Shadow of the Tomb Raider: Lara völlig ungehemmt - E3-Vorschau

Kein Schatten ihrer selbst: Shadow of the Tomb Raider bildet den Abschluss des dreiteiligen Lara-Croft-Reboots, der erzählt, wie ein ängstliches Mädchen zur kernigen Abenteurerin wird. Wie kernig es dabei zuging, erfuhren wir auf der E3 2018 in Los Angeles.

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Shadow of the Tomb Raider: Lara völlig ungehemmt - E3-Vorschau
Quelle: Square Enix

Rund 22 Jahre nach dem allerersten Tomb Raider von Core Design macht sich Lara Croft startklar, um in Shadow of the Tomb Raider ins Abenteuer zu starten. Anders als die zwei Vorgänger wird der neueste Teil nicht mehr bei Crystal Dynamics entwickelt - die Kalifornier haben nur noch eine Beraterfunktion. Stattdessen hält Eidos Montreal das Heft in der Hand.

Doch keine Sorge: Auch die Kanadier verstehen etwas von Action-Adventures, schließlich entstanden dort auch die zwei neuen Deus-Ex-Titel. Wir sahen uns bei Publisher Square Enix zunächst eine Demo des Spiels an. Etwas später durften wir bei Nvidia die PC-Version in schmucker 4K-Auflösung auf einer GTX 1080 Ti anspielen.

Auf nach Peru!

Los geht unser Ausflug mit Lara in Paititi - der verlorenen Zuflucht der Inka. Hier sind wir in Landestracht auf dem Markt unterwegs, wo wir Teile für unsere Ausrüstung und Kleidung kaufen und dann zusammensetzen können. So wir denn unterwegs genug Gold gefunden haben, denn Kreditkarten trauen die Inka nicht über den Weg.

Paititi ist die bisher größte Stadt eines Tomb-Raider-Spiels: Dreimal so groß wie die größte des Vorgängers soll sie sein. Hand- und Textilwerker, Priester und Händler - alle beanspruchen einen Teil der sonnendurchfluteten Zuflucht. Hier kann Lara mit entsprechenden Sprachkenntnissen uralte Inschriften entziffern, mit der richtigen Kleidung einen Tempel betreten und jede Menge Nebenmissionen erledigen.

Grabmal gesucht

Wir sind allerdings auf der Suche nach einem Herausforderungs-Grabmal in der Nähe, also verlassen wir die Stadt durch einen Korridor, der in einem Jagdgebiet mündet. Allerdings sind diese Grabmäler äußerst gut versteckt. Wir klettern an einem Baum neben einem Wasserfall hinauf, weil uns daran verdächtige Markierungen aufgefallen sind. "Ihr könnt die Darstellung der Markierungen auch abschalten", erklärt uns ein Mitarbeiter von Eidos Montreal - wer es schwierig mag, kann es schwierig haben.

Der Wasserfall führt uns schließlich zu einer alten Krypta mit allerlei Fallen und einem schmalen Durchgang, den wir nur seitlich passieren können. Er mündet in einem kavernenartigen Halle, ihrerseits deutlich größer als im Vorgänger, wie unser Reiseführer aus Montreal betont.

Schwimmen wie ein Fisch

Auf der Suche nach dem Grabmal springen wir ins Wasser und schwimmen an Aalen, Piranhas und Fallen vorbei. "Unsere Spieler haben uns geradezu gelöchert, wann Lara endlich unter Wasser schwimmen kann", so der Eidos-Montreal-Mann. Lara besitzt wie Tarzan schier unerschöpfliche Luftvorräte, kann aber zwischendurch an Luftblasen auftanken, die sich im Wasser befinden. Schließlich sind wir im Herausforderungs-Grabmal angekommen - einem alten Inka-Stützpunkt.

In einem ähnlichen steuern wir Lara wenige Stunden später selbst. Wir schwimmen einmal mehr in eine Höhle mit uralten Tempelbauten, die es zu erklimmen gilt. Das machen wir, indem wir von einer riesigen Glocke zur nächsten springen, die an Seilen in der Höhle baumeln. Da wir die PC-Fassung spielen, müssen wir mit der Tastatur vorlieb nehmen - was teilweise zu wilder Fingerakrobatik führt.

Akrobatische Rätseleinlagen

Wir ducken uns unter Speer- und Messerfallen weg, springen über Stolperdrähte und nutzen unseren Bogen, um alte Bergwerksloren mit ebenso alten Seilwinden zu verbinden. Damit gelingt es uns, bis unter die Decke der Höhle zu springen und uns von dort nach einem waghalsigen Sprung über eine Plattform zu hangeln und uns dann - neu! - nach unten abzuseilen. Dort finden wir einen seltenen Dolch, den wir nach kurzer Bedenkzeit wie weiland Indiana Jones einstecken. Das soll zu weiteren Komplikationen führen...

