Bekannte Spiele in den 2000er-Jahren, die den Verkauf von PC-Hardware angekurbelt haben
Spiele und PC-Hardware sind untrennbar miteinander verbunden, das eine kann nicht ohne das andere. PCGH blickt zurück und bringt Ihnen die Spiele nahe, die vor allem in den 2000er-Jahren den Durchbruch für neue Hardware vorbereiteten. Vorhang auf für die Spiele, die den Verkauf von PC-Hardware gefördert haben.
Ein beliebter Satz in der IT-Branche lautet: "Software verkauft Hardware". Dies gilt selbstverständlich auch für Spiele. Wenn sich unser aller Hobby nicht technisch und damit auch spielerisch sowie grafisch im Laufe der letzten Jahre und Jahrzehnte weiterentwickelt hätte, müssten Spieler auch keine neue Hardware kaufen. Wer legt sich schon einen 16-Kern-Prozessor zu, wenn alle Spiele nur einen Kern nutzen würden? Dieses Special blickt von heute zurück in die Vergangenheit und zeigt Spiele auf, die eng mit einem bestimmten Stück Hardware verbunden sind. Neben CPUs und Grafikkarten fallen darunter auch Laufwerke, Eingabegeräte, Speicher oder Netzwerke.
Höhepunkte bei PC-Spielen bis Ende 2000: CPUs
Einer der Titel, der Ende der 2000er für viele den Aufbruch in ein neues CPU-Zeitalter bedeutet, ist Grand Theft Auto 4: Der Rockstar-Titel lechzt nach multipler Prozessor-Power wie kein anderer und läutet damit endgültig das Zeitalter der Quadcores ein. Eine Killerapplikation für die 2005 aufkommenden Dualcore-Prozessoren gibt es dagegen nicht. Neben Black & White 2 läuft zwar auch Age of Empires 3 spürbar flotter, die ersten Jahre sind es aber vor allem die angepassten Grafikkarten-Treiber, die den Dualcores zu mehr Fps verhelfen. Spiele auf Basis der Quake-2-Engine lassen die Verkäufe von AMDs K6-2 dank 3D-Now-Patch hochschnellen, Spiele mit Quake-1-Engine sind eine Intel-Domäne und sorgen 1996 für eine erhöhte Nachfrage nach flotten Pentium-CPUs.
Zu Singlecore-Zeiten zählt nämlich nur die Rohpower; als Paradebeispiel gilt die Flugsimulation Strike Commander von 1993, die damals viele Spieler zum Aufrüsten ihrer 486er-CPUs veranlasste. Das 1990 grafisch sehr eindrucksvolle Wing Commander giert ebenfalls nach Prozessor-Power. Das Rennspiel Planet of Death profitiert dagegen stark von der MMX-Erweiterung des Pentium MMX und des K6.
Höhepunkte bei PC-Spielen bis Ende 2000: Grafikkarten und Shader-Modelle
Grafikkarten beherrschen anno 2010 DirectX 11, passende Spiele sind aber rar gesät und noch ist bis auf Crysis 2 (kommt 2011) kein Spiel in Sicht, welches einen Wechsel auf einen Shader-Modell-5.0-Beschleuniger rechtfertigt. Der erste Crysis-Teil dagegen gilt als das DirectX-10-Zugpferd schlechthin, Nvidias Geforce-8-Serie erhält durch das 2007 erschienene Actionspiel regen Zulauf. Ebenfalls aus dem Hause Crytek stammt Far Cry 1, das Anfang 2006 per Patch 1.4 Nvidias Shader-Modell-3.0-fähige Geforce 6 in den Fokus der Spieler rückt: Das HDR-Update sorgte dank (übertriebener) Beleuchtung für offene Münder. Splinter Cell: Chaos Theory bietet gar nur einen hübschen SM-3.0- und einen eher hässlichen 1.1-Pfad.
Valves legendäres Half-Life 2 (dt.) liegt seit Frühling 2003 allen ATI Radeon 9800 Pro als Gutschein bei - für viele ein Kaufanreiz. Als der Shooter schließlich Ende 2004 erscheint, läuft er nur auf ATIs Radeon-X800-Serie mit vollen Details unter DirectX 9 rund (Nvidias FX-Serie tritt performancebedingt nur mit DirectX 8 an). The Elder Scrolls 3: Morrowind bietet nur auf einer Nvidia Geforce 3 mit DirectX 8 das berühmte Quecksilber-Wasser, Expendable zieht dank Environment Mapped Bump-Mapping unter DirectX 6 alle Blicke auf sich - die G400 von Matrox ist hier noch eine beliebte Grafikkarte.
