OCZ Vector-SSD mit 256 GB im Test: Ausgezeichnetes Eigengewächs
Bereits seit einiger Zeit ist die neueste Eigenkreation aus dem Hause OCZ auf dem Markt und wurde von PCGH in Form des 512-GB-Modells schon in Ausgabe 02/2013 für sehr gut befunden. Im heutigen Online-Test der OCZ Vector prüfen wir die 256 GByte fassende Variante mit der aktuellen Firmware-Version 2.0 - und vergleichen sie im PCGH-Test samt Benchmarks und Messungen zum Stromverbrauch mit der Konkurrenz und der Vorgänger-Fimware 1.03
Zum aktuellen SSD-Standard, den auch die Vector erfüllt, gehören die Eigenschaften SATA-6GB/s-Anschluss, NCQ, TRIM, Verschlüsselung sowie Preise, von denen vor einem Jahr kaum zu träumen war. Ferner setzt OCZ auf den hauseigenen Controller Indilinx Barefoot 3 sowie flotten NAND-Speicher, welcher ebenfalls das OCZ-Label trägt. Wir verraten in diesem Test, was Sie für Ihr Geld erwartet.
OCZ war einer der SSD-Pioniere und meist vorn mit dabei, wenn es um neue Techniken ging. Allerdings haben sich die Kalifornier in der Vergangenheit dabei nicht immer mit Ruhm bekleckert, was ihnen viele Anwender heute noch nachtragen. Doch mit der Vertex-4, spätestens aber der heute im Test befindlichen Vector-Reihe scheint ein neuer, frischer Wind bei OCZ den Staub der Vergangenheit aus den eigenen Hallen geblasen zu haben. Stabile Performance auch über einen längeren Zeitraum, untermauert von einer fünfjährigen Garantie, nur wenige, dafür aber funktionierende und ausgereifte Firmware-Updates sowie eine offenbar besser funktionierende Qualitätskontrolle als noch zu Zeiten der Octane- und Petrol-Reihen, welche wegen niedriger Abverkäufe einen schlechten Ruf hatten.
Die OCZ Vector gehört allerdings nicht zu den Sonderangeboten im SSD-Bereich und kostet mit rund 220 Euro im PCGH-Preisvergleich dann auch etwas mehr als beispielsweise die ebenfalls sehr beliebte Samsung SSD 840 Pro ab ca. 190 Euro. Die Preise sind nach der Veröffentlichung allerdings auch nicht deutlich gesunken, wie unser Blick auf die Preisentwicklung verdeutlicht.
Preisentwicklung OCZ Vector SSD (256 GB)
Test-Details und Stromverbrauch OCZ Vector (256 GB)
Unser Testmuster der Vector SSD ist OCZ-typisch ausgestattet: Die fünf Jahre währende Garantie haben wir bereits erwähnt. Im kleinen Karton der 7 mm hohen SSD liegt neben einem "I love my OCZ-SSD"-Aufkleber ein Satz Schrauben, ein Montagerahmen auf 3,5-Zoll-Einbaubreite und ein Lizenzschlüssel für Acronis True Image HD zum Klonen eines vorhandenen Datenträgers auf die neue SSD um eine komplette Neuinstallation zu vermeiden. In der Regel sollten Sie sich jedoch die Zeit nehmen und die Chance ergreifen, Windows von Altlasten zu befreien und auf der SSD einen Neuanfang wagen - besonders wenn zuvor eine konventionelle Festplatte im System steckte.
Der Speicherplatz unseres Probanden liegt bei 256 Gigabyte, die komplett für den User nutzbar sind - und so vermarktet OCZ die SSD auch. Formatiert unter Windows 7 x64 bleiben 238,47 GiByte davon in der Windows-Anzeige übrig, der Unterschied kommt durch die verschiedene Berechnung zustande: 1.000 Byte sind ein Kilobyte (KB), 1.024 Byte dagegen ein Kibibyte (KiB). Das summiert sich in den Kapazitätsregionen der Vector auf bis zu 17,5 Gigabyte Unterschied.
Quelle: PC Games Hardware
OCZ Vector mit 256 GByte & Firmware 2.0
Die Firmware der Vector für den Test ist die aktuelle Version 2.0, wir ziehen aber auch einen textlichen Vergleich zur 1.03-Version.
Der von uns gemessene Stromverbrauch der SSD liegt bei 0,71 Watt im Leerlauf und bis zu 3,5 Watt im IOMeter-Benchmark, was schon einer extremen Belastung entspricht. Diese Werte liegen im befriedigenden (Leerlauf) bis sehr guten Bereich (Volllast) - zum Vergleich: mit Firmware 1.03 nahm die Vector noch 4,6 Watt unter Volllast auf, die 512-GB-Version rund 5 Watt, was auch einer unserer Kritikpunkte war. Der Leerlauf-Wert jedoch ist noch verbesserungswürdig - manch moderne SSD begnügt sich hier bereits mit weniger als der Hälfte (Toshiba THNSNF512GC) oder wie Samsungs SSD 840 (Pro) gar einem Drittel der 0,71 Watt, welche sich die OCZ Vector im Test genehmigt.
Benchmarks OCZ Vector (256 GB)
Um es vorweg zu nehmen: Die Performance-Werte der Vector sind mit dem stromsparenden Firmware-Update durch die Bank etwas gesunken. Beispielhaft sei hier der IOMeter-Benchmark erwähnt, welcher auch unseren Volllasttest für die Leistungsaufnahme darstellt. Die 1,1 gesparten Watt werden hier mit einem Rückgang von 91.200 auf 82.700 "erkauft". Die maximale Schreibleistung im Atto-Diskmark ging mit 2 MB/s marginal zurück, die Leseleistung blieb auf demselben hohen Niveau, ebenso die Zugriffszeiten. Wobei "hoch" hier positiv gemeint ist. Im Mittel vergehen nur 0,04/0,03 ms beim Lesen/Schreiben, bis der Vorgang abgeschlossen ist.
Auch in zweien unserer Kopiertests konnte OCZ das sehr gute Niveau halten, lediglich die Kopieraktion mit vielen Tausend gemischter Dateien wurde um 7 Prozent langsamer, liegt aber immer noch auf sehr gutem Niveau. Der für SSD-Vergleiche beliebte AS-SSD-Benchmark fällt geringfügig - hier erreichten wir mit der Firmware 1.03 und der Vector-SSD noch knapp 1.150 Punkte. Aufgrund der (besonders bei Sandforce-SSDs) auftretenden Messschwankungen haben wir jeweils fünf Durchläufe der Benchmarks durchgeführt und das jeweils höchste und niedrigste Ergebnis verworfen, aus den drei verbliebenen Werten haben wir das arithmetische Mittel gebildet.
Quelle: PC Games Hardware
OCZ Vector mit 256 GByte & Firmware 2.0
Fazit: OCZ Vector (256 GB)
Mit der Vector beweist OCZ, dass die Firma aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt hat und liefert eine rundum überzeugende Vorstellung ab. Die Performance stimmt in allen Lebenslagen, der Stromverbrauch ist der Leistung mehr als angemessen und die Zuverlässigkeit scheint ebenfalls auf dem Level angekommen zu sein, den man von einer Top-SSD erwartet - soweit sich das nun bereits sagen lässt. Insgesamt hat sich die SSD damit unseren Top-Produkt-Award, welchen wir in PCGH 06/2013 (ab 02. Mai im Handel) im Rahmen der Marktübersicht verliehen haben.
Einziger Wermutstropfen bleibt der vergleichsweise hohe Preis der OCZ Vector - auf einen Preisrutsch dieses Modells wartet man bisher vergeblich uns so sind derzeit rund 30 Euro Preisunterschied zu ebenfalls schnellen und empfehlenswerten Konkurrenzmodellen zu verzeichnen.
Für Spiele! Max Payne 3: 30GB, BF3 ca. 20GB, Empire: Total War: 16GB, usw.
Wenn dann noch Windows und Programme dazu kommen, wirds schnell eng mit 128GB.
Zum einen sind 256 Modelle nicht selten schneller und zum anderen, ja genau andere Programme. Mit 3 mal iOS auf 64GB lagert man den AppleQuatsch entweder per mklink aus oder braucht halt wirklich eine 256er.
Bei Google gibt's jetzt auch "däuetsche - Deutsch", schon gehört?
Es gab doch diese Berichte, nach denen es Remi-Quoten im zweistelligen Bereich für gewisse SSDs gab. Wenn die nun nicht auf Rücksendungen von Käufern beruhten, sondern darauf, dass ein Händler Kommissionsware zurückschickt...?
Von OCZ kauf ich nicht mal einen USB Stick.
Haben die höchsten RMA Quoten in % bei Flash-Speicher-Medien.
Mir reicht eine 128GB SSD nicht, müssten mindestens 150GB sein für maximal 80€.
Ich hoffe Samsung schießt dieses Jahr noch paar billig SSDs nach; dann hol ich mir auch eine.
Ob eine SSD schnell oder sehr schnell ist, ist mir nicht wichtig.
In erster Linie zählt der Preis und die Qualität (Keine Bugs - 2 Jahr Garantie - ausgereift etc.)