Das Spiel Codex Mortis wurde zu 100 Prozent mit KI erstellt: Entwickler sind stolz darauf

85
News Marc Zander Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen 53,99 €
Das Spiel Codex Mortis wurde zu 100 Prozent mit KI erstellt: Entwickler sind stolz darauf
Quelle: Crunchfest

Nach der Kritik über die Nutzung von KI bei der Entwicklung von Spielen kommt dieses Spiel wie ein Dampfhammer daher und geht in die komplett andere Richtung. Es lebt vom Stolz der Entwickler, zu 100 Prozent mit KI gemacht worden zu sein.

Wer Steam nach einem der unzähligen Vampire-Survivors-Klone durchsucht, stößt irgendwann auf Codex Mortis. Alle Heavy-Metal-Fans mit Herzen in den Augen dürfen jetzt erst einmal durchatmen: Nein, Codex Mortis hat nichts mit der niederländischen Hardrock-Gruppe zu tun. Es bringt jedoch ein Novum in die Welt der Spiele, auf das viele Spieler sicher gern verzichtet hätten. Es wurde zu 100 Prozent mithilfe von künstlicher Intelligenz erstellt.

Die polnischen Entwickler bezeichnen ihr Werk Codex Mortis als einen "nekromantischen Survival-Bullet-Hell-Shooter", der vor jedem Durchlauf einen Build im Stil von Guild Wars plant. Codex Mortis kann wahlweise alleine oder lokal im Koop gespielt werden und bietet fünf Fähigkeiten der dunklen Magie, die für Abwechslung sorgen sollen. Ansonsten ist es ein typischer Vampire-Survivors-Klon mit den von dort bekannten Gameplay-Mechaniken.

"Oh, und noch etwas: Es ist wahrscheinlich das weltweit erste vollständig spielbare Spiel, das zu 100 % durch KI erstellt wurde. Die Geschichte findet bereits Anklang - TechMash nannte es 'ein bahnbrechendes Spiel'." - Crunchfest, maschinell übersetzt

Wer sich jetzt einen Eindruck davon verschaffen möchte, wie das Spiel aus KI-Hand aussieht, findet auf Steam unter dem Motto "Yes to AI!" eine Demoversion von Codex Mortis. Die dürfte vermutlich wegen des KI-Themas auf so einigen PCs landen. Hier müsse man fünf antike Seiten sammeln und den Portalwächter besiegen, bevor einen der unsterbliche Lothar jagt. Alle anderen schauen sich alternativ den Demo-Trailer an, um zu wissen, was sie erwartet.

Empfohlener redaktioneller Inhalt [EMBED_URL] An dieser Stelle finden Sie externe Inhalte von [PLATTFORM]. Zum Schutz Ihrer persönlichen Daten werden externe Einbindungen erst angezeigt, wenn Sie dies durch Klick auf "Alle externen Inhalte laden" bestätigen: Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit werden personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.
Externe Inhalte Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Ihre Meinung ist gefragt!

Was sagen Sie zu diesem Thema? Nutzen Sie die Kommentarfunktion und teilen Sie uns Ihre Meinung mit. Zum Kommentieren müssten Sie eingeloggt sein. Sollten Sie noch keinen Account haben, könnten Sie über eine Registrierung nachdenken, die viele Vorteile mit sich bringt. Beachten Sie beim Kommentieren aber bitte die Forenregeln. Folgen Sie uns außerdem für Neuigkeiten in der Hardware-Welt oder unsere exklusiven Inhalte gern auf Whatsapp und X. Unsere Video-Inhalte (oftmals gewürzt mit einer Prise Humor) finden Sie bei Youtube, Instagram und Tiktok.

Quelle: Crunchfest, via Steam

85
    • Kommentare (85)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Wilbald_Meucheln Software-Overclocker(in)
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
        Zitat von Mephisto_xD
        KI oder nicht, am Ende musst du immer noch wissen was du willst. Klar, du kannst mit einer KI einfacher schon existierende Dinge klonen, denn sie nimmt dir die Handwerksarbeit weitgehend ab. Das kannst du aber auch ohne KI, es macht nur mehr Arbeit bzw. kostet mehr Geld.
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
      • Von Mephisto_xD BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von Khabarak
        Da empfehle ich dir, dich mit "prozeduraler Generierung" zu beschäftigen... man kann quasi alles als reine Formel speichern. Entsprechend sind die 1:1 Reproduktionen der durch Copyright geschützten Figuren schön abgespeichert.
        Ein klassisches (aka. viele Jahre altes) Beispiel prozeduraler Generierung ist KKrieger. ein kompletter Shooter mit Musik in unter 100 kiB als ausführbare Datei.
        Dass ein Modell viel kleiner ist, als die Trainingsdaten ist kein Argument.

