Nach Audacity-Übernahme: Datenschutzbestimmungen erregen die Gemüter
Das Open-Source-Projekt Audacity wurde vor einigen Wochen von der Muse Group aufgekauft. Seither wurde schon an verschiedenen Richtungswechseln Kritik laut. Nun erregen neue Datenschutzbestimmungen die Gemüter.
Das Open-Source-Projekt Audacity dürfte Nutzern, die daheim schon mal Audioaufnahmen erstellt haben, durchaus ein Begriff sein. Die Software gilt als relativ beliebt, war bisher aber nicht dafür bekannt, regelmäßig in den Schlagzeilen zu stehen. Das hat sich seit der Übernahme durch die Muse Group geändert. Der neueste Aufreger im Zusammenhang mit Audacity ist die aktualisierte Datenschutzbestimmung.
So findet sich in den Zeilen nun ein Passus, der das Sammeln personenbezogener Daten nahelegt. Recht nebulös ist da von Daten im Zusammenhang mit der Rechtsdurchsetzung die Rede. Gesammelt werden demnach Daten, "die für die Strafverfolgung, Rechtsstreitigkeiten und Anfragen von Behörden (falls vorhanden) erforderlich sind." Anscheinend hat die Muse Group an der Stelle nur ihre üblichen Datenschutzbestimmungen eingebaut. Doch daran erzürnen sich, vor allem wegen mangelnder Erklärungen, nun die Gemüter. Welche Daten denn nun konkret bei behördlichen Anfragen gesammelt werden, bleibt tatsächlich im Verborgenen.
Auf Reddit ist in dem Zusammenhang bereits eine heftige Diskussion entbrannt. Da Audacity auch weiterhin als Open-Source-Projekt geführt wird, gibt es aber längst einen Github-Fork, bei dem der Ersteller darauf achtet, alle kritikwürdigen Änderungen rauszuhalten.
Audacity mit neuem Eigentümer: Nicht die erste Kritik
Kritik an den neuen Eigentümern war bereits Anfang Juni entbrannt. So plant die Muse Group die Veröffentlichung unter weiteren Lizenzen jenseits von GPL, um Audacity auch auf anderen Plattformen als den bisherigen zu veröffentlichen. Weil das nur gelingt, wenn alle beteiligten Entwickler dem Vorhaben zustimmen, müssen Entwickler künftig eine Contributor License Agreement (CLA) unterzeichnen. Diese gestattet es der Muse Group, den von Entwicklern beigesteuerten Code nach Belieben anderweitig zu nutzen. Wer nicht unterzeichnet, darf künftig auch keinen Code mehr beisteuern.
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Vorwürfen, wonach die Muse Group eine kostenpflichtige Version von Audacity veröffentlicht, hat der neue Eigentümer jedoch widersprochen. Vielmehr plane man verschiedene Cloud-Dienste. Sie sollen die Finanzierung und Weiterentwicklung der Software sicherzustellen.
Quelle: Audacity

Mir ist aufgefallen das mein Kommentar überflüssig ist. Hatte etwas überlesen, und so passt mein Kommentar nicht.
Ist das nicht schon von Grund auf widersprüchlich?
Vor allem kann man doch mit der bereits installierten Version weiter arbeiten wenn man kein Update macht oder?
Ich würde mich jedenfalls bei solchen Aktionen nicht unter Druck setzen lassen!
Jedoch, wenn sie es übertreiben, gibt es einen Fork und die ganzen freien Entwickler arbeiten i.d.R. dann dort mit. Ist schon öfters vorgekommen.