von 2008 und "Mass Effect Galaxy" von 2009 für iOS verantwortlich.

Quelle: Eigene, Bioware

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    • Kommentare (20)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von runting Komplett-PC-Käufer(in)
        Bioware will CoD-Zielgruppe für Dragon Age 2 | News von Computerspiele.com

        Quo vadis Bioware?
        Manchen mag es gefallen, aber die Blase wird irgendwann platzen.
      • Von PiEpS Freizeitschrauber(in)
        Zitat von sethdiabolos
        Die sollen mal Jade Empire 2 machen.
        Signed.
      • Von RedDragon20 BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von Dr. Kucho
        Also das schwarze Emporium erreicht man über die Karte der Stadt Kirkwall. Es ist ungefähr in der Nähe von Darktown.

        Die Geschichte um den verbannten Prinzen startet sich wenn ich mich richtig erinnere automatisch, sobald du an dem Chanter-Board nahe der Chantry in Hightown vorbei gehst.

        Das war mir auch klar. aber da ist ja nichts. Sonst würde ich mich ja nicht wundern
      • Von Seebaer PC-Selbstbauer(in)
        Zitat von Hademe
        Ich will einfach mehr RPG statt Action und es sieht einfach so aus als würde der Trend bei Bioware eher zu Action tendieren. Mir persönlich gefällt das einfach nicht. Mass Effect 1 fand ich noch ganz gut, Teil 2 allerdings nicht mehr und Dragon Age sowieso nicht.
        Da hast Du ganz recht. MS 1 war klasse, gleich mit MS 2 weiter gemacht. Nach 20 Minuten hat es gelangt, habs bis jetzt nicht mehr angerührt. DAO 1 war gut,vor DAO 2 bin ich genug gewarnt worden. Wenn Bioware so weiter macht, dann waren sie mal...
      • Von Hübie Software-Overclocker(in)
        Also Screenshot 9 ist defintitiv nicht Baldur´s Gate II Das ist Diabo II meine lieben Herren der Redaktion

        Ich persönlich finde, das BioWare eine der besseren Entwickler ist. Zwar sind die Spiele beim erscheinen nie so bugfrei wie bei Blizzard, aber dennoch fielen mir nie so heftige Bugs auf, das nix mehr ging. Ausserdem erschaffen sie immer ein komplettes Universum mit Kodex und vielen Hintergrundinfos. Das macht die Atmosphäre dichter.

        LG Hübie
        ...der Jade Empire sehr gut fand
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