Reolink Elite Floodlight WiFi im Praxistest: Big Mouse is watching you

Eine Überwachungskamera mit Nachtsicht ist schön und gut, doch die Reolink Elite Floodlight WiFi schreckt Eindringlinge dank ihres superhellen Flutlichts bestenfalls schon ab, bevor es etwas aufzuzeichnen gibt. Was sie sonst noch drauf hat, erfahren Sie in diesem Hands-on-Praxistest.

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Reolink Elite Floodlight WiFi im Praxistest: Big Mouse is watching you
Quelle: PCGH-Ratgeber

Nachfolgend finden Sie einen Hands-on-Praxistest unseres Redakteurs Chris. Um persönliche Erfahrungen und Einschätzungen zur Reolink Elite Floodlight WiFi authentisch wiedergeben zu können, ist der Testbericht in der Ich-Form verfasst.

So gut die Nachtsicht einiger Überwachungskameras inzwischen auch ist, so hat ein Flutlicht einen entscheidenden Vorteil: Abschreckung. Gerade im Garten oder in uneinsichtigen Bereichen, die Straßenlaternen nicht mehr erleuchten, können so eventuelle Eindringlinge hochauflösend aufgezeichnet oder gleich ganz ferngehalten werden. Doch wie kompliziert ist die Installation und wie nutzerfreundlich die Bedienung?

  • Smart-Home-Integration: Reolink App, Google Assistant, Alexa
  • Auflösung: 5.120 × 1.552/ 1.920 × 576
  • Sichtfeld: Horizontal: 180° ; Vertikal: 59°
  • Nachtsicht: Infrarot-Nachtsicht & Flutlicht (19W 3.000 Lumen/ 3.000K ~ 6.000K)
  • Lautsprecher: Zwei-Wege-Audio, anpassbare Alarme
  • Speicher: microSD-Kartenslot, kostenpflichtiger Cloud-Speicher
  • Konnektivität: Wi-Fi 2,4GHz/5GHz
  • Stromversorgung: USB-C (nur zur Einrichtung), DC-Stromanschluss
  • KI-Funktionen: Bewegungs-, Personen-, Fahrzeug- und Haustiererkennung
  • Schutzklasse: IP66 (Outdoor-tauglich)
  • Maße in mm: 174 × 184 × 295

Auspacken, verdrahten und los!

Über die Installation kann ich schon einmal sagen, dass sie zwar komplexer als bei vielen anderen Reolink-Kameras, aber dennoch sehr machbar ist. Zunächst befindet sich auch hier wieder ein USB-C-Kabel im Lieferumfang. Das ist allerdings lediglich für die temporäre Stromversorgung während der Kameraeinrichtung. Wichtige Funktionen wie das Flutlicht sind hierüber nicht verwendbar.

Voll funktionsbereit ist die Elite Floodlight WiFi erst, wenn sie mittels Drahtmuttern an das Stromnetz angeschlossen wurde. In meinem Fall lag zum Test ein DC-Stromkabel bei. Selbstverständlich sollte aus Sicherheitsgründen unbedingt vorher die Spannung am Sicherungskasten ausgeschaltet werden. Diese Installationsart mag für Laien auf den ersten Blick vielleicht kompliziert klingen. Doch in der beiliegenden Anleitung oder der Reolink-App sind alle Schritte verständlich erklärt, sodass die eigentliche Installation bereits nach wenigen Minuten erledigt sein dürfte. Zum Schluss nur noch alles ausrichten und schon kann es losgehen.

Einrichtung und Oberfläche

Die umfangreiche Reolink-App

Weiter geht es in der App, wo sich Reolink-Kenner sofort wohlfühlen werden. Doch auch Neulinge finden sich dank der selbsterklärenden Icons und den aufgeräumten Menüs schnell zurecht. So kann man in der Übersicht etwa die Sirene oder das Flutlicht aktivieren, die Gegensprechanlage nutzen oder Bilder und Videos aufzeichnen. Letzteres ist entweder mit hochauflösenden 5.120 × 1.552 oder flüssigeren 1.920 × 576 Pixeln möglich. In den Display-Einstellungen lässt sich noch mehr einstellen, etwa das Stiching, was die "Naht" zwischen den beiden Objektiven beeinflusst. Die liegt standardmäßig recht nah am Gerät, sodass auf kurze Entfernung ein harter Schnitt zu sehen ist. Dafür erreicht die Kamera so - genau wie die Argus 4 Pro - ein ultrabreites 180°-Sichtfeld.

