Solidigm P44 Pro im Test: Eine der schnellsten PCI-Express-SSDs
Neuer Name, alte SSD: Bei der Solidigm P44 Pro handelt es sich um die bereits erschienene SK Hynix Platinum P41, jedoch mit softwareseitiger Frischzellenkur. Darüber hinaus war die P41 nur spärlich verfügbar und auch im Preis nicht wirklich gegenüber den anderen Platzhirschen unter den Consumer-SSDs konkurrenzfähig. Das soll sich nun mit zugekaufter Intel-SSD-Sparte ändern und SK Hynix veröffentlicht das Modell unter neuer Herstellermarke Solidigm. Bei der Ausstattung haben wir schon eine aktuelle Top-SSD erwartet, aber waren dann im Test des Modells mit herstellereigenem Controller positiv überrascht.
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Manch einer mag sich fragen: Wer ist Solidigm? Wie Sie vielleicht mitbekommen haben, hat Intel sein Flash-Geschäft an den südkoreanischen Speicherriesen SK Hynix verkauft. Intel-SSDs sind jetzt Solidigm-SSDs, und soweit wir erkennen können, ändert SK Hynix nichts, nicht einmal die Angestellten, denn alle bekannten ehemaligen Intel-SSD-Mitarbeiter sind jetzt zu Solidigm-SSD-Mitarbeitern geworden. Bisher gingen wir davon aus, dass Solidigm in erster Linie als der Unternehmenszweig von SK Hynix fungieren würde, da die Intel-Wurzeln tief in diesen Marktsegmenten verwurzelt sind. Das heutige Testobjekt beweist das Gegenteil, denn es ist eine reine SK-Hynix-SSD. Tatsächlich entspricht diese SSD unter dem Solidigm-Label hardwaremäßig einer SK Hynix Platinum P41, die von SK Hynix gebaut wurde. Was hat es damit auf sich? Scheint irgendwie überflüssig zu sein, so ein Rebranding findet man aber oft unter den SSDs. Nun, vielleicht nicht, wenn man bedenkt, dass die P44 Pro technisch gesehen eine Client-SSD ist, die für den Einbau in eine breite Palette von OEM-PCs bestimmt ist und zufälligerweise auch im Einzelhandel erhältlich ist.
Solidigm P44 Pro: Technisch identisch zur SK Hynix Platinum P41
Was genau ist also der Unterschied zwischen einer SK Hynix Platinum P41 und der P44 Pro von Solidigm? Ganz einfach: Die P44 Pro kann dank neuerer Firmware und eigenem Windows-Treiber schneller gemacht werden und ist in der Regel die günstigere Option. Die P44 Pro von Solidigm ist zwar buchstäblich die gleiche SSD wie die SK Hynix Platinum P41, verwendet aber eine andere Firmware und, was für die Leistung noch wichtiger ist, ist vollständig kompatibel mit dem proprietären NVMe-Treiber von Solidigm. Davon abgesehen ist die SK Hynix Platinum P41 auch nicht mehr auf dem Markt.
Die Intel-DNA von Solidigm kommt hier zum Vorschein, denn es ging schon immer um Leistung, auf die es ankommt, und das ist genau das, was der NVMe-Treiber von Solidigm mit sich bringt. Solidigm gibt an, dass sein proprietärer NVMe-Treiber eine bis zu 12 Prozent bessere Random-Read-Leistung als der Windows-NVME-Treiber bietet. Das ist der Hauptgrund, warum die P44 Pro schneller als die Platinum P41 sein soll. Unsere Vergleiche zwischen Windows- und Herstellertreiber deuten auf eine minimale Leistungssteigerung hin, wenn alles mit vollem Potenzial läuft und welche aber kaum messbar und schon gar nicht spürbar ist. Das schon mal vorneweg.
