Hoher Speicherplatzbedarf: Modulare Installation von PC-Spielen als Gegenmaßnahme
Aktuelle Spiele bringen mit ihren Installationsgrößen nicht nur häufig Speichermedien schnell an ihre Grenzen, sondern auch langsame Internetverbindungen. Um dem entgegenzuwirken, könnten nicht benötigte Spielbestandteile bei Download oder Installation ausgeklammert werden. An dieser Stelle ist die Sensibilität der Spieleindustrie für das Thema gefragt.
Die Webseite pcworld.com hat sich kürzlich in einem Artikel mit dem häufig hohen Speicherplatzbedarf aktueller PC-Spiele auseinandergesetzt, der in der jüngeren Vergangenheit rapide angestiegen ist. Während vor wenigen Jahren noch die Obergrenze von 30 GByte etwas Besonderes war, knackte Titanfall im Jahr 2014 erstmals öffentlichkeitswirksam die Marke von 50 GByte und läutete damit die aktuelle Richtung ein.
Texturen und Audio als Speicherfresser
Dies fand zuletzt seinen vorläufigen Höhepunkt mit den 75 GByte von Call of Duty: Infinite Warfare, das gemeinsam mit dem für Vorbesteller mitgelieferten Remake von Modern Warfare gar auf 120 GByte kommt. Aber auch andere Veröffentlichungen aus dem vergangenen Jahr, wie etwa Gears of War 4 mit 73 GByte oder Doom und Hitman (erste Staffel) mit jeweils 65 GByte, spielen in dieser Liga.
Ursache für die großen Datenmengen sind dabei vor allem hochauflösende Texturen und unkomprimierte Audiodateien. Neben der preislich bedingt meist nicht sehr hohen Speicherkapazität der SSDs vieler Spieler oder den bei Ladezeiten langsameren Festplatten als Alternative stellt dies vor allem Besitzer einer langsamen Internetverbindung vor eine Herausforderung, wenn nicht gerade auf eine Retail-Version mit zig DVDs zurückgegriffen werden kann. Aber selbst hier wird mittlerweile oft nur noch der Spielcode in der Box geliefert - oder ein paar Basisdateien.
Nur benötigte Spieldateien installieren
Als Lösungsvorschlag für die Problematik sieht pcworld.com eine modulare Installation der Spiele, bei der ausgewählt werden kann, welche Bestandteile benötigt werden. Dies kennt man unter anderem von Software-Suiten wie Office und Co., wo nicht benötigte Module abgewählt werden können. So könnten beispielsweise Besitzer einer Mittelklassegrafikkarte mit zu wenig VRAM die Installation hochauflösender Texturen abwählen. Zudem ist auch die Abwahl von nicht benötigen Vertonungen in anderen Sprachen oder eines eventuell nicht gespielten Multiplayer-Modus denkbar.
Dieser Ansatz wird unter anderem bereits bei Call of Duty verfolgt, wo beispielsweise der Single- und Multiplayer-Modus von Infinite Warfare bei Steam als getrennte Elemente vorhanden sind. Aber auch die Installation von häufig erst nachgelieferten HD-Texturen ist immerhin schon oft optional, wie zuletzt beispielsweise bei Fallout 4, wo der Speicherplatzbedarf mit dem Zusatzpaket von 30 auf 88 GByte klettert.


als externe Festplatte nur für Spiele. Sticks sind auch nicht sehr robust wie Festplatten, was lese und Schreibvorgänge angeht. Als reines Installationsmedium, könnte ich mich damit aber anfreunden.
Audiodateien werden kaum noch komprimiert, um CPU-Leistung zu sparen. Würden man hier mal ansetzen und verschachtelter sowie ressourcenschonender programmieren, hätte man auch schon wesentlich "kleinere" Spiele.
Alles andere ist eigentlich nur Symptombekämpfung.
Mit Raw Audio und Raw Texturen machen es sich die Devs echt leicht...
Dennoch sollte man dran denken, dass 8k schon um die Ecke luschert, und aus 100 GB Texturen plötzlich 400 GB Texturen werden...
Hier bedarf es sicherlich dringendst neuer Kompressionsmöglichkeiten!
Und beim Thema Alternativen:
Big N haut seit Jahren DS/3DS, und demnächst Switch Cartridges raus, die (quasi) "gedruckt" werden, weil nur read, da sollte eine read only SD card auch relativ günstig möglich sein!
Und Patches wird es immer geben, leider seltener in den Größen wie von den PCG CDs von vor 20 Jahren...
Die Sticks würden nur einmal beschrieben werden, danach nur noch lesend zugriff.....wo soll denn da ein "Haltbarkeitsproblem" bestehen?
Das mit den Sticks wäre 1A, reinstecken, zocken....ohne Installation o.ä..
Leider kosten die Dinger Geld, und Geld wollen Publisher nicht ausgeben....und die Kunden eigentlich auch nicht....naja
Besser ist es, die Spiele dann auf entsprechend großem USB Stick auszuliefern. So wird meiner Meinung nach am effektivsten Platz auf der eigenen Platte gespart. Nach dem Zocken stöpselt man den Stick wieder ab und fertig.
als externe Festplatte nur für Spiele. Sticks sind auch nicht sehr robust wie Festplatten, was lese und Schreibvorgänge angeht. Als reines Installationsmedium, könnte ich mich damit aber anfreunden.
Ich fände eine Option die Spiele teilweise auf die SSD und teilweise auf die HDD zu kopieren viel sinnvoller.
Kleine, häufig benötigte Dateien auf die SSD. Große oder nur selten benötigte auf die HDD (z.B. Videos oder Sounds aus dem Singleplayer)