Nachzügler
Codiert: Die Farbcodierungen der Schnittstellen ermöglichen einen einfachen Anschluss.
TerraTec hat sich viel Zeit gelassen und bringt nun als Letzter der großen Soundkarten-Hersteller eine 5.1-Soundkarte auf den Markt.
Wer allerdings glaubt, die SixPack ist aufgrund der längeren Entwicklungszeit auch besser als die Produkte der Konkurrenz, wird enttäuscht. Auf der Ausstattungsseite gibt es die mittlerweile üblichen Features. Die Karte verfügt über drei Line-Outs, an die man ein 5.1-Boxensystem mit analogen Schnittstellen anschließen kann. Dazu gibt es einen Line-In und einen Mikrofon-Eingang. Mithilfe eines Jumpers auf der Platine kann man den Line-In in einen vorverstärkten Kopfhörerausgang verwandeln. Zusätzlich besitzt die Karte zwei optische, digitale Schnittstellen. Wer Wert auf die MIDI-Schnittstelle (Gameport) legt, findet diese auf einem separaten Slotblech. Das Software-Paket besteht aus einigen Audio-Tools und einer 5.1-Vollversion des Software-DVD-Players WinDVD. Bei den Eigenschaften gibt es nur Durchschnittliches. Die Karte unterstützt EAX 1.0, 2.0 und A3D 1.0. Die maximale Samplingrate beträgt 48 kHz, die maximale Auflösung liegt bei 16 Bit. MIDI-Fans können auf 64 Hardwarestimmen zurückgreifen, die man per Software auf 1.024 Stimmen aufstocken kann. Der Praxistest der Karte verlief problemlos. Die Installation ging mit der beiliegenden CD flott von der Hand und die deutsche Beschreibung hilft bei kleineren Problemen. Auch bei unserer Hörprobe gab es keine Überraschungen. Die Karte klingt sehr ausgewogen und liefert eine gute Klangqualität. In Spielen fehlt allerdings etwas die Power und die 3D-Effekte wirken durch die Sensaura-EAX-Emulation künstlich. Insgesamt liefert TerraTec mit der SixPack 5.1+ eine solide Karte ab. Der Soundkartenthron ist allerdings in weiter Ferne.
