Lenco LBT-515WD: Optik, Qualität und analoge Anschlüsse
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Lenco LBT-515WD: Optik, Qualität und analoge Anschlüsse

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Details zur Optik und Qualität. Welche digitalen/analogen Anschlüsse sind vorhanden?

Optik und Ausstattung

Optisch ordnet sich der Lenco LBT-515WD mit rund 600 Euro dort ein, wo wir die Mittelklasse bei Plattenspielern ansetzen: grob zwischen 500 und 1.000 Euro. Der sauber verarbeitete Holzkorpus hinterlässt einen wertigen Eindruck. Das gilt auch für die Unterseite mit belüfteter Motorabdeckung und vier Gummifüßen, die jeweils auf einer Metallfeder aufliegen. Dadurch wirken die Füße leicht beweglich, federn kleinere Stöße gegen das Gehäuse oder Bewegungen von Regal und Tisch aber ordentlich ab. Zugleich steht der 5,4 kg schwere Direkttriebler ausgewogen. Da die Füße weit nach innen versetzt sind, wirkt der Plattenspieler optisch fast schwebend.

Die Unterseite präsentiert sich sauber verschraubt und die Abdeckung des Antriebsmotors ist mit Belüftungslöchern versehen. Dazu kommen vier mit Federn versehene Standfüße aus flexiblem Gummi. Quelle: PCGH Die Unterseite präsentiert sich sauber verschraubt und die Abdeckung des Antriebsmotors ist mit Belüftungslöchern versehen. Dazu kommen vier mit Federn versehene Standfüße aus flexiblem Gummi. Auf der Oberseite setzt sich der solide Eindruck weitgehend fort. Die abnehmbare Kunststoff-Staubschutzhaube im dunklen Rauchglas-Look passt optisch gut zum Gerät. Tonarm und Gegengewicht bestehen aus Metall. Wie in der Mittelklasse üblich, ist der Tonarm kardanisch gelagert, lässt sich also horizontal und vertikal führen; Spiel konnten wir an der Lagerung nicht feststellen. Bei Tonarmaufhängung samt Montagesockel, Anti-Skating-Drehregler, Ein-/Ausschalter, Bluetooth-Taste und Output-Regler nutzt Lenco dagegen Kunststoff mit silberner Metalloptik. Das stört zunächst kaum, weil sich die Bauteile recht gut an die echten Metallelemente anpassen. Gleiches gilt für Schieberegler und Tasten der Pitch-Funktion, die gut ablesbare Pitch-Skala sowie die Tasten für Drehzahlwahl und Start/Stopp.

Auch die Bedienung passt zur 600-Euro-Klasse. Die Tasten haben klare Druckpunkte, die Regler reagieren ohne spürbare Verzögerung, und das Spiel der Bedienelemente bleibt gering. Ein Kritikpunkt bleibt: Der mechanische Tonarmlift besteht nur aus Kunststoff; Metall hätte besser zur ansonsten stimmigen Materialanmutung gepasst.

Anders als der Tonarm und sein Gegengewicht sind die Bedienelemente nicht aus Metall, sondern aus Kunststoff mit silberner Metalloptik gefertigt. Das passt gut zum edlen und wertigen Look, zumal die Qualität der Knöpfe, Schalter und Regler der Preisklasse ab 500 Euro aufwärts voll entspricht. Quelle: PCGH Anders als der Tonarm und sein Gegengewicht sind die Bedienelemente nicht aus Metall, sondern aus Kunststoff mit silberner Metalloptik gefertigt. Das passt gut zum edlen und wertigen Look, zumal die Qualität der Knöpfe, Schalter und Regler der Preisklasse ab 500 Euro aufwärts voll entspricht.

Im Funktionstest leistet sich der Tonarmlift aber keinen grundsätzlichen Patzer. Seine gedämpfte Absenkbewegung gefällt: Er senkt den Tonarm langsam und kontrolliert ab, sodass die Nadel des Ortofon 2M Blue sanft in die Rille eintaucht. Das schont Schallplatte und Abtastdiamant. Beim Anheben sollten Sie den Lifthebel mit Gefühl und nicht zu hastig nach vorn bewegen. Wird er zu schnell betätigt, bleibt der Tonarm nicht sauber auf der Liftbank liegen, sondern rutscht seitlich nach rechts weg. Das erschwert die genaue Positionierung, etwa wenn die Nadel zwischen zwei Titeln wieder in eine Leerrille abgesenkt werden soll.

Apropos Nadel: Beim Wechsel des Abtastdiamanten oder des kompletten Tonabnehmers zeigt sich der Tonarm des Lenco LBT-515WD flexibler, als es die fest integrierte Headshell zunächst erwarten lässt. Abnehmen können Sie die Headshell zwar nicht, sie besitzt aber einen Halbzoll-Anschluss mit Langlöchern. Damit lassen sich neben anderen Ortofon-2M-MM-Systemen grundsätzlich auch passende Tonabnehmer anderer Hersteller montieren. Je nach Bauform kann mechanisch auch der Einbau eines MC-Systems möglich sein. Dafür benötigen Sie allerdings den passenden MC-Phono-Vorverstärker, da der integrierte MM‑Vorverstärker des Lenco LBT-515WD dafür nicht geeignet ist.

