Saugroboter: Funktionen und Navigation
Quelle: Eufy/ Roborock/ Ecovacs
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Saugroboter: Funktionen und Navigation

Special Veronika Maucher Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen

Wie funktioniert ein Saugroboter und wie navigiert er? Wir erklären die wichtigsten Fragen zum Thema Saugroboter.

Wie funktioniert ein Saugroboter?

Der Sinn eines Roboters im Allgemeinen ist, dass er dem Nutzer möglichst viel Arbeit abnimmt, dadurch Zeit spart und dabei möglichst wenig Betreuungs- oder Wartungsaufwand generiert. Diesem Ziel kommt ein moderner Saugroboter schon sehr nahe. Wenn richtig konfiguriert, saugt der kleine Helfer automatisch zu bestimmten Uhrzeiten in festgelegten Räumen oder der ganzen Wohnung und fährt nach getaner Arbeit selbstständig zur Ladestation zurück, um seinen Akku aufzuladen.

Für die Reinigung sind hierzu stets eine Haupt- und ein bis zwei Seitenbürsten verbaut. Über diese Bürsten wird Schmutz ins Innere des Saugroboters und den dortigen Staubbehälter transportiert. Saugroboter mit Wischfunktion verfügen außerdem noch über eine Wischeinheit (mehr dazu lesen Sie im Abschnitt zu Wischfunktion.

Bei einfachen oder günstigen Modellen ohne Selbstentleerungsstation muss der Staubbehälter aus dem Saugroboter regelmäßig manuell entleert werden. Bei solchen Modellen befindet sich oft auch ein manuell zu befüllender Wassertank am Roboter. Mittel- oder hochpreisige Modelle verfügen über eine Station, welche mindestens den Staub in einen Staubbeutel absaugt, der dann alle drei bis vier Monate gewechselt werden muss. Zudem befinden sich in der Station oftmals auch ein Frisch- und ein Schmutzwassertank.

Bei Modellen ohne Absaugstation entleert man den Staubbehälter manuell. Quelle: PCGH-Ratgeber Bei Modellen ohne Absaugstation entleert man den Staubbehälter manuell. Der Saug- und Wischroboter wird damit automatisch befüllt, entleert und oft werden auch die Wischmops eigenständig gewaschen und getrocknet. Viele Oberklasse-Modelle gibt es auch mit einer selbstbefüllenden Station. Das heißt, es gibt keine Wassertanks, sondern die Station wird direkt an Wasserzu- und Ablauf (wie bei einer Waschmaschine) angeschlossen.

Damit der Saugroboter seinen Weg durch Ihre Wohnung findet, sind in der Regel eine Laser-Navigationseinheit sowie eine Kamera zur Erkennung von Gegenständen und Lebewesen verbaut. Dazu kommen dann noch verschiedene Softwareprogramme, die mit Hilfe von KI Räume, Schmutz und sinnvolle Reinigungsstrategien erkennen können. Bei sehr günstigen Modellen fehlt das alles in der Regel, die navigieren mit Infrarot.

Wir haben auch verschiedene Arten von Akkusaugern mit und ohne Wischfunktion für Sie getestet:

Über welche Navigationsarten verfügen Saugroboter?

Laser und Kamera sind die derzeit gängigsten Navigationsarten von Saugrobotern. Der Laser sitzt meist oben am Saugroboter-Gehäuse und misst mittels Lichtstrahl die Distanz zum nächsten Hindernis. Das funktioniert in aller Regel sehr präzise. Saugroboter mit Lasersensoren sind höher gebaut, sie kommen daher nicht so gut unter flache Möbel, etwa unters Bett. Jedoch verbauen erste Hersteller nun einfahrbare Laser-Türme oder setzen auf neue Systeme, die mittels Kamera/Laser in der Front und an der Seite bzw. hinten arbeiten.

Viele Modelle verfügen über ein Frontlicht, sodass die Kamera auch unter dem Bett oder in dunklen Räumen den Durchblick behält. Quelle: PCGH-Ratgeber Viele Modelle verfügen über ein Frontlicht, sodass die Kamera auch unter dem Bett oder in dunklen Räumen den Durchblick behält.

Eine gute Ergänzung zum Laser ist eine Kamera. In Verbindung mit einer Software werden hierüber Hindernisse wie Regale, Bettpfosten oder Bilder an der Wand erkannt, was die Navigation optimiert. Nachteilig wirkt sich allerdings eine dunkle Umgebung aus, da hierdurch die Objekterkennung deutlich ungenauer wird. Dies gilt es zu beachten, wenn Sie Ihren Saugroboter eher morgens oder abends arbeiten lasst und nicht anwesend sein möchtet. Gerade in Wintermonaten herrschen ein Großteil des Tages mäßige Lichtverhältnisse, die der Saugroboter-Kamera die Arbeit erschweren. Neuere Saugroboter verfügen deswegen über eine Lampe, mit der sie sich den Weg leuchten. Fotos hierzu finden Sie in unserem Testbericht zum Roborock S8 MaxV Ultra.

Infrarot-Sensoren sind nur noch in sehr günstigen Einsteiger-Saugrobotern verbaut. Die Präzision der Navigation kann im Vergleich zu den anderen Navigationsarten nicht mithalten. Diese Roboter neigen dazu, sich zu verfahren, stoßen gerne gegen Wände und Möbel. Sie sind eher für Personen geeignet, die in einer kleinen Wohnung einfach ein bisschen Hilfe für kleines Geld suchen.

Immer mehr Hersteller schwenken dazu über, mehrere verschiedene Navigationsarten in ihren Saugrobotern zu verwenden, um die Navigation zuverlässiger zu gestalten. Schließlich bringt die beste Saugleistung nichts, wenn der Saugroboter Stellen auslässt.

Kann mein Saugroboter die Treppe hinabstürzen?

Inzwischen verfügen aber alle Staubsauger-Roboter über spezielle Absturzsensoren, die eine unfreiwillige Fahrt nach unten verhindern. Und dennoch würden wir Ihnen gerade bei günstigeren Modellen empfehlen, ein kleines Hindernis vor der ersten Treppenstufe zu platzieren - sicher ist sicher.

Genügt die Saugleistung eines Saugroboters für alle Ansprüche?

Die Saugleistung eines Saugroboters kann nicht mit der maximalen Power eines herkömmlichen Staubsaugers mithalten - aus Konstruktionsgründen. Beim Testen verschiedener Saugroboter stellt man allerdings schnell fest, dass die 700+ Watt eines Standard-Staubsaugers meistens gar nicht benötigt werden. Wer hauptsächlich glatte Böden saugt, der wird in aller Regel mit der Saugleistung eines Saugroboters auskommen.

Haushalte mit tiefen Teppichen oder Haustieren sollten zu einem Saugroboter greifen, der entsprechend dafür konstruiert wurde. Unter anderem verfügen derartige Saugroboter über spezielle Tierhaarbürsten, die Böden von Fellresten und Katzenstreu befreien.

Welche Rolle spielt die Betriebsdauer eines Saugroboters?

Die Betriebsdauer der besten Saugroboter variiert derzeit zwischen 180 und 260 Minuten. Die Angaben beziehen sich jedoch nicht auf die Betriebsdauer in der höchsten Saugstufe, sondern informieren darüber, wie lange der Roboter auf niedrigster Stufe mit voller Akkuladung saugen kann.

Unsere Erfahrung zeigt, dass Saugroboter ab einer Betriebsdauer von 120 Minuten aufgrund der mittlerweile hohen Effizienz dieser Geräte, eine Wohnung von circa 100 Quadratmetern Grundfläche auf einen Schwung schaffen können. Wer sicher gehen möchte oder ein größeres Zuhause hat, der sollte sich an Modelle mit 180 oder mehr Minuten halten.

Die günstigeren Saugroboter mit weniger als 100 Minuten Ausdauer sind für kleinere Wohnungen oder Nutzer geeignet, die nur gelegentlich einzelne Zimmer reinigen lassen wollen.

Abgesehen davon: Moderne Roboter fahren im Zweifelsfall eine Weile in die Ladestation, holen sich frische Akkuladung und setzen ihre Arbeit danach einfach fort.

Ist eine App-Steuerung des Saugroboters sinnvoll?

Die meisten Saugroboter verfügen über eine App-Steuerung. Hierüber lassen sich unter anderem Zeitpläne zur Reinigung programmieren, die Reinigungswege des Saugroboters (nach)verfolgen oder bestimmte Räume vom Reinigungsvorgang ausschließen. Dadurch lässt sich die Arbeit des Saugroboters optimal an die eigenen Bedürfnisse anpassen und die Effizienz erhöhen. Dazu muss man sich allerdings mit der App auseinandersetzen und etwas Zeit investieren.

Saugroboter ohne App-Steuerung verfügen in aller Regel über eine Fernbedienung, über die sich die wichtigsten Funktionen steuern lassen. Wer möglichst wenig Zeit und Geld investieren möchte, kann auf eine App-Steuerung verzichten. Um das volle Potenzial eines Saugroboters nutzen zu können, ist eine Steuerung per Smartphone-App jedoch zu empfehlen. Wenn Sie den Saugroboter in ein Smarthome-System, wie beispielsweise Amazons Alexa, einbinden wollen, sollten Sie darauf achten, dass er damit kompatibel ist.

Saugroboter mit rotierenden Mops oder einer Wischwalze haben einen stärkeren Reinigungseffekt. Quelle: PCGH-Ratgeber Saugroboter mit rotierenden Mops oder einer Wischwalze haben einen stärkeren Reinigungseffekt. Saugroboter mit Vibrationsplatte wischen nicht ganz so gründlich und eignen sich weniger für Haushalte mit höherem Schmutz-Aufkommen. Quelle: PCGH-Ratgeber Saugroboter mit Vibrationsplatte wischen nicht ganz so gründlich und eignen sich weniger für Haushalte mit höherem Schmutz-Aufkommen.

Saugroboter kaufen: Worauf muss ich achten?

Uns wird sehr oft die Frage gestellt, welcher Saugroboter denn der beste sei. Die Antwort darauf ist: Es kommt drauf an. Haben Sie ein Haus mit mehreren Etagen? Haben Sie Kinder und/oder Haustiere? Welche Art von Böden haben Sie? Wer mit zwei Kindern und einem Hund in einem Haus wohnt, für den ist ein anderes Gerät das beste, als für einen Ein-Personen-Haushalt auf 54 m². Hier ein paar Anregungen, worauf Sie achten wollen könnten:

Größe der Wohnung

Die Notwendigkeit eines Saugroboters steigt mit der Größe der Wohnung. Ein Loft mit 100 Quadratmetern oder ein mehrstöckiges Haus saugt man nicht mal eben in zehn Minuten. Je größer der Haushalt, desto wichtiger ist auch die Navigation des Saugroboters. Damit auch wirklich nahezu alle Bereiche der Wohnung gesaugt werden, bedarf es guter Laser- oder Kamera-Sensoren, über die vor allem Modelle jenseits der 300-Euro-Marke verfügen. Aber auch günstigere Roboter erfüllen ihren Zweck, sofern sie weniger Fläche zu reinigen haben.

Haustiere

Haustierbesitzer haben besondere Ansprüche an einen Saugroboter, denn Tierhaare sind deutlich schwerer aufzusaugen als Staubkörner. Die Fellreste binden sich an Textilien oder wickeln sich um Bürstenwalzen. Achten Sie also darauf, dass es ein Modell mit Anti-Verheddern-Technologie ist. Ganz neu sind außerdem Saugroboter, bei denen in der Station etwaige Haare aus der Bürste herausgeschnitten werden. Zusätzlich bieten viele Modelle einen "Haustiermodus". Der achtet darauf, Tierexkremente zu umfahren statt sie zu verteilen. Außerdem wird er sich dem Tier vorsichtiger nähern.

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