OCZ Vector 150 im Test: Was leistet OCZ' neue Enthusiasten-SSD?
Bereits die Ur-Vector glänzte mit guten Leistungswerten. Nun schickt OCZ mit der Vector 150 einen Nachfolger in das Rennen. Wir haben uns die SSD genau angesehen und machen den Test im PCGH-Labor.
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Quelle: PC Games Hardware
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Bereits seit einiger Zeit haben SSDs Geschwindigkeiten erreicht, welche die SATA 6 GBit/s überfordern - die für klassische Magnetspeicher entworfene Schnittstelle konnte nicht mit der Entwicklung der SSDs mithalten. Deshalb stagniert die Geschwindigkeit aktueller Modelle zwischen 500 und 550 MByte/s. Die Hersteller versuchen deshalb, die SSDs in anderen Eigenschaften zu verbessern, wie etwa die IOPS. Die 100k-Marke ist bei Random-4k-Reads schon erreicht, bei 4k-Random-Writes in Schlagdistanz.
OCZ Vector 150 im Test: Leistungsdaten (240 GByte)
So auch bei der Vector 150: Laut Herstellerangaben ist sie eines der bisher wenigen Laufwerke, welches die 100k-Grenze bei 4k-Random-Reads erreicht. Für unseren Leistungstest messen wir allerdings die Schreibleistung bei 4k-Random-Writes: Hier erreicht die Vector 150 einen sehr guten Wert von rund 89.000 IOPS. Aber nicht nur die Burst-Performance ist gut, OCZ will das Laufwerk besonders für die Langzeit-Performance optimiert haben. Normalerweise bieten SSDs zu Beginn eines Schreibvorganges sehr gute IOPS-Werte, die mit steigender Dauer immer weiter einbrechen, teilweise auf unter 10 Prozent ihrer Nennleistung. In unserem Performance-Ausdauertest mit Iometer erreichte die Vector 150 nach einer Stunde noch eine IOPS-Leistung von 30.000 IOPS. Zum Vergleich: eine Samsung 840 Pro im ähnlicher Kapazität hat nach einer Stunde noch eine IOPS-Leistung von 20.000. Für den Praxiseinsatz ist diese Leistung oft wohl irrelevant, aber dennoch ein Punkt, der für die Vector 150 spricht.
Die Leistung in den üblichen synthetischen Test ist sehr gut. Im AS-SSD erreicht die Vector 150 eine sequenzielle Lesegeschwindigkeit von 515 MByte/s, schreibend sind es 495 MByte/s. Die Zugriffszeiten liegen bei 0,05 ms (Lesen) und 0,04 ms (Schreiben). Im Atto Disk Benchmark erreichen wir wie gewohnt leicht bessere Werte: Hier liegen die Spitzenwerte für das Lesen um 556 MByte/s, beim Schreiben sind es noch 528 MByte/s.
Beim Stromverbrauch befindet sich die Vector 150 im Mittelfeld. Im Leerlauf messen wir mit 0,5 Watt einen etwas niedrigeren Verbrauch, als ihn der Hersteller mit 0,55 Watt angibt. Beim Lesen konsumiert die Vector 150 3,4 Watt, was schon merklich über den Werten vieler anderer SSDs liegt. Der Verbrauch während des Lesevorgangs reiht sich dagegen unauffällig zwischen dem anderer SSDs ein.
OCZ Vector 150 im Test: Gute Ausstattung und Eigenschaften
Wie für ein Laufwerk aus dem Enthusiasten-Segment üblich, befindet sich im Karton nicht nur die blanke SSD. OCZ legt zusätzlich einen Montagerahmen für 3,5-Zoll-Schächte bei. Des Weiteren gibt es ein Schraubenset, ein Blatt mit den wichtigsten Garantieinformationen, sowie ein Handbuch, das die Montage und Inbetriebnahme der SSD erläutert. Die Laufzeit der Herstellergarantie liegt bei fünf Jahren. Daneben gibt es noch eine garantierte Schreibleistung von 50 GByte pro Tag, was auf die fünfjährige Garantielaufzeit hochgerechnet eine maximale Schreibleistung von 89 TByte ergibt. Um die Zuverlässigkeit zu erhöhen, hat OCZ außerdem den für das Overprovisioning reservierten Speicher erhöht: Das Laufwerk gibt es deshalb mit den Kapazitäten 120 GByte, 240 GByte und 480 GByte. Eine 1-TByte-Version der Vector 150 wird es vorerst nicht geben, OCZ will sich vorerst auf Modelle bis 512 GByte beschränken.