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Hardwareseitig reiht sie sich zwischen anderen Top-SSDs ein, also verfügt über aktuellen 176-lagigen TLC-NAND von SK Hynix und einen herstellereigenen Controller mit dediziertem DRAM-Cache. Das gilt auch für andere Modelle aus der ersten Liga, etwa eine Samsung SSD 990 Pro, WD Black SN850X oder Corsair MP600 Pro XT - um nur einige Top-SSDs zu nennen. Auch Samsung und WD Black haben eigens entwickelte Controller. Corsair, Seagate oder andere Marken setzen auf den Phison E18, der aber den Eigenentwicklungen in nichts nachsteht. Tatsächlich kann man bei den minimalen Unterschieden nicht beurteilen, welcher PCI-Express-4.0-Controller aktuell der Beste ist. Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass auch andere Hersteller hier ein ähnlich starkes Controller-Modell bieten, etwa Innogrit oder Silicon Motion.
Die Solidigm P44 Pro hat eine MTBF von 1,6 Millionen Stunden und eine Ausdauerleistung von 1.200 TBW für das Modell mit hoher Kapazität. Sie bietet außerdem AES 256-Bit-Verschlüsselung und TCC Pyrite-Unterstützung. Die P44 Pro ist mit einer 5-Jahres-Garantie ausgestattet und wird mit einer UVP von 79,99 US-Dollar (512 GB), 129,99 US-Dollar (1 TB) und 234,99 US-Dollar (2 TB) auf dem Markt erschienen. Wir haben die 1-TB-Variante getestet.
Quelle: Solidigm
PCI-Express-4.0-SSD: Solidigm P44 Pro (3)
Solidigm gibt für die neue SSD sequenzielle Lesegeschwindigkeiten von bis zu 7 GB/s und Schreibgeschwindigkeiten von 6,5 GB/s für alle Kapazitäten an, mit Ausnahme der Schreibgeschwindigkeit von 512 GB, die mit 4,7 GB/s spezifiziert ist. Und das alles bei einer Leistungsaufnahme von nur 5,3 W maximal. Dennoch sind dies eher bescheidene Zahlen, wenn man sich den Bereich der leistungsorientierten SSDs ansieht, denn die Samsung 990 Pro wurde mit 7,45 GB/s beim Lesen und 6,9 GB/s beim Schreiben angegeben. Aber derartige Bis-zu-Angaben, noch zudem vom Hersteller, sind nicht aussagekräftig. Dabei sei gesagt, dass Solidigm im Pressematerial erwähnt, bereits höhere Transferraten als die angegebenen 7 GB/s gemessen zu haben. Warum dann nicht gleich die 7,37 GB/s angegeben werden, ist uns schleierhaft. Wir messen übrigens einen Maximaldurchsatz von 7,38 GB/s. Nun machen sich diese Werte gut im Marketing, daher kommen wir nun zu unserem praxisnahen Testparcours.

Transferiert man große Datenmengen hin und her, ist natürlich einmalig ein gewisser Zeitvorteil absehbar. Hier also statt ca 7 Minuten mit einer 870 Evo (SATA SSD) nur 1 Minute. Für meinen täglichen Bedarf ändert sich aber wenig: zumeist also habe ich ähnliche Zeiten/Ersparnisse. Die paar mal im Jahr wo ich solch große Dateimengen verschiebe sind vernachlässigbar, da hole ich mir dann halt einen Kaffee.
Die Tests sind doch die gleichen bis auf die Tatsache das der PC Mark 10 zusätzlich und das auch nicht bei allen Modellen genutzt wird.
Die Luft oben bei aktuellen PCI Express 4.0 Modellen ist wirklich sehr dünn.
Diese homöopathischen Dosen zum Ende dieser Generation fallen doch den meisten Privatanwendern nicht auf.
Ausschlaggebend für einen Kauf sollte nur noch der Preis und die Gewährleistung sein.
Spannend wird es für mich mit dem Start der 5. Generation.
Nicht das ich eine kaufen möchte, eher bin ich gespannt wie die 4. Generation im Preis fällt.
Das ist nach den weisen Geschäftsoptimierern "unproduktiv" und verursacht sogar weitere Kosten.
Kaffee, Wasser, 2x Strom wegen Kaffeemaschine und Beleuchtung der Arbeitssicherheit wegen, mögliche Wegeunfälle usw.
Die haben uns schließlich auch die Bootzeit genommen.
Einfach mal den ersten Kaffee nach hinten verschoben….