Etwas später müssen wir ein feindliches Camp unsicher machen - aber am besten aus der Deckung, denn gegen mehrere bewaffnete Schergen sind wir und unsere Tastatur etwas hilflos. Zwar gelingt es uns, ein paar Gauner aus dem Weg zu locken, indem wir sie mit weggeworfenen leeren Glasflaschen ablenken, doch so ganz will uns das Durchqueren des Lagers nicht gelingen. Gut, dass wir das früher am Tag so ähnlich vorgeführt bekommen haben.

Messerstiche und Explosionen

Am Vormittag wurden wir nämlich Zeuge, wie Lara einen Giftpfeil auf einen Bösewicht schoss. Der drehte daraufhin durch und ballerte wild durch die Gegend, bevor er tot zusammenbrach. In einer anderen Sequenz schlich sich Fräulein Croft erfolgreicher als wir an diverse Ganoven an und ließ sie ihr Messer spüren. Andere belauschte sie, um einen Zugangscode zu erhalten.

Unser letzter Stopp ist eine Raffinerie, in der ein wahres Chaos ausbricht: heraneilende Panzerwagen, laute Explosionen, brennende Gerüste - wir mittendrin. Vor lauter Adrenalin scheint Lara nicht zu spüren, dass die Metallgerüste durch die Flammen eigentlich kochend heiß sein müssten. Dass über ihr ein Hubschrauber schwebt, hält sie auch nicht davon ab, weiter nach oben zu klettern. Schließlich geht ein Griff ins Leere: Wir stürzen ab und landen in einem Wasserbecken, aus dem wir nach kurzer Bedenkzeit auftauchen, um einen fliehenden Schergen am Boden festzunageln und abzustechen.

Bildergalerie

Fazit: Shadow of the Tomb Raider

Shadow of the Tomb Raider will erzählen, wie Lara Croft zu der Grabräuberin wird, die wir seit 1996 kennen. Atmosphärisch klappt der Mix aus Grabmälern und Großstadt prima. Gleichzeitig ist das Spiel das brutalste der Lara-Neuzeit. Machte sich unsere Heldin in Tomb Raider vor fünf Jahren noch fast Selbstvorwürfe, wenn sie ein sie angreifendes Raubtier meuchelte, sticht, schießt und würgt sie im aktuellen Teil mit lässiger Selbstverständlichkeit.

Doch Kämpfe sind nicht alles - Erkundungsausflüge, Puzzle und Nebenmissionen versöhnen Abenteurer mit einer etwas düstereren Lara. Auch grafisch legt Eidos Montreal die Messlatte noch ein Stückchen höher. Nur eins würden wir Ihnen ans Herz legen, wenn sie mit dem Kauf des Spiels liebäugeln: Besorgen Sie sich ein Gamepad, damit Sie keine Knoten in den Fingern bekommen.

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    • Kommentare (23)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von ak1504 BIOS-Overclocker(in)
        AW: Shadow of the Tomb Raider: Lara völlig ungehemmt - E3-Preview

        Steht da jemand auf alt und abgeranzt ?
      • Von ak1504 BIOS-Overclocker(in)
        AW: Shadow of the Tomb Raider: Lara völlig ungehemmt - E3-Preview

        Steht da jemand auf alt und abgeranzt ?
      • Von bynemesis Software-Overclocker(in)
        AW: Shadow of the Tomb Raider: Lara völlig ungehemmt - E3-Preview

        ist die Lara im neuen Teil somit "älter" ?
        dieses junge ding aus den 2 anderen reboot teilen fand ich ziemlich lame.
      • Von Lexx Lötkolbengott/-göttin
        AW: Shadow of the Tomb Raider: Lara völlig ungehemmt - E3-Preview

        Zitat von sauerlandboy79
        Bin so heiss drauf wie ein Schnitzel.
        Jetzt wird es eindeutig konkret "schlüpfrig".

        Du zitierst einen Wiener!
      • Von Don Dogma Komplett-PC-Aufrüster(in)
        AW: Shadow of the Tomb Raider: Lara völlig ungehemmt - E3-Preview

        Tja ich bin auch drauf reingefallen.
        Und gemerkt hab ich mir nur, dass sie tauchen kann wie ein Fisch.
      • Von BxBender Volt-Modder(in)
        AW: Shadow of the Tomb Raider: Lara völlig ungehemmt - E3-Preview

        Also bei dem Thementitel kann man auch unter falschen Vorstellungen drauf klicken ^^
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