Neues Spielprinzip, veraltete Technik - Sacred 3 im Technik-Test mit Grafikkarten-Benchmarks
Sacred 3 ist kein Action-Rollenspiel mehr. Es spielt sich wie ein altes Arcade-Prügelspiel, die in der Blüte ihrer Zeit als Brawler bekannt waren. Das muss nichts Schlechtes sein, wird wohl aber einige langjährige Fans der Serie verärgern. Technisch wirkt der DX-9-Titel angestaubt, läuft dafür aber auch auf schwächeren Systemen.
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Quelle: Deepsilver / Keen Games
Sacred 3 im Technik-Test mit Benchmarks (2)
Bis auf die Perspektive, das Fantasy-Setting und den leicht albernen Humor hat Sacred 3 kaum mehr etwas mit den Vorgängern zu tun. Die offene Welt wurde ebenso abgeschafft wie das Rollenspiel, ein paar winzige Alibi-Elemente ausgenommen. Stattdessen steuern wir die Spielfigur direkt durch einzelne Levels, verkloppen per Buttonmashing allerlei Fantasy-Kreaturen und weichen mit geschickt getimten Rollen deren Angriffen aus.
Sacred 3 - Die Technik
Technisch wirkt Sacred 3 wie aus einer vergangenen Zeit. Die Texturen sind niedrig aufgelöst und bedecken eine ausgesprochen polygonarme Levelarchitektur. Für ein aktuelles PC-Spiel ist die Grafik streng genommen etwas mau. Dafür läuft das Spiel aber auch auf schwächeren Systemen ausgesprochen gut - selbst wenn auf dem Bildschirm die Hölle los ist und ein Effektfeuerwerk das nächste jagt. Die Effekte und die Beleuchtung sind dann auch das optische Highlight von Sacred 3. Moderne Grafik-Features wie etwa Ambient Occlusion fehlen dabei allerdings komplett - ebenso wie eine vernünftige Kantenglättung, die DX9-Engine von Sacred 3 nutzt ein Post-FX-AA.
Wer also grafisch ein ähnlich aufwendiges Spiel wie Sacred 2 zu seiner Zeit erwartet, das immerhin "Elite"-Texturen und später sogar mit einem Physx-Patch aufgemöbelt wurde, dürfte wohl enttäuscht werden. Tatsächlich bleibt der dritte Teil optisch sogar hinter dem Vorgänger zurück - und der stammt wohlgemerkt aus dem Jahre 2008.
Sacred 3 - Die Benchmarks
Für unsere Benchmarks nutzen wir auf vielfachen Wunsch übertaktete Herstellermodelle, da die wenigsten unserer Hardware-affinen Leser auf solcherlei Modelle setzen und übertaktete Grafikkarten verwenden. Eine Ausnahme bilden dieses Mal eine Geforce GTX 260 und eine Radeon HD 5750. Diese GPUs sind Referenzmodelle und demonstrieren, dass Sacred 3 keine hohen Ansprüche an die Hardware stellt. Denn selbst mit diesen schon sehr alten Grafikkarten läuft das Spiel flüssig. Die restlichen Custom-Modelle können ihren Boost voll ausnutzen. Die Taktraten und das prozentuale OC gegenüber dem Referenz-Modell können sie der Tabelle entnehmen.
