IT-Sicherheit: Warum die Internetadresse fritz.box außerhalb des Heimnetzes dubios ist

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Quelle: AVM

Fritzbox-Benutzer sollten in Zukunft vorsichtig sein, wenn sie die Domain "fritz.box" verwenden, um die Oberfläche der Fritzbox aufzurufen. Denn außerhalb des heimischen Netzwerks taucht seit kurzem eine dubiose NFT-Werbeseite auf.

Fritzbox-Anwender nutzen für die Konfiguration ihres Routers häufig die Domain "fritz.box", die bereits seit mehreren Fritzbox-Generationen für den Aufruf der Konfigurationsoberfläche verwendet wird. Doch seit über einer Woche haben sich Unbekannte die Internetadresse fritz.box gesichert. Wer sich nicht im heimischen Kabel- oder WLAN-Netzwerk befindet, sieht nun beim Aufruf dieser Domain statt des Login-Bildschirms für die Fritzbox-Einstellungen eine NFT-Werbeseite.

Denn außerhalb des Heimnetzes wird aus der Adresse fritz.box eine reguläre Internetadresse, die sich der Hersteller der Fritzbox offenbar nicht selbst gesichert hat. Stattdessen erscheint eine Werbeseite für Non-Fungible Tokens, kurz NFTs. Dabei ist die Domain fritz.box nur eine von mehreren Adressen, die sich die unbekannten Betreiber der NFT-Galerie-Seite gesichert haben. Auch die Domain o2.box, die von O2-Routern zum Aufruf der Konfigurationsoberfläche verwendet wird, findet sich neben anderen Webadressen auf der NFT-Werbeseite.

IP-Adresse statt Domainnamen verwenden

Statt fritz.box in die Adresszeile des Browsers einzugeben, empfiehlt es sich daher, die lokale IP-Adresse des Fritzbox-Webinterfaces zu verwenden. Standardmäßig sind dies die IP-Adressen 192.168.178.1 oder 169.254.1.1, die entsprechend nicht ins Internet geroutet werden. Wer bei der Eingabe von "fritz.box" in die Adresszeile des Browsers bleiben möchte, sollte immer prüfen, ob aktuell eine WLAN- oder LAN-Verbindung zum eigenen Heimnetzwerk besteht.

Der Fritzbox-Hersteller AVM erklärt in einer Stellungnahme gegenüber heise security, "dass man sich seiner Verantwortung bewusst sei und den Vorgang genau beobachte". Welche Maßnahmen das Berliner Unternehmen AVM ergreifen wird oder bereits ergriffen hat, um die Problematik der Verwendung der Internet-URL "fritz.box" durch eine NFT-Werbeseite zu entschärfen, ist derzeit jedoch nicht bekannt.

Quelle: Heise via Golem

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    • Kommentare (28)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von RyzA Flüssigstickstoff-Guru (m/w)
        Zitat von Olstyle
        Beim Smartphone weißt du nicht immer direkt in du im Heimnetz bist, braucht ja nur das WLAN aus oder gestört zu sein schon schiebt sich der Mobilfunk dazwischen.
        Ich gehe in das Router Setup nur vom PC aus.
      • Von RyzA Flüssigstickstoff-Guru (m/w)
        Zitat von Olstyle
        Beim Smartphone weißt du nicht immer direkt in du im Heimnetz bist, braucht ja nur das WLAN aus oder gestört zu sein schon schiebt sich der Mobilfunk dazwischen.
        Ich gehe in das Router Setup nur vom PC aus.
      • Von Olstyle Trockeneisprofi (m/w)
        Zitat von RyzA
        Verstehe ich nicht. Warum sollte ich ausserhalb des Heimnetzes die Fritzbox Seite aufrufen wollen?
        Wenn dann konfiguriere ich den Router lokal.
        Beim Smartphone weißt du nicht immer direkt ob du im Heimnetz bist, braucht ja nur das WLAN aus oder gestört zu sein schon schiebt sich der Mobilfunk dazwischen.
        Zitat von empy
        Es gibt ja mitunter auch gute Gründe, einen alternativen DNS-Server zu nutzen. Bei Fritzboxen scheint standardmäßig der des Providers verwendet zu werden und die sind manchmal nicht ganz sauber.
        Die kann man aber in der Fritzbox umstellen, so dass die nach unten wieder selbst erster Hop zum DNS ist. So bekommt man wesentlich einfacher alternative DNS wie auch ein Pihole an IOT Geräte, Smartphones, etc. gereicht.
      • Von Astorek86 Freizeitschrauber(in)
        Zitat von wurstkuchen
        Ist das ein Fall wo eine Fritzbox genutzt wird!? NEIN.
        Spielt keine Rolle. Ich wollte dir nur bei der Pauschalaussage ein paar Gründe nennen, warum das nicht für jeden gilt. Wenn du das nicht willst, dann mach keine falschen Pauschalaussagen. DU kannst dir deine 20 IP-Adressen merken...
      • Von empy Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von wurstkuchen
        Ich glaub du solltest noch mal zurück gehn und noch mal lesen was ich geschrieben habe, denn die Antwort ergibt keinen Sinn darauf.
        Du hast geschrieben, dass man in LANs keine Domains nutzen soll. Ich habe geschrieben, dass das so pauschal nicht stimmt. Dann hast du mit Fritzboxen angefangen. Man kann auch Domains im LAN nutzen, ohne dass eine Fritzbox daran beteiligt ist.
      • Von wurstkuchen BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von empy
        Du hast von Domains im LAN allgemein gesprochen und auch 20 Geräte ist nicht, was ich mit größer meinte.
        Ich glaub du solltest noch mal zurück gehn und noch mal lesen was ich geschrieben habe, denn die Antwort ergibt keinen Sinn darauf.
        Zitat von Astorek86
        Wenn du alltäglich mit unterschiedlichen Netzwerken arbeitest, erschlägst du irgendwann alles über Lesezeichen und/oder DNS-Namen.
        Ist das ein Fall wo eine Fritzbox genutzt wird!? NEIN.
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