OCZ Vector 150 im Test: Fazit
Mit der Vector 150 liefert OCZ ein sehr flinkes Laufwerk ab, das sich auf Augenhöhe zur Premium-Konkurrenz befindet. Die IOPS-Leistung ist sehr gut und glänzt durch einen langen Atem. Auch die sequentiellen Schreibwerte in Atto und AS-SSD sind über jeden Zweifel erhaben. Kleinere Abstriche müssen Sie aber beim Stromverbrauch in Kauf nehmen, der im Schnitt über dem vergleichbarer SSDs liegt. Die Preise in Euro für die SSD sind noch nicht bekannt. Wir gehen aber davon aus, dass der amerikanische Vorsteuerpreis von 240 Dollar eins zu eins für den Euro übernommen werden wird.
| Produktinfo/-name | Vector 150 (240 GB) |
|---|---|
| Modellbezeichnung | VTR150-25SAT3-240G |
| Hersteller/Webseite | OCZ (ocztechnology.de) |
| PCGH-Preisvergleich | noch nicht gelistet |
| Preis/Preis-Leistungs-Verhältnis | Ca. € 240,-/befriedigend |
| Preis pro GByte | € 1,07/GiByte |
| MTBF*/Haltbarkeit | 1.500.000 Stunden/89 TByte |
| Firmware Testmuster | 1.1 |
| SSD-Controller | Indilinx IDX500M00 |
| Flash-Chips | 16 x 256 GBit (Toshiba Toggle-DDR) |
| DRAM-Cache | - |
| Ausstattung (20 %) | 2,02 |
| Formatierte Kapazität (GiByte) | 223,57 GiByte |
| Herstellergarantie | 5 Jahre |
| Zubehör/Besonderheiten | Schraubenset, Adapter auf 3,5 Zoll, Acronis True Image HD |
| Eigenschaften (20 %) | 1,99 |
| Schnittstelle | SATA 6 Gbit/s |
| NAND-Typ | MLC |
| Trim-Unterstützung (Garbage Collection) | Ja |
| Bauhöhe | 7 mm |
| Leistungsaufnahme Leerlauf/Schreiben | 0,5/3,7 Watt |
| Leistung (60 %) | 1,82 |
| Endnote | 1,90 |




Ist doch das Nonplusultra bei SSD's.
Mittlerweile ist der Unterschied zwischen MLC und SLC so gering dass SLC kaum mehr Vorteile bietet
Die OCZ Petrol und die SATA2-Variante der OCZ Octane, hatten allerdings wirklich Rückläufer-Quoten an Händler von um die 50%. Und wenn man da noch berücksichtigt dass manche Leute ihre Hardware bei Defekt direkt zum Hersteller und nicht zum Händler schicken kann man wohl davon ausgehen dass nahezu alle dieser SSDs innerhalb eines Jahres kaputt gegangen sind.
In den neuesten Zahlen hier http://www.hardware.fr/ar... sieht man aber dass auch OCZ-SSDs deutlich zuverlässiger geworden sind (dennoch sind sie noch weit von Samsung-SSDs entfernt).
Ist doch das Nonplusultra bei SSD's.
Ich gehe davon aus, dass die verwendeten MLC-NANDs wesentlich mehr Schreibzyklen ertragen würden als Samsungs billige TLC-NANDs (wobei das nicht sein MUSS, Crucial gibt bei den M500ern/MLC/960GB auch ne MaxBytesToBeWritten von 72TB an was extrem wenig für derart große SSDs ist, das sind nicht mal 100 Zyklen pro Zelle
Zugegeben, das Argument wäre nur für sehr sehr wenige User interessant - es gibt nicht viele die täglich 100+GB auf ihre SSD schreiben