| Grafikkartenmodell | Taktraten im Benchmark | Referenzwerte (inkl. Boost) | Prozentuales OC |
|---|---|---|---|
| Gainward GTX 780 Ti Phantom | ~1.111/3.500 MHz | 928/3.500 MHz | +20/+0 % |
| Gigabyte GTX 770 Windforce 3x OC | ~1.241/3.506 MHz | 1.084/3.506 MHz | +14/+0 % |
| MSI GTX 750 Ti Gaming | ~1.215/2.700 MHz | 1.085/2.700 MHz | +12/0 % |
| Asus GTX 760 Direct CU II OC | ~1.150/3.004 MHz | 1.033/3.004 MHz | +11/+0 % |
| Geforce GTX 260 | 576/999 MHz | 576/999 MHz | 0 % |
| Asus R9 270X DC2 TOP | ~1.120/2.800 MHz | 1.050/2.800 MHz | +7/+0 % |
| Powercolor PCS+ R9 290X | ~1.040/2.500 MHz | 1.000/2.500 MHz | +4/+0 % |
| MSI Radeon R9 280X Gaming | ~1.030/3.000 MHz | 1.000/3.000 MHz | +3/+0 % |
| HIS R7 260X iPower IceQ X² | ~1.100/3.250 MHz | 1.100/3.250 MHz | 0 % |
| Radeon HD 5750 | 700/2.300 MHz | 700/2.300 MHz | 0 % |
Die stärkeren Karten werden in Full-HD von unserer auf 4,6 GHz taktenden CPU ausgebremst, wie auch die Benchmarks in 720p zeigen. Interessant: Dieses Mal liegt die R9 290X vor der GTX 780 Ti, in letzter Zeit haben wir meist einen teils deutlichen Vorteil für die Nvidia in den 720p-Benchmarks ausmachen können. In Sacred 3 werden die Geforce-GPUs früher von der CPU in ihrer Leistung beschränkt. In Ultra-HD dreht sich das Bild um. Hier sind die Radeon-Grafikkarten teils deutlich langsamer als die Karten von Nvidia. Hier zeigt sich wieder einmal, dass es nicht reicht, in nur einer Auflösung zu messen. Hätten wir nur die Daten von den Benchmarks in 1080p, könnten wir effekthascherisch und wenig seriös behaupten: "Radeon R9 280X schneller als GTX 780 Ti!". Doch wir wollen unseren Lesern einen besseren Einblick in die Technik von Spielen geben, weshalb wir umfangreichere und detailliertere Benchmarks liefern.
Unterm Schnitt schneiden aber alle GPUs gut ab und selbst Grafikkarten der unteren Mittelklasse dürfen sich an Ultra-HD versuchen. Wegen der fehlenden Kantenglättung raten wir dann auch dringend zum Spielen in einer möglichst hohen Auflösung, Sacred 3 profitiert stark von den zusätzlichen Pixeln. Ist der Monitor nicht in der Lage, diese darzustellen, bleibt Downsampling eine valide Option.
Sacred 3 wird wohl einige Fans der Reihe enttäuschen. Vielleicht wäre es klüger gewesen, einen anderen Namen für das Fantasy-Prügelspiel zu wählen. Technisch bleibt der Titel ebenfalls weit hinter den Möglichkeiten zurück, läuft dafür aber auch auf schwächeren Systemen. Was halten Sie von Sacred 3? Nutzen Sie unsere Kommentarfunktion.

Für alle Sacred Fans tut es mir leid, für Arcade Fans wie mich ist es sicher zu gebrauchen, doof nur dass ich nur durch Zufall darauf aufmerksam geworden bin, denn ich hätte natürlich auch von Sacred 3 was anderes erwartet.
bye
Spinal
Das Video sagt ja schon alles über das Spiel. Ist ihne das denn nicht peinlich so ein Game zu releasen? Ich würd mich da in Grund und Boden schämen
Was zur Hölle?! Wen will man denn bitte mit SO einem Spiel ansprechen wollen?! Wer will sowas spielen, wo es doch schon zigmillionen bessere Alternativen gibt?
Die Technik ist sogar eher der Standout denn der Letdown des Titels...
Gruß,
Phil
Immer du mit deinem Eigenlob
@Topic
Guter Test, für mich aber langweiliges Spiel. Alles schon mal da gewesen - so sieht es jedenfalls aus. Aber so ist das überall. Ist halt nicht mein Genre. Dieses Grafikdowngrade verstehe ich auch nicht. Irgendwie konnten mich Morrowind und Sacred 1 oder Diablo 1 mehr faszinieren.
Gruß,
Phil
Das Video sagt ja schon alles über das Spiel. Ist ihne das denn nicht peinlich so ein Game zu releasen? Ich würd mich da in Grund und Boden schämen