        Ach komm, schalt doch deinen Kopf ein. Was du hier behauptest ist, dass ein general purpose LLM viel (und ich meine viel, mehrere Größenordnungen) effizienter im Speichern von Bildmaterial ist als dedizierte Kompressionsalgorithmen.

        Das ist einfach Unsinn. Ein LLM speichert Daten, genauso wie Menschen, assoziativ, d.h. über Zusammenhänge und Abstraktionen. Nicht direkt Pixel für Pixel. Ergo kann es auch keine direkten Kopien des Trainingsmaterials wiedergeben. Die Informationen sind schlicht nicht mehr vorhanden.
        Zitat von Khabarak
        Und das weißt du woher?
        Weil es unmöglich ist. Es ist ungefähr so wie wenn der Keller unter Wasser steht, und du dich dann fragen würdest ob das Wasser eventuell aus der Teekanne kommt die umgefallen ist. Die Größenordnungen passen einfach nicht.
        Zitat von Khabarak
        LLMs können per Definition und wie sie programmiert sind, nichts neues erschaffen. Sie können existierendes mehr schlecht als recht reproduzieren.
        Das sagt selbst OpenAI in den eigenen Studien.
        Ich denke hier scheiden sich die Geister was "neu schaffen" heißt. Ich würde einem LLM z.B. nicht zutrauen einen neuen mathematischen Beweis zu führen - zumindest nicht ohne Anleitung.

        Aber ein LLM spuckt quasi nie direkte Kopien aus. Wenn du mir nicht glaubst, probier es doch einfach. ChatGPT ist frei zugänglich, lass dir ein Bild oder einen Textabschnitt generieren und suche danach im Netz. Ich bin mir sicher, dass du nichts finden wirst.
        Zitat von Khabarak
        Gerade Regie ist recht viel Handwerksarbeit - nur nicht mit Säge und Bohrer, sondern mit arrangement von Personen und Kulissen.
        Auch ein Dirigent ist zwar ein Künstler, aber auch ein Handwerker.
        Er ordnet das Zusammenspiel der einzelnen Elemente und führt es zu einem Ganzen zusammen.
        Jo und genau das machst du doch auch wenn du ein LLM dazu bewegst das zu tun was du dir vorstellst?
      • Von Khabarak Volt-Modder(in)
        Zitat von Mephisto_xD
        Wie ich schon gesagt hab, das ist Quatsch. Es geht Informationstechnisch gar nicht, ein LLM braucht viel weniger Speicher als die Summe der Trainingsdaten. Wenn du ein Bild einer Popkulturfigur erstellst, muss das LLM also entweder deutlich abstrakter "denken" (Luke Skywalker = junger Mann mit blonden Haaren, schwarzer Robe und Lichtschwert in der Hand) oder es muss sich live ein Bild aus dem Internet ziehen und dann klauen.

        Da empfehle ich dir, dich mit "prozeduraler Generierung" zu beschäftigen... man kann quasi alles als reine Formel speichern. Entsprechend sind die 1:1 Reproduktionen der durch Copyright geschützten Figuren schön abgespeichert.
        Ein klassisches (aka. viele Jahre altes) Beispiel prozeduraler Generierung ist KKrieger. ein kompletter Shooter mit Musik in unter 100 kiB als ausführbare Datei.
        Dass ein Modell viel kleiner ist, als die Trainingsdaten ist kein Argument.

        Zitat von Mephisto_xD
        In beiden Fällen war das Ergebnis nicht direkt Teil der Trainingsdaten.
        Und das weißt du woher?

        Zitat von Mephisto_xD
        Ob das was OpenAI etc. macht legal ist steht auf einem anderen Blatt. Das heißt aber nicht, dass LLMs nur Kopiermaschinen sind.
        LLMs können per Definition und wie sie programmiert sind, nichts neues erschaffen. Sie können existierendes mehr schlecht als recht reproduzieren.
        Das sagt selbst OpenAI in den eigenen Studien.

        Zitat von Mephisto_xD
        Und zum Regisseur: Ja, genau das war doch mein Punkt. Es gibt eine ganze Menge kreative Jobs, in denen keine "Handwerksarbeit" gefordert ist. Stattdessen ist das schwierige die "Vision" des Endprodukts. Genau das gilt bei einem LLM auch, denn das nimmt es dir ja nicht ab. Und ob ich jetzt dem LLM sage, dass die Szene etwas dunkler sein soll, oder dem echten VFX Artist, macht für mich wenig Unterschied.
        Gerade Regie ist recht viel Handwerksarbeit - nur nicht mit Säge und Bohrer, sondern mit arrangement von Personen und Kulissen.
        Auch ein Dirigent ist zwar ein Künstler, aber auch ein Handwerker.
        Er ordnet das Zusammenspiel der einzelnen Elemente und führt es zu einem Ganzen zusammen.
        Zitat von PCGH_Torsten
        Ich habe damit ein Beispiel gegeben, dass es in der Kunst keine "Fehler" gibt, sondern nur eine Bewertung des in nahezu auf beliebige Weise erstellten Werkes durch den Betrachter. Wer da reihenweise Absolutheitsansprüche raushaut, was alles per se keine Kunst sein kann, kämpft meist ebenso auf verlorenem Posten wie jemand, der pauschal für alle Zeiten weiß, was KI "nicht kann".
        Hier sollte man sehr deutlich zwischen "KI" und "LLM" unterscheiden.
        Nicht jede KI ist ein LLM, auch wenn jedes LLM eine Form von KI ist.
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von Wilbald_Meucheln
        Ich bin mir eigentlich nicht mal sicher, was du mir jetzt eigentlich mit deinem Monet-Beispiel sagen willst. Eine KI ist kein Monet und wird es auch nicht sein können. Darin sind wir uns hoffentlich einig. Kreativ sein oder etwas kreativ auslegen kann eine KI nicht. Dazu ist sie schlicht nicht imstande. Mein Vergleich kam nur deswegen zustande, weil mir kein besserer eingefallen ist. ^^

        Und besoners kreativ ist es auch nicht, "absichtlich" unzureichende Anweisungen einer KI zu zuführen. Mit Kunst hat das nichts zu tun.
        Ich habe damit ein Beispiel gegeben, dass es in der Kunst keine "Fehler" gibt, sondern nur eine Bewertung des in nahezu auf beliebige Weise erstellten Werkes durch den Betrachter. Wer da reihenweise Absolutheitsansprüche raushaut, was alles per se keine Kunst sein kann, kämpft meist ebenso auf verlorenem Posten wie jemand, der pauschal für alle Zeiten weiß, was KI "nicht kann".
      • Von Mephisto_xD BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von Khabarak
        Menschen kopieren die nicht 1:1.
        Such dir eine beliebige Figur aus der Popkultur aus und lass ein Bild damit erstellen...
        mit einer KI ist es eine 1:1 Kopie der Figur.
        Künstler bringen ihre eigene Note rein... KI kopiert nur 1:1.

        Mal abgesehen davon: Menschen zahlen in der Regel für Zugriff auf das geschützte Material - in der einen, oder andren Form.
        OpenAI möchte das eben nicht, weil sonst das Geschäftsmodell nicht mehr funktioniert.

        Der Unterschied zwischen "sich inspirieren lassen" und "einfach kopieren" ist eben die persönliche Note.
        Vor allem Regisseure geben nicht nur Anweisungen und andere machen dann... der Job eines Regisseurs ist es, einen Eindruck der Szene zu erschaffen. Deshalb gibt es ja so viele unterschiedliche Stile von Werken... selbst wenn es quasi das gleiche Ursprungsmaterial ist.
        Wie ich schon gesagt hab, das ist Quatsch. Es geht Informationstechnisch gar nicht, ein LLM braucht viel weniger Speicher als die Summe der Trainingsdaten. Wenn du ein Bild einer Popkulturfigur erstellst, muss das LLM also entweder deutlich abstrakter "denken" (Luke Skywalker = junger Mann mit blonden Haaren, schwarzer Robe und Lichtschwert in der Hand) oder es muss sich live ein Bild aus dem Internet ziehen und dann klauen.

        In beiden Fällen war das Ergebnis nicht direkt Teil der Trainingsdaten.

        Ob das was OpenAI etc. macht legal ist steht auf einem anderen Blatt. Das heißt aber nicht, dass LLMs nur Kopiermaschinen sind.

        Und zum Regisseur: Ja, genau das war doch mein Punkt. Es gibt eine ganze Menge kreative Jobs, in denen keine "Handwerksarbeit" gefordert ist. Stattdessen ist das schwierige die "Vision" des Endprodukts. Genau das gilt bei einem LLM auch, denn das nimmt es dir ja nicht ab. Und ob ich jetzt dem LLM sage, dass die Szene etwas dunkler sein soll, oder dem echten VFX Artist, macht für mich wenig Unterschied.
      Direkt zum Diskussionsende
  • Print / Abo
    Apps
    PCGH Magazin 07/2026 PC Games 06/2026 play5 07/2026 N-Zone 06/2026 Linux Magazin 06/2026 LinuxUser 06/2026 Raspberry Pi Geek 07/2026
    PC Games Hardware PC Games Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk