DIY-Sampler: Rätsel um die DIY-Amiga-Sound-Sampler-Schaltung wurde 32 Jahre später gelöst

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DIY-Sampler: Rätsel um die DIY-Amiga-Sound-Sampler-Schaltung wurde 32 Jahre später gelöst
Quelle: CU Amiga

Nach einem gescheiterten Versuch in den Neunzigern, seinen eigenen Sound-Sampler nach Anleitung zu bauen, bezwingt Robert Smith die Aufgabe nun auf Youtube.

Ein fehlerhafter DIY-Artikel aus der CU Amiga lässt YouTuber RobSmithDev in den Neunzigern verzweifeln. 32 Jahre später wagt er sich, mit erweitertem Fachwissen und dem Internet an seiner Seite, wieder an den Bau einer hauseigenen Sound-Sampler-Schaltung für seinen Amiga.

In den Neunzigern

Softwareentwickler am Tag, Retro-Enthusiast bei Nacht: Robert Smith lädt auf seinem Youtube-Kanal RobSmithDev ein, ihn beim Bezwingen technischer Spielereien aller Art zu begleiten. Zuletzt erregte er am 2. November 2025 Aufsehen, als er ein Video mit dem Titel "Solving a 30-Year-Old Amiga Mystery" veröffentlichte.

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Darin unternimmt er eine kleine Zeitreise in die Neunziger. Smith erinnert sich an seinen Amiga und den Wunsch, mit einem Sound-Sampler eigene Geräusche und Musik aufnehmen und damit experimentieren zu können.

Bevor er sich allerdings eine fertige Sound-Sampler-Cartridge mit zugehöriger Software wie dem Techno Sound Turbo leisten konnte, fiel ihm eine Ausgabe der Zeitschrift CU Amiga in die Hände. In der Ausgabe 39 aus dem Mai 1993 findet sich eine detaillierte Anleitung, um sich selbst einen Sampler zu bauen.

Als aber auch nach langem Löten und Stecken kein Signal im Amiga ankam, gab Smith auf und entsorgte irgendwann auch sein Konstrukt, mit Ausnahme des A/D-Wandlers, den er jüngst in seiner Wiederaufnahme des Projekts einsetzte.

Kommasetzung

Bei der Revision des CU-Amiga-Artikels fiel Smith eine seltsame Angabe auf: In der Liste benötigter Komponenten für den Sampler ist ein Kondensator mit einer Kapazität von 7 Mikrofarad aufgelistet, der gar nicht existiert. In der Folgeausgabe der CU Amiga weist die Redaktion darauf hin, dass es sich um einen Tippfehler handelte und die Kapazität eigentlich 47 Mikrofarad betragen sollte.

Leider war das nicht das einzige Hindernis, dem Smith sich stellen musste: Selbst nach dem Tausch des Kondensators blieb ein Signal aus. Die Fehlersuche ergab, dass sein Taktsignal mit 287 Hertz die benötigten 30 Kilohertz weit unterschritt.

Ein zweiter Kondensator war mit der falschen Kapazität angegeben worden. Smith tauschte also auch das Bauteil mit 470 Nanofarad, zuerst gegen eines mit 4,7 Nanofarad. Das führte zwar endlich zu einem eingehenden Signal in der Software Protracker, aber mit dem durchgehenden Rauschen konnte Smith nicht viel anfangen.

Er kam zu dem Schluss, dass die 300 Mikrosekunden, die der Chip nun benötigte, um ein Sample zu erstellen, immer noch zu langsam für den Amiga waren. Also tauschte er den Kondensator mit 4,7 Nanofarad aus, dieses Mal gegen einen mit 20 Pikofarad Kapazität, um den Takt auf etwa 1,6 Megahertz anzuheben.

Und tatsächlich gab der Sampler jetzt, wenn auch leicht verzerrt, ein eindeutiges Eingangssignal wieder. Er hat es geschafft: Robert Smith baute, durch das Tauschen einiger Bauteile und präzise Fehlersuche, 32 Jahre nach seinem Erstversuch endlich einen eigenen, funktionsfähigen Sound-Sampler für seinen Amiga.

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    • Kommentare (2)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von MechUnit Software-Overclocker(in)
        Danke für diesen interessanten Artikel!

        Kann mich auch noch an die Bandenwerbung der CU Amiga in Jaguar XJ 220 erinnern
      • Von MechUnit Software-Overclocker(in)
        Danke für diesen interessanten Artikel!

        Kann mich auch noch an die Bandenwerbung der CU Amiga in Jaguar XJ 220 erinnern
      • Von Frank-Langweiler Software-Overclocker(in)
        Als Elektroniker und Amiga-Freund hat mich dieser etwas seichte Artikel sehr interessiert.

        Danke.
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