Neben Comanche 4 profitiert auch ein für seine Bullet-Time-Foyer-Szene bekannter Shooter namens Max Payne massiv von der Hardware-TnL-Einheit in Nvidias Geforce, ATIs Radeon und S3s Savage 2000. Als Klassiker gelten praktisch alle auf der Glide-API basierenden Titel, darunter die beiden Diablo-Teile sowie Tomb Raider, welche den Verkauf von 3dfx-Voodoo-Karten drastisch ankurbeln. Unreal Tournament bietet S3TC (S3 Texture Compression) und ist für diverse Nutzer ein Argument für eine S3-Grafikkarte.
Im Hinblick auf Videospeicher sind vor allem FEAR und The Elder Scrolls 4: Oblivion Vorreiter, welche drastische Fps-Vorteile auf 512-MiByte-Grafikkarten erzielen. Spiele wie Graw oder GTA 4 begrenzen die Optik gleich anhand des verfügbaren Grafikspeichers.
Höhepunkte bei PC-Spielen bis Ende 2000: (Video-)Speicher, Sound, Laufwerke, Peripherie und Co.
4 GiByte Arbeitsspeicher sind aktueller Standard anno 2010, dies ist vor allem Windows Vista zu "verdanken" - wenngleich das kein Spiel ist. Zu Windows-XP-Zeiten kurbelt Battlefield 2 aus dem Jahr 2005 den RAM-Verkauf kräftig an: Mit 512 MiByte ist der MP-Shooter praktisch unspielbar, erst mit 2 GiByte läuft er wirklich flüssig. 2004 sind 512 MiByte Standard, erst Far Cry (dt.) verlangt nach 1 GiByte. 10 Jahre davor fordert Star Wars: TIE Fighter noch 4 MiByte (!), der Vorgänger X-Wing klingt dagegen nur mit einer Creative Sound Blaster richtig gut - der Sound eines TIE-Fighters oder einer Laser-Kanone ist einfach unnachahmlich. Ebenfalls ein Titel aus dem Star-Wars-Universum ist Rebell Assault, welcher ein CD-Laufwerk voraussetzt und aufgrund seiner großen Popularität den Absatz selbiger kräftig anschiebt.
Eigentlich selbstverständlich: Renn- und Sportspiele sind nicht wirklich für Maus und Tastatur ausgelegt. Wer im sehr realistischen Grand Prix um den Sieg fahren will, braucht ein Lenkrad, wer in FIFA Top-Torjäger werden möchte, benötigt ein Gamepad wie das 360-Pad (oder das Gravis Game Pro). Und womit fliegt es sich am besten im Flight Simulator? Natürlich nur mit einem Flightstick wie dem legendären CH Products F16. Ebenfalls der Rede wert: Warcraft 2 ist anno 1995 mit einem Nullmodemkabel eine langsame Quälerei im Match gegen menschliche Gegner, hier muss ein LAN-Anschluss her (damaliger Standard: BNC).
Auch Multi-Monitoring ist nicht nur in der Arbeitswelt gefragt: Spieler, die WoW verfallen sind, nutzen Multi-Boxing, im Flight Simulator spielt man im Fenster samt zusätzlichen Kameraansichten, und Supreme Commander entfaltet erst mit zwei Bildschirmen sein volles Flair.
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Ich hab selbstverständlich auf 3gb (2*512mb + 2*1024mb) aufgestockt.
Wobei der Zeitraum von Riva TNT 2 bis 8800GTX sehr weit gefasst sind.
Ich habe damals 2005 eine 7800GTX mit 256MB VRAM für 500€ gekauft.
Die Karte habe ich dann mit nem Zalman Kühler umgebaut. Die Karte lief bei mir 3 1/2 Jahre und dann bei meinem Bruder weitere 2 Jahre.
Heute undenkbar.
Die meisten haben damals den RAM auf 512MB aufgestockt wegen XP. Die Spieler hatten 1GB RAM.
Mit WOW als die Raids losgingen und Battlefield 2 damals waren 2GB RAM schon sinnvoll.
Ich hab selbstverständlich auf 3gb (2*512mb + 2*1024mb) aufgestockt.
Für einen Athlon 64 habe ich aber mal mehrere Stunden benötigt, bis er wieder gut in den Sockel gerutscht ist. Waren zwar nur unwichtige Pins, aber der innere Monk wollte eine tip top CPU.