Intel veröffentlicht ersten Vulkan-Treiber
Intel hat den ersten Treiber für seine Produkte veröffentlicht, der die Vulkan-API unterstützt. Der praktische Nutzen hält sich derzeit für Endanwender in Grenzen und der Treiber ist vor allem an Entwickler gerichtet. Unterstützt werden zudem nur Prozessoren der sechsten Core-Generation.
Intel hat für seine aktuelleren integrierten Grafikeinheiten einen neuen Beta-Treiber bereitgestellt, der die Vulkan-API unterstützt. Nebenbei werden auch einige kleinere Fehler bei der Darstellung behoben. Das Highlight bleibt aber der Vulkan-Support.
Der steht nur für Prozessoren zur Verfügung, die der sechsten Generation von Intels Core-Architektur entspringen. Das sind im Grunde die Skylake-Modelle, die eine HD Graphics 510/515/520/530, eine Intel Iris Graphics 540/540 oder 580 Pro beherbergen. Darüber hinaus unterstützt der Treiber auch die Prozessoren aus der vierten und fünften Generation, dort aber nicht die Vulkan-API.
Der Treiber wird für Windows 7, 8 und 10 angeboten. Details gibt es bei Intel. Wahnsinnig großen Nutzen hat man derzeit vom Vulkan-Support aber nicht, da es an Spielen mangelt. Bisher gibt es vornehmlich Ankündigungen wie beispielsweise The Talos Princriple oder Serious Sam 4.
Vulkan ist die neueste Schnittstelle der auch für OpenGL verantwortlich zeichnenden Khronos Group, einem Industriekonsortium, in dem quasi alle IT-Firmen mit Rang und Namen vertreten sind, die auch nur entfernt etwas mit Grafik zu tun haben. Die Vulkan-API soll dabei OpenGL nicht beerben, sondern ergänzen, vereinheitlichen und vereinfachen und wendet sich hauptsächlich an Entwickler, die tiefgreifenderen und direkteren Zugang zur Hardware etwa für VR-Anwendungen benötigen - also etwa Studios, welche Engines zur Lizenznahme entwickeln.
In dieser Hinsicht ist Vulkan DirectX 12 also gar nicht so unähnlich und verfolgt sogar ein ähnlich effizientes Multithreading-Konzept, bei dem der Entwickler selbst festlegt - aber auch festlegen muss - wie viele CPU-Kerne er mit der Erzeugung von Command-Buffern beschäftigen will.
