Das Spiel Codex Mortis wurde zu 100 Prozent mit KI erstellt: Entwickler sind stolz darauf
Nach der Kritik über die Nutzung von KI bei der Entwicklung von Spielen kommt dieses Spiel wie ein Dampfhammer daher und geht in die komplett andere Richtung. Es lebt vom Stolz der Entwickler, zu 100 Prozent mit KI gemacht worden zu sein.
Wer Steam nach einem der unzähligen Vampire-Survivors-Klone durchsucht, stößt irgendwann auf Codex Mortis. Alle Heavy-Metal-Fans mit Herzen in den Augen dürfen jetzt erst einmal durchatmen: Nein, Codex Mortis hat nichts mit der niederländischen Hardrock-Gruppe zu tun. Es bringt jedoch ein Novum in die Welt der Spiele, auf das viele Spieler sicher gern verzichtet hätten. Es wurde zu 100 Prozent mithilfe von künstlicher Intelligenz erstellt.
Die polnischen Entwickler bezeichnen ihr Werk Codex Mortis als einen "nekromantischen Survival-Bullet-Hell-Shooter", der vor jedem Durchlauf einen Build im Stil von Guild Wars plant. Codex Mortis kann wahlweise alleine oder lokal im Koop gespielt werden und bietet fünf Fähigkeiten der dunklen Magie, die für Abwechslung sorgen sollen. Ansonsten ist es ein typischer Vampire-Survivors-Klon mit den von dort bekannten Gameplay-Mechaniken.
"Oh, und noch etwas: Es ist wahrscheinlich das weltweit erste vollständig spielbare Spiel, das zu 100 % durch KI erstellt wurde. Die Geschichte findet bereits Anklang - TechMash nannte es 'ein bahnbrechendes Spiel'." - Crunchfest, maschinell übersetzt
Wer sich jetzt einen Eindruck davon verschaffen möchte, wie das Spiel aus KI-Hand aussieht, findet auf Steam unter dem Motto "Yes to AI!" eine Demoversion von Codex Mortis. Die dürfte vermutlich wegen des KI-Themas auf so einigen PCs landen. Hier müsse man fünf antike Seiten sammeln und den Portalwächter besiegen, bevor einen der unsterbliche Lothar jagt. Alle anderen schauen sich alternativ den Demo-Trailer an, um zu wissen, was sie erwartet.
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Quelle: Crunchfest, via Steam

Ein klassisches (aka. viele Jahre altes) Beispiel prozeduraler Generierung ist KKrieger. ein kompletter Shooter mit Musik in unter 100 kiB als ausführbare Datei.
Dass ein Modell viel kleiner ist, als die Trainingsdaten ist kein Argument.
Das ist einfach Unsinn. Ein LLM speichert Daten, genauso wie Menschen, assoziativ, d.h. über Zusammenhänge und Abstraktionen. Nicht direkt Pixel für Pixel. Ergo kann es auch keine direkten Kopien des Trainingsmaterials wiedergeben. Die Informationen sind schlicht nicht mehr vorhanden.
Das sagt selbst OpenAI in den eigenen Studien.
Aber ein LLM spuckt quasi nie direkte Kopien aus. Wenn du mir nicht glaubst, probier es doch einfach. ChatGPT ist frei zugänglich, lass dir ein Bild oder einen Textabschnitt generieren und suche danach im Netz. Ich bin mir sicher, dass du nichts finden wirst.
Auch ein Dirigent ist zwar ein Künstler, aber auch ein Handwerker.
Er ordnet das Zusammenspiel der einzelnen Elemente und führt es zu einem Ganzen zusammen.
Ein klassisches (aka. viele Jahre altes) Beispiel prozeduraler Generierung ist KKrieger. ein kompletter Shooter mit Musik in unter 100 kiB als ausführbare Datei.
Dass ein Modell viel kleiner ist, als die Trainingsdaten ist kein Argument.
Das sagt selbst OpenAI in den eigenen Studien.
Auch ein Dirigent ist zwar ein Künstler, aber auch ein Handwerker.
Er ordnet das Zusammenspiel der einzelnen Elemente und führt es zu einem Ganzen zusammen.
Nicht jede KI ist ein LLM, auch wenn jedes LLM eine Form von KI ist.
Und besoners kreativ ist es auch nicht, "absichtlich" unzureichende Anweisungen einer KI zu zuführen. Mit Kunst hat das nichts zu tun.
Such dir eine beliebige Figur aus der Popkultur aus und lass ein Bild damit erstellen...
mit einer KI ist es eine 1:1 Kopie der Figur.
Künstler bringen ihre eigene Note rein... KI kopiert nur 1:1.
Mal abgesehen davon: Menschen zahlen in der Regel für Zugriff auf das geschützte Material - in der einen, oder andren Form.
OpenAI möchte das eben nicht, weil sonst das Geschäftsmodell nicht mehr funktioniert.
Der Unterschied zwischen "sich inspirieren lassen" und "einfach kopieren" ist eben die persönliche Note.
Vor allem Regisseure geben nicht nur Anweisungen und andere machen dann... der Job eines Regisseurs ist es, einen Eindruck der Szene zu erschaffen. Deshalb gibt es ja so viele unterschiedliche Stile von Werken... selbst wenn es quasi das gleiche Ursprungsmaterial ist.
In beiden Fällen war das Ergebnis nicht direkt Teil der Trainingsdaten.
Ob das was OpenAI etc. macht legal ist steht auf einem anderen Blatt. Das heißt aber nicht, dass LLMs nur Kopiermaschinen sind.
Und zum Regisseur: Ja, genau das war doch mein Punkt. Es gibt eine ganze Menge kreative Jobs, in denen keine "Handwerksarbeit" gefordert ist. Stattdessen ist das schwierige die "Vision" des Endprodukts. Genau das gilt bei einem LLM auch, denn das nimmt es dir ja nicht ab. Und ob ich jetzt dem LLM sage, dass die Szene etwas dunkler sein soll, oder dem echten VFX Artist, macht für mich wenig Unterschied.