Nvidia spricht Klartext: GPUs haben keine Hintertüren, keine Kill-Switches, keine Spyware
In einem neuen Blogpost versichert Nvidia, dass die Chips des Unternehmens keine Mechanismen zur Fremdsteuerung oder Deaktivierung enthalten, nachdem chinesische Behörden dahin gehend Befürchtungen geäußert hatten.
Aktuell muss sich der erfolgreiche Chipriese gegen Anschuldigungen aus China rechtfertigen. Behörden aus dem Land der Mitte äußerten die Befürchtung, dass Nvidias KI-GPUs für Rechenzentren Hintertüren oder Kill Switches in der Hardware verbaut haben, sodass die GPUs aus der Ferne gesteuert oder deaktiviert werden könnten (Reuters berichtete). Nvidias Chief Security Officer David Reber Jr. weist diese Vorwürfe zurück und spricht im hauseigenen Blog über die Design-Philosophie der Nvidia-GPUs.
Nvidia distanziert sich klar von Hardware-Hintertüren
Experten und Politiker sollen laut Reber immer wieder vorschlagen, Kill Switches und integrierte Steuerungen von außen für GPUs vorzuschreiben - um das Missbrauchsrisiko zu minimieren. Solche Maßnahmen setze Nvidia nicht um, denn David Reber stellt klar: "Nvidia-Chips enthalten keine Hintertüren. Keine Kill-Switches. Keine Spyware. So werden vertrauenswürdige Systeme nicht aufgebaut - und das wird auch nie der Fall sein."
Der Einbau von Hintertüren und Notausschaltern wäre ein Geschenk für Hacker und andere Angreifer. "Es gibt keine 'guten' geheimen Hintertüren - nur gefährliche Schwachstellen, die es zu beseitigen gilt", sagt der Sicherheitschef bei Nvidia und nennt dabei Spectre und Meltdown, die CPUs heimsuchten, als Beispiel. David Reber verweist weiterhin auf ein historisches Beispiel, bei dem integrierte Hintertüren zum Problem wurden: Das "Clipper-Chip-Debakel".
Der Clipper-Chip der NSA bot ein Verschlüsselungssystem, Escrowed Encryption Standard, auf das US-Behörden aus der Ferne Zugriff hatten. Sicherheitsforscher entdeckten beim Clipper-Chip aber grundlegende Schwachstellen im System, weshalb David Reber abermals betont: "Kill-Switches und integrierte Hintertüren erzeugen einzelne Fehlerquellen und verstoßen gegen die Grundprinzipien der Cybersicherheit."
GPU-Nutzer sollten vielmehr mit optionalen Softwarefunktionen bereichert, als mit Hardware-Hintertüren bedroht werden. Nvidia unterstützt laut Reber seit jeher offene, transparente Software, die Kunden dabei helfe, das Beste aus ihren GPU-basierten Systemen herauszuholen. Dazu zählen etwa Diagnose, Leistungsüberwachung, Fehlerberichterstattung und zeitnahe Patches. Letztlich legt sich David Reber darauf fest, dass Notausschalter für Chips keine vernünftige Politik souveräner Nationen darstellen können und die Schwächung kritischer Infrastruktur begünstigen.
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Quelle: Nvidia

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