Xeon E5-2687W: Zwei Sandy-Bridge-Achtkerner neu im Testlabor
Neu im Testlabor: Intels aktuelles Workstation-Flaggschiff, der Xeon E5-2687W, im Doppelpack. Die beiden Xeons basieren auf der Sandy-Bridge-Architektur und werfen acht Kerne mit 3,1 GHz Basistakt in die Waagschale.
Im Rahmen der Cebit stellte Intel Monate nach dem Core i7-3960X und dem Core i7-3930K sowie Core i7-3820 für den Desktop endlich die Xeon-E5-Serie vor. Die Modelle der E5-1600-Reihe entsprechen hierbei praktisch den Core i7-3x00 für normale Rechner und passen ebenfalls in den Sockel 2011. Die E5-2600, Codename Sandy Bridge EP, laufen natürlich ebenfalls in Single-Sockel-Rechnern, ihre eigentliche Bestimmung aber sind Workstations mit zwei CPUs. Das Flaggschiff ist trotz der Namensgebung der Xeon E5-2687W.
Dieser ist ein Sandy Bridge EP im Vollausbau, also acht Kerne inklusive SMT für 16 Threads - hinzu kommen wuchtige 20 MiByte L3-Cache und das bekannte Quadchannel-Speicherinterface samt einer offiziellen Unterstützung von DDR3-1600. Die Basisfrequenz liegt bei 3,1 GHz und kann per Turboboost auf bis zu 3,8 GHz angehoben werden (all core turbo sind 3,4 GHz); die TDP beträgt 150 Watt. Unsere beiden Samples mit der Spec-Nummer SR0KG sind im C2-Stepping gefertigt und verfügen daher über VT-d (es existieren auch C1-Chips ohne). Nach einem UEFI-Update laufen die SNB-EP auf den meisten Desktop-Platinen, so auch auf dem von uns genutzten MSI X79A-GD65.
Der offizielle Listenpreis seitens Intel für einen Xeon E5-2687W beläuft sich auf 1.885 USD, der PCGH-Preisvergleich führt die CPU ab gut 1.600 Euro. Ob die Xeons für Anwender oder gar Gaming-Enthusiasten mit dem entsprechenden "Kleingeld" einen Blick wert sind, testen wir in der kommenden PCGH 05/2012, welche nächste Woche in Produktion geht - sollten Sie Testwünsche haben, äußern Sie diese also schnell ;-)

Es gibt ja auch Spekulationen, wonach nVidia den GK 110 zuerst in Quadro und Teslakarten rausbringt- wenn sich in Folge eine Quadro Karte als schnellste Single GPU GraKa erweisen sollte, dann sollte sie auch die Benchmarkliste anführen, auch wenn sie 5000€ oder 6000€ kostet und vom Hersteller nie für den Desktopeinsatz vorgesehen war.
AMDs Magny Cours und Interlagos Opterons sowie auch Intels Westmere-EX können zwar mit vielen Kernen punkten, aufgrund ihres geringen Taktes (der sich zudem auf keinem verfügbaren Board durch OC ausgleichen lässt) sind sie in der Desktoppraxis gewöhnlichen High-End CPUs dennoch unterlegen; daher sollten sie auch nicht aufgenommen werden; das gilt jedoch nicht für den Xeon E5-2687W, der auch beim Takt zumindest fast mit den Core i7 Sandy Bridge-Es mithalten kann
Außerdem sind diese CPUs dem Xeon E5-2687W so oder so in den meisten, sowohl synthetischen als auch Praxisorientierten Benchmarks kar unterlegen.
Ich würde den 8kerner mit reinnehmen, da er für Sockel 2011 gebaut ist und es noch kein Desktoppendant gibt. Wenn intel einen 8kerner für 2011 für den Desktopbetrieb rausbringt, ersetzt er den XEON in dieser Liste. Der Preis darf dabei keine Rolle spielen, sonst hätte man niemals die 1000 Euro EEs von Intel reinnehmen dürfen. Wo zieht man den solch eine finanzielle Grenze?
MfG