[PLUS] Barbershop-Quartett: Test von 4 Soundkarten
PCGH Plus: Soundkarten sind heutzutage eher selten. Wir testen vier unterschiedliche Vertreter, darunter sowohl den internen Sound Blaster X AE-5 als auch Sennheisers USB-Surround-Interpretation GSX 1000. Der Artikel stammt aus PC Games Hardware 02/2018.
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Eine Soundkarte gehört schon lange nicht mehr zu der Hardware, welche einen hohen Stellenwert einnimmt. Musste man sich früher entweder für Stille, einen quäkenden PC-Speaker oder eben eine Investition in Form einer Soundkarte entscheiden, ist solcherlei Hardware seit geraumer Zeit auf Hauptplatinen verbaut. Eine dedizierte Soundkarte ist heutzutage also viel mehr ein Extra als ein Muss und diese Situation wirkt sich spürbar auf den Markt aus. Die letzten Einbau-Soundkarten stammten von Asus. Die Raid-Reihe erblickte bereits Ende 2015 das Licht der Welt. Zwar zieht nun auch Creative nach, doch deren letzte interne Soundkarten-Reihe (Z, Zx, ZxR) ist bereits seit Anfang 2013 auf dem Markt.
Die GSX 1000 ist funktional eine Soundkarte, legt den Fokus jedoch klar auf die HRTF-Surround-Funktion. Die Touch-Bedienung ist praktisch und bequem.
Asus Xonar U7 MkII wirkt beinahe konservativ und bietet als einzige USB-Soundkarte im Test neben digitalem S/PDIF Anschlüsse für Cinch oder ein analoges 5.1-System.
Häufiger trifft man als Interessent heutzutage auf USB-Soundkarten in diverser Form. Sie haben mehrere Vorteile: Neben der simplen Verbindung mit dem PC oder anderen Geräten umgehen externe Soundkarten eventuelle Probleme mit Interferenzen im Gehäuse des PCs. Wobei anzumerken ist, dass auch mit USB-Soundkarten Störungen auftreten können, beispielsweise beim Betrieb eines USB-2.0-Soundkarte an einem USB-3.x-Anschluss. Auch mehr oder minder deutliches Grundrauschen ist zumindest bei günstigen Geräten eher Norm denn Ausnahme. Generell gesehen erfreuen sich USB-Soundkarten aktuell zunehmender Beliebtheit, aktuell mehren sich außerdem Geräte, die auch abseits des PCs Verwendung finden können.
Die Soundkarte im Wandel
Wohl aus diesem Grund haben wir gleich drei USB-Geräte im Test, einziger Vertreter der "klassichen" Soundkarten ist Creatives neuer Sound Blaster X AE-5. Ein gewisser Exot ist außerdem Sennheisers GSX 1000, denn im Gegensatz zu allen anderen Soundkarten im Test verfügt sie nicht über eine Software-Oberfläche. Stattdessen legt Sennheiser nochmals verstärkten Fokus auf Surround-Sound, der mittels einer eigens entwickelten Binaural-Simulation umgesetzt wird - ein sehr interessantes Feature, auf das wir noch zu sprechen kommen werden. Asus bietet indes mit der Neuauflage der Xonar U7 eine konventionelle USB-Soundkarte an, mit dem Sound Blaster X G5 bedient Creative ein ähnliches Konzept.
Creative Sound Blaster X AE-5
Überzeugende Soundkarte mit vielen Features. Wir beginnen diesen Test mit der internen Soundkarte, da sie im Grunde auch die "ursprünglichste" Vertreterin ihrer Gattung darstellt. Dabei ist die Soundkarte nicht etwa ein lauer Aufguss der letzten Sound-Blaster-Generationen, sondern eine praktisch vollständige Neuentwicklung. Im Grunde bleibt kaum mehr als der Controller-Chip CA0113-4AG und der DSP CA0132-4AN (auch als SoundCore3D bekannt) unangetastet. Beinahe sämtliche anderen Bauteile sind neu.
Dazu zählt insbesondere der neue DAC: Der ES9016K2M Sabre ist ein hochwertiger und potenter Digital/Analogwandler, der mit maximal 32 Bit bei 384 kHz eine extrem hohe Audioqualität zu liefern imstande ist. Wobei es anzumerken gilt, dass kaum passendes Audiomaterial verfügbar ist und es zur Diskussion steht, ob solch hohe Qualitätsstufen noch hörbar oder bei regulärem Luftdruck in unserer Atmosphäre überhaupt vollständig übertragbar sind. Trotzdem ist es natürlich sehr nett, das Creative einen DAC verbaut, der auch in teuren Hi-Fi-Anlagen Anwendung findet. Der DAC verfügt zudem über einen sehr hohen maximalen Rauschabstand von 128 dB, der allerdings von anderen Komponenten auf der Platine auf immer noch sehr gute 122 dB gedrückt wird, eine sehr niedrige gesamte harmonische Verzerrung (THD: 0,0003 Prozent) sowie einen Jitter-Schutz. Eine stabile Spannung gewährleisten hochqualitative (WIMA-)Kondensatoren. Für die RGB-Beleuchtung wird zudem eine zusätzliche Stromversorgung via Molex-Stecker nötig.
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Folgende Produkte finden Sie im Test:
- Creative Sound Blaster X AE-5
- Asus Xonar U7 MkII
- Creative Sound Blaster G5
- Sennheiser GSX 1000
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