Virenprüfstand: 8 Virenscanner für Vista im Test

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Kaspersky Anti-Virus 6
G-Data Antivirenkit 2007: Bild der Verkaufspackung Quelle: G-Data G-Data Antivirenkit 2007: Bild der Verkaufspackung Der Virenscanner Anti-Virus 6 von Kaspersky erkennt wie alle anderen Programme dieses Vergleichstests 100 Prozent der 2.342 weiter verbreiteten Schädlinge (ITW 12/2006). Von den über 500.000 kaum oder nicht mehr aktiven Viren werden von Anti-Virus 96 Prozent gefunden. Deutliche Schwächen zeigt die Software bei der Ad- und Spyware-Erkennung: Nur 72 Prozent der von uns getesteten unerwünschten Programme werden als solche erkannt. Elektronische Übeltäter, die sich per Laufzeitkomprimierung tarnen, findet Anti-Virus nicht immer: Nur 81 Prozent erkennt der Kaspersky-Viren­scanner. Die Archiv- und Office-Unterstützung ist hingegen sehr gut, da alle 23 Dateiarchive und eingebetteten OLE-Objekte nach Viren durchsucht werden. Der Ressourcenverbrauch ist mit 6:40 Minuten (10.000 Dateien) und damit einem Performance-Verlust von 53 Prozent verhältnismäßig hoch. Subjektiv macht sich die Ressourcenbelastung auf einem PC mit Zweikernprozessor aber nicht bemerkbar. Im Vergleich zur Vorgänger­version ist die Oberfläche des Anti-Virus 6 einfacher und intuitiver bedienbar. Die Installations-CD ist aber immer noch nicht bootfähig, es können allerdings im Hauptprogramm Rettungsmedien erstellt werden. Sehr positiv ist, dass der Virenscanner Kaspersky Anti-Virus 6 sowohl unter Windows Vista x86 als auch x64 arbeitet.

Microsoft Live Onecare
G-Data Antivirenkit 2007: Screenshot Quelle: PCGH G-Data Antivirenkit 2007: Screenshot Microsoft bietet mit der Software Windows Live Onecare nun ein eigenes Antivirusprodukt an. Das Paket beinhaltet neben dem Virenscanner auch eine Firewall und Tools zur Systemoptimierung sowie Systemwiederherstellung. Wir haben uns im Test allerdings auf die Leistung des Virenscanners beschränkt, die Zusatzfunktionen bewerten wir nicht. Die Schädlinge der ITW-Liste 12/2006 werden alle ohne Ausnahme erkannt. Von den kaum oder nicht verbreiteten Viren findet Windows Live Onecare nur 77 Prozent. Ebenfalls mager ist die Erkennungsrate von Ad- und Spyware: Es werden rund 80 Prozent der unerwünschten Programme angezeigt. Normale Dateiarchive kann Live Onecare nach Viren durchsuchen, doch selbstentpackende Archive machen der Software Probleme. Heftig kritisieren müssen wir die Erkennungsrate bei laufzeitkomprimierten Programmdateien. Diese Komprimier- und Tarntechnik wird vor allem von Internetwürmern genutzt. Im Test konnte Windows Live Onecare nur 50 Prozent der Schädlinge mit dieser Technik erkennen. Obwohl Microsoft Office aus dem gleichen Konzern kommt wie Windows Live Onecare, werden Schädlinge nicht in allen Office-Formaten entdeckt. Mit Powerpoint-Dateien kommt das Antivirusprodukt nicht zurecht. Die 10.000 Testdateien werden in 6:03 Minuten kopiert, das ist 39 Prozent länger als ohne Virenscanner.

Avast Antivirus Home Edition
Bitdefender Antivirus v10: Bild der Verkaufspackung Quelle: Bitdefender Bitdefender Antivirus v10: Bild der Verkaufspackung Alwil Software gehört zu den ersten Antivirusunternehmen, die ihre Virenscanner zu Windows Vista kompatibel gemacht haben. Zudem ist die Software Avast Home Edition für Privatanwender kostenlos und bietet ausreichenden Schutz vor Schädlingen. Sie finden den Virenscanner auch auf der Heft-DVD, den notwendigen Registrierschlüssel müssen Sie allerdings auf der Webseite von Alwil Software anfordern. Der Schlüssel wird Ihnen kostenlos per E-Mail zugesandt. Avast Home Edition erkennt Schädlinge der ITW-Liste problemlos, zudem werden alle getesteten Dateiarchive unterstützt. Zoo-Malware wird zu 93 Prozent erkannt, Ad- und Spyware zu 89 Prozent. Schwächen zeigt der Scanner bei laufzeitkomprimierten Schädlingen (44 Prozent) und bei Viren in Office-Dokumenten (18 Prozent). Zumindest in Word- und Excel-Dokumenten kann nach Schädlingen gesucht werden. Die Systembelastung von Avast Home Edition ist gering, das Kopieren von 10.000 Dateien (1,9 GByte) dauert 5 Minuten. Gegenüber einem System ohne Virenscanner ist das eine Verschlechterung von nur 15 Prozent. Damit benötigt Avast Home Edition neben Panda Antivirus 2007 die wenigsten Ressourcen im Testfeld. Avast Home Edition eignet sich für Windows Vista x86 und x64.

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