Dazu kommen Erkennungsfunktionen für Bewegungen, Menschen, Fahrzeuge und Tiere, die im Test alle zuverlässig funktioniert haben. In Ermangelung eines eigenen Haustiers musste hier jedoch eine Alternative herhalten. Und Erkennungszonen, -linien und -größen sowie Masken, Zeitpläne, Benachrichtigungsarten und vieles mehr lassen sich ebenfalls einrichten. Besonders die Möglichkeit, virtuelle Linien zu ziehen, bei deren Überschreitung ein Alarm ausgelöst wird, ist ein spannender Zusatz.

Die Reolink Elite Floodlight WiFi macht die Nacht zum Tag

So richtig leuchten kann die Mischung aus E.T. und Micky Mouse aber in der Nacht - im wahrsten Sinne des Wortes. Denn wo ihre Nachtsicht bereits bei minimalen Lichtverhältnissen scharfe Schwarzweißbilder liefert, erhellen die 3.000-Lumen-starken Flutlichter selbst tiefste Dunkelheit. Die aktivieren sich je nach Einstellung entweder entsprechend eines Zeitplans, bei Bewegungserkennung oder sind permanent eingeschaltet. Damit dienen sie also sowohl zur Abschreckung als auch etwa zur Gartenbeleuchtung.

Keine wirkliche Kritik, aber einen Moment bevor sie sich einschaltet, ist stets ein leises Klicken zu hören, was vielleicht für den einen oder anderen interessant zu wissen ist. Etwas mehr störte mich dagegen, dass ich zunächst keine Möglichkeit gefunden habe, das Flutlicht nur zu gewissen Erkennungssituationen zu aktivieren. Das war erst möglich, nachdem ich eine microSD-Karte eingelegt hatte. Dann erschien der Reiter "Spotlight", in dem ich etwa Tier-Erkennungen vom Flutlicht ausschließen kann, damit nicht jeder Vogel den Baustrahler auslöst.

Dass es diese Funktion gibt, ist sehr sinnvoll; mir erschließt sich nur nicht, wieso sie in ein Extramenü ausgelagert wird, wo es doch schon den Reiter "Licht" gibt. Immerhin sind die Erkennungsfunktionen auch ohne separates Speichermedium möglich. Verwendet man die Kamera hingegen ohne ein solches, löst jeder Alarm auch das Flutlicht aus, sofern man es nicht etwa mit Zeitplänen ausschließt. Daher hätte ich mir aus Energiespargründen gewünscht, sie einfach mal ausschalten zu können. Hinsichtlich dieses Umstands ist die Elite Floodlight WiFi aber nicht allein, da sich derlei Kameras in den meisten Fällen nicht so einfach ausschalten lassen.

Reolink Elite Floodlight WiFi: Fazit

Darüber hinaus gibt es sehr wenig an der Kamera zu bemängeln. Die Montage ist, wenn auch etwas aufwendiger als bei Akku-Modellen, dennoch sehr simpel. Sie ist robust verarbeitet, IP66-wetterfest und die direkte Stromversorgung bewahrt vor unvorhergesehenen Ausfällen - solange das Stromnetz problemlos funktioniert. Und mit einer entsprechenden Speicherart lassen sich Bereiche und Alarme umfassend individualisieren.

Zwar hätte ich mir neben einem Ausschalter auch noch einen Diebstahlalarm gewünscht. Doch mit den Überschreitungslinien und Aufenthaltszonen, die sich ebenfalls einrichten lassen, lässt sich das durchaus kompensieren. Außerdem wurde auch die KI-gestützte Videosuche per Update nachgereicht, durch die ich meine Aufzeichnungen gezielt nach Ereignissen durchsuchen kann. Und zu guter Letzt sehen die dank Schwarzweißnachtsicht und Flutlichtern selbst nachts wirklich gut aus. Wer also ein bisschen in die Sicherheit seines Zuhauses investieren möchte, bekommt mit der Reolink Elite Floodlight WiFi ein starkes Produkt, und mit dem Code ELITE10M bei Amazon sogar noch 10 % Rabatt darauf.

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