Spellforce 2: Faith In Destiny - Hands-On-Test und Maxed-Out-Bilder des Stilmixes von Rollenspiel und Echtzeitstrategie
Die Spellforce-Serie ist vor allem für ihren gelungenen Stilmix aus Rollenspiel und Echtzeitstrategie bekannt. Mit "Faith In Destiny" gibt es jetzt eine neue Erweiterung für den schon etwas betagten Genreliebling. Die Engine ist mit sechs Jahren natürlich schon etwas angestaubt, wurde jedoch so gut wie möglich überarbeitet und PCGH-Leser können ihr noch weiteren, modernen Schliff geben dank unserer Tipps.
Faith In Destiny ist die zweite Erweiterung für Spellforce 2 und liefert neben neuer Handlung einige technische sowie spielerische Neuerungen. Die Grafik wurde so gut wie möglich modernisiert und im Gameplay gibt es neue Fertigkeiten für die Helden und unter anderem die Möglichkeit, Drachen zu reiten. Das große Alleinstellungsmerkmal gegenüber anderer RTS-Spiele bleibt natürlich die besondere Rollenspielkomponente. Sie schlüpfen in die Figur eines Sheikan und müssen sich einer völlig neuen Bedrohung stellen.
Zur Erinnerung: Faith in Destiny sollte ursprünglich über Jowood erscheinen, doch bekanntlich ging der österreichische Publisher in Konkurs. Aus der Konkursmasse sicherte sich Nordic Games, ebenfalls in Österreich beheimatet, unter anderem nun dieses kleine Juwel, das eigentlich als "Release Ready" vermerkt war. Doch Nordic Games entschied sich gegen eine direkte Veröffentlichung, denn nach ihrer Einschätzung war das Spiel noch weit von einem Gold Master entfernt. Man heuerte deshalb ein Projektteam an, das aus erfahrenen Entwicklern bestand. Diese arbeiteten unter anderem schon für Digital Reality, Eidos Hungary, Mithis und Stormregion. Das Team bekam Vorgaben zu den Änderungen an Gameplay, Inhalt usw. und arbeite dann am Redesign und am Polishing von Faith in Destiny. Können die Neuerungen überzeugen? Wir haben es getestet.
Zum Anfang ein paar Eindrücke aus Spellforce 2: Faith In Destiny mit maximalen Details und Downsampling
Bildergalerie
Spellforce 2: Faith in Destiny - Grafik
Das Offensichtliche zuerst. Die Grafik von Spellforce 2 ist mittlerweile wirklich in die Jahre gekommen und auch die kleine Schönheitskur durch die Entwickler gibt dem Spiel nicht den Glanz eines aktuellen Triple-A-Produkts. Doch abgesehen davon, dass Faith of Destiny ja auch nicht zum Vollpreis verkauft wird, ist die Aussage über die Optik noch lange kein alleiniger Qualitätsmaßstab für ein gutes Spiel. Zudem erfüllt die Grafik nach wie vor die wichtigste Voraussetzung: Sie ist in allen Belangen stimmig hinsichtlich Spiel und Setting. Zudem hat sie neben den augenscheinlichen Schwächen auch erwähnenswerte Stärken.
Die Beleuchtung und die dadurch entstehenden Tag/Nacht-Wechsel sehen gut und authentisch aus. Die Farbspiele lassen den Spieler tief in die Atmosphäre eintauchen. Vegetation und die restliche Umgebung sind ebenfalls detailreich gestaltet und die Modernisierung einiger Texturen ist deutlich sichtbar. Zu den großen Schwächen gehören sicherlich die hölzernen Animationen der Spielfiguren und die im Vergleich zu aktuellen Spielen etwas zu kantigen beziehungsweise detailarmen Gesichtszüge der Charaktere. Bei der Kantenglättung wird das Alter der Engine jedoch am deutlichsten: Die Schatten flimmern teilweise zum Fürchten und der bekannte Treppchen-Effekt ist an allen Kanten deutlich sichtbar. Da in den Settings auch keine Art von Kantenglättung vorgesehen ist, ist auch treiberforciertes AA nicht möglich.
Nvidia-User haben jedoch eine mächtige Waffe gegen flimmernde Schatten und eckige Kanten: Da aktuelle Systeme mit der Engine weit über 100 Fps leisten, wird Downsampling ihr wichtigstes Werkzeug. Bei 50 Prozent oder sogar 100 Prozent Downsampling mit passendem Monitor wird das gesamte Bild ordentlich glattgebügelt und die Engine ein paar Jahre modernisiert. Das Ergebnis sehen Sie in unserem Bildvergleich.
Falls Ihre Grafikkarte zu Spulenfiepen neigt, sollten Sie generell den Fps-Limiter im Treiber aktivieren. Das Menü hat keinen Frame-Lock und läuft stellenweise bei weit über 2000 Fps.
Spellforce 2: Faith In Destiny - Gameplay
Das besondere Gameplay ist nach wie vor die wichtigste Komponente des Spiels. Der Mix aus Rollenspiel und RTS wird von keinem anderen Spiel so konsequent bis zum Ende gedacht wie in Spellforce. Auch in der neuen Erweiterung ändert sich daran nichts. Die Story ist interessant erzählt und die Helden beziehungsweise Ihr Avatar nimmt immer noch die Schlüsselposition im Spiel ein und entscheidet über Sieg oder Niederlage.
Die Steuerung hat allerdings wie in der Vorgängern ihre Ecken und Kanten. Die Macher von Spellforce stellen die Maus offensiv in den Fokus als zentrales Eingabegerät und haben sich dafür auch sehr praktische Steuerungsoptionen einfallen lassen. Das klappt gut und nach absolviertem Tutorial sollte man damit keine nennenswerte Probleme haben. Wer jedoch seine Helden und Armeen lieber via Hotkeys kommandiert, kommt bei der Steuerung etwas zu kurz. Direkte Hotkeys für Heldenfähigkeiten würden das Gameplay noch flotter und griffiger machen.
Das Tutorial ist erfreulich ausführlich und nahtlos in den Kampagnenstart integriert. Mit voller Synchronisation werden Sie mit allen Feinheiten der Kameraführung und Einheitenkontrolle vertraut gemacht. Neu ist auch, dass der neueste Spellforce-Teil ein reines Steam-Game ist. Wer auf Valves Spiele-Plattform verzichten möchte, muss auch einen Bogen um Faith In Destiny machen.
Spellforce 2: Faith In Destiny - Hands-on-Fazit
Packende Handlung, angestaubte, aber stimmige Grafik und ein außergewöhnliches Gameplay mit kleineren Ecken und Kanten: So ließe sich Spellforce 2: Faith of Destiny mit wenigen Worten beschreiben. Fans der Serie können auch mit dem neuen Teil wenig falsch machen. Die Handlung packt einen von der ersten Minute und für knapp 20 Euro bekommen Sie ordentlich Spielspaß geboten. Für Einsteiger gibt es ein lobenswertes Tutorial. Lässt man die Grafik außen vor und konzentriert sich ausschließlich auf spielerische Aspekte, ist das Spiel wieder mal ein gelungener Stilmix von Rollen- und Strategiespiel. Mit genug Rechenpower für die große Downsampling-Keule werden dann noch die gröbsten Mängel ausgebügelt und es gibt ein gutes Strategiespiel für das schmale Geld.
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ich werds mir auf jeden fall zulegen, dann is das game wenigstens komplett und es lohnt sich das mal wieder zu installiern und zu zocken.
Sieht ja nicht so pralle aus
Fand Spellforce 1 ganz gut eigentlich.