Moderne Verbindungstechnik, analoge Anschlüsse

Die Ausstattung des Lenco LBT-515WD passt zur 600-Euro-Klasse, hat aber Lücken. Der Plattenspieler arbeitet manuell: Am Plattenende hebt er den Tonarm nicht an, führt ihn nicht zur Stütze zurück und stoppt den Teller nicht selbst. Die Rotation starten Sie per Taste; Aufsetzen, Absenken, Anheben und Zurückführen bleiben Handarbeit. Wer von einem Halb- oder Vollautomaten kommt, muss sich umstellen. Auch ein USB-Anschluss zum Digitalisieren fehlt; dieses Extra bietet der günstigere LBT-215.

Alternative für Vinyl-Einsteiger: Lenco LBT-215

Preis-Leistungs-Tipp: Lenco LBT-215 Quelle: PCGH Preis-Leistungs-Tipp: Lenco LBT-215 Sie möchten in die Vinyl-Welt einsteigen, aber nicht mehr als 300 Euro zahlen? Dann lohnt ein Blick auf den Lenco LBT-215, der sich in unserem Test als starker Preis-Leistungs-Tipp erwiesen hat. Zur guten Ausstattung gehören ein integrierter MM-Vorverstärker, USB zum Digitalisieren und Bluetooth; dank Audio-Technica AT-VM95E überzeugt der Lenco auch klanglich gut.

Dafür sendet der Lenco LBT-515WD das Signal per Bluetooth 5.3 an Lautsprecher, Verstärker oder Audio-Adapter. Das Koppeln klappte problemlos: Nach Druck auf die Pairing-Taste zeigt eine blaue LED die Verbindung an. Unsere Wavemaster Two Pro und der am Hi-Fi-Verstärker genutzte Ugreen-Bluetooth-5.1-aptX-HD-Audio-Adapter wurden direkt erkannt. Sind mehrere Empfänger in Reichweite, sollten Sie beim ersten Koppeln andere ausschalten, damit der richtige Empfänger gewählt wird.

Die Bluetooth-Übertragung, signalisiert durch die blau leuchtende LED, kann sich hören lassen und überrascht mit einem hohen Dynamikumfang. Quelle: PCGH Die Bluetooth-Übertragung, signalisiert durch die blau leuchtende LED, kann sich hören lassen und überrascht mit einem hohen Dynamikumfang.

Klanglich zeigt Bluetooth keine auffälligen Schwächen. Auch dynamische Aufnahmen bleiben sauber und wirken nicht übersteuert. Gegenüber der analogen Wiedergabe sind die Unterschiede gering; am ehesten fallen sie bei Höhenanteilen und im Bassbereich auf. Die Bluetooth-Lautstärke lässt sich per Drehregler anpassen; wir würden aber die maximale Ausgabelautstärke wählen und den Pegel am Verstärker, Bluetooth-Empfänger oder Lautsprecher regeln. Für kabelloses Hören über Aktivlautsprecher oder Bluetooth-Empfänger ist die Funktion praxistauglich, ersetzt den analogen Anschluss bei bester Signalqualität aber nicht.

Für den klassischen Anschluss bietet der Lenco LBT-515WD zwei vergoldete Cinch-Ausgänge. Eine Masseklemme ist vorhanden, sodass er sich an Verstärkern mit Phono-Eingang oder externem Phono-Pre-Amp betreiben lässt. Zusätzlich integriert Lenco einen MM-Phono-Vorverstärker. Damit können Sie den LBT-515WD auch an Verstärkern ohne Phono-Eingang anschließen, etwa an unserem Harman Kardon HK620 (1997). Im Probehören liefert er einen ausgewogenen Line-Pegel: kräftig genug, aber weder zu leise noch übertrieben laut.

Für den klassischen Anschluss des Lenco LBT-515WD an eine Hi-Fi-Kette, stehen Cinch-Ausgänge bereit. Der integrierte Phono-Vorverstärker liefert einen ausgewogenen Line-Pegel. Quelle: PCGH Für den klassischen Anschluss des Lenco LBT-515WD an eine Hi-Fi-Kette, stehen Cinch-Ausgänge bereit. Der integrierte Phono-Vorverstärker liefert einen ausgewogenen Line-Pegel. Alternativ lässt sich der interne Phono-Vorverstärker umgehen, wenn ein besserer Phono-Eingang oder separater Phono-Pre-Amp vorhanden ist. Nötig bleibt ein Phono-Vorverstärker: Er hebt das leise Signal auf Line-Pegel an und korrigiert die RIAA-Entzerrung, damit die Schallplatte tonal korrekt klingt.

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