Angry Pumpkins: Das erste Spiel, das ausschließlich von KIs programmiert wurde

14
News Sara Petzold Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen 17,55 €
Angry Pumpkins ist das erste Spiel, dass ausschließlich von KIs programmiert wurde
Quelle: Javi Lopez

Ein KI-Entwickler hat ChatGPT in Kombination mit weiteren KI-Algorithmen genutzt, um ein komplettes Videospiel programmieren zu lassen. Das Ergebnis ist "Angry Pumpkins", ein Spiel, das frappierende Ähnlichkeit zu einem Mobile-Klassiker besitzt.

KIs wie ChatGPT dringen in immer mehr Bereiche menschlichen Lebens und Arbeitens vor, wobei sie zeigen, wie künstliche Intelligenz uns unterstützen, aber auch ersetzen kann. Der KI-Spezialist Javi Lopez hat jetzt die KI von ChatGPT dazu gebracht, rund 600 Zeilen Programmcode für ein Videospiel zu schreiben. Zusammen mit zwei weiteren KIs kreierte GPT-4 daraus den Titel "Angry Pumpkins".

KI-generierter Angry-Birds-Klon ist kostenlos spielbar

Bei Angry Pumpkins handelt es sich um ein simples Actiongame, dessen Spielprinzip frappierend an das bekannte und überaus erfolgreiche Angry Birds erinnert. Spieler verschießen einen Kürbis innerhalb kleiner 2D-Levels, um wackelige Strukturen aus Totenschädeln, Knochen und Kisten zu Fall zu bringen.

Empfohlener redaktioneller Inhalt [EMBED_URL] An dieser Stelle finden Sie externe Inhalte von [PLATTFORM]. Zum Schutz Ihrer persönlichen Daten werden externe Einbindungen erst angezeigt, wenn Sie dies durch Klick auf "Alle externen Inhalte laden" bestätigen: Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit werden personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.
Externe Inhalte Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Lopez schreibt zu seinem Projekt auf X, er habe das Spiel programmiert, indem er GPT-4 den gesamten Code habe schreiben und Midjourney die Objekte, Charaktere und Hintergründe erschaffen lassen. Der Titelbildschirm hingegen stamme aus der Feder von Dall-E 3 (OpenAI).

Obwohl es sich bei Angry Pumpkins lediglich um eine Spielerei handelt, zeigt das Projekt, wie künstliche Intelligenz in Zukunft auch für die Spielebranche relevant werden dürfte. KIs bergen ein enormes Kosteneinsparpotenzial, weil sie günstiger sind als menschliche Arbeitskräfte. Dabei bleibt der Grat zwischen Spielwelten, die auf menschlicher Kunstfertigkeit basieren, und solchen, die einer generischen KI entspringen, allerdings mit Sicherheit ziemlich schmal. Auch die Frage des Urheberrechts ist im Fall von KI-generierten Inhalten bislang nicht abschließend beantwortet.

Übrigens: Wer das Spiel "Angry Pumpkins" gerne selbst einmal ausprobieren möchte, kann den Titel direkt im Browser selbst kostenlos zocken. Spielern steht ein Basislevel zur Verfügung, allerdings können Sie auch ganz einfach eigene Konstruktionen erschaffen. Die Bedienung ist denkbar einfach und ausführlich im Hauptfenster des Spiels beschrieben.

Quelle: via Tom's Hardware

14
    • Kommentare (14)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von theGucky Volt-Modder(in)
        Warscheinlich hat jemand Angrybirds in die KI eingespeist und deswegen ist das auch so herausgekommen.
        Aktuelle KIs erstellen nichts wirklich selber, sie werfen nur alles womit sie gefüttert worden sind in einem Topf und ziehen Dinge raus, was den Prompts am nächsten kommt.

        Und worüber sich viele beschweren: Das ihr Inhalt ungefragt in den Topf geworden worden sind.
        Ich habe schon sehr oft z.b. Artwork gesehen welche fast 1:1 von anderen Künstlern stammt.
      • Von theGucky Volt-Modder(in)
        Warscheinlich hat jemand Angrybirds in die KI eingespeist und deswegen ist das auch so herausgekommen.
        Aktuelle KIs erstellen nichts wirklich selber, sie werfen nur alles womit sie gefüttert worden sind in einem Topf und ziehen Dinge raus, was den Prompts am nächsten kommt.

        Und worüber sich viele beschweren: Das ihr Inhalt ungefragt in den Topf geworden worden sind.
        Ich habe schon sehr oft z.b. Artwork gesehen welche fast 1:1 von anderen Künstlern stammt.
      • Von awarenessspreader Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Zitat von Olstyle
        Nö.
        "KI" ist zwar (meistens jedenfalls, gibt es mittlerweile Ansätze mit etwa TRNG in den Gewichten?) mathematisch deterministisch, aber was sie am Ende macht hat niemand so aufgeschrieben, sondern ist ein Aggregat aus den Traingsdaten. Daher kann auch der Ersteller vor dem Training selbst nicht genau festlegen was dabei heraus kommen wird.
        Schau dir mal an wie "Ki´s" programmiert werden. Parameter werden vorgegeben, die Ergebnisse immer weiter kontrolliert.

        Gibt einige ziemlich gute Interviews.

        Zu empfehlen: Generell ist der Rieck ziemlich gut.

        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
      • Von tokenrider Freizeitschrauber(in)
        Meiner Erfahrung nach sind die Programmierkünste von ChatGPT eher bescheiden. In 90% aller Fälle wird einfach falscher nicht funktionierender code erzeugt oder vorige Anweisungen aus derselben chat session einfach ignoriert.

        Selbst bei sehr klaren und überlegten Anweisungen kommt meist nur Müll raus und beschwichtigende Worte, die einem nach dem 10. Mal so langsam auf den Senkel gehen, wenn etwas schon wieder nicht funktioniert.

        Es ist noch nicht einmal so, dass die Programmlogik nicht stimmt. Sehr häufig ist die Syntax schlicht und ergreifend falsch und das kanns ja wohl nicht sein, eine KI sollte doch gerade noch hinekommen, die Syntax einer Programmiersprache zu lernen und folgerichtig anzuwenden.
        Darüber hinaus hat ChatGPT überhaupt keine Programmiererfahrung, wie man etwas gut und lesbar schreibt.
        Alles in allem ein eher enttäuschendes Ergebnis und mit Sicherheit kein schöner wartbarer Code.

        Wenn man schon mit dem hochtrabenden Wort KI um sich wirft, dann sollte man erwarten dürfen, dass zumindest syntaktisch richtiger Code rauskommt unter Beachtung von "best practise" Regeln. Die Infos dazu sollten doch irgendwie der KI zugefüttert worden sein.

        Sorry, falls sich jetzt jemand auf den Schw*** getreten fühlt, aber ich habe von dem "KI-Scheiß" bzw dem "Hype" darum langsam echt die Nase voll. Da wird ein Haufen Energie, Kohle und Zeit von allen Beteiligten verheizt für Dinge, die man sich besser ergoogelt und mit dem eigenen Verstand auf Wahrheitsgehalt hin überprüft und abschließend mit der eigenen Erfahrung korelliert.

        In speziellen fest definiertem Rahmen mag das was bringen (Bereich Medizin, vielleicht Dinge wie automatische vorqualifizierungen von Röntgenaufnahmen). Aber auch da würde ich lieber auf die Erfahrung eines guten Mediziners vertrauen. Nicht dass die sich nachher zu sehr auf das Urteil der KI verlassen und selber nicht mehr denken.

        Aber so viele Resourcen verschwenden, nur damit man das als Malprogramm verwendet oder sich ne heiße Mieze auf den Bildschirm zaubert. Das finde ich schon eine extreme Resourcenverschwendung. Ökologisch arg bedenklich, wenn man mal überlegt, wie hoch der Energieverbrauch für solche "Spielereien" ist. Wie wäre es, mal wieder rein "analog" zu zeichnen und wirklich kreativ zu sein?!
      • Von Olstyle Trockeneisprofi (m/w)
        Zitat von awarenessspreader
        Die "KI" macht das, was vorher festgelegt wurde.
        Nö.
        "KI" ist zwar (meistens jedenfalls, gibt es mittlerweile Ansätze mit etwa TRNG in den Gewichten?) mathematisch deterministisch, aber was sie am Ende macht hat niemand so aufgeschrieben, sondern ist ein Aggregat aus den Traingsdaten. Daher kann auch der Ersteller vor dem Training selbst nicht genau festlegen was dabei heraus kommen wird.
      • Von awarenessspreader Komplett-PC-Aufrüster(in)
        KI ist auch so´n Marketing Begriff.

        Es gibt keine KI. Es ist alles Maschine learning.

        Die "KI" macht das, was vorher festgelegt wurde.
      Direkt zum Diskussionsende
  • Print / Abo
    Apps
    PCGH Magazin 07/2026 PC Games 07/2026 play5 07/2026 N-Zone 07/2026 Linux Magazin 07/2026 LinuxUser 07/2026 Raspberry Pi Geek 07/2026
    PC Games Hardware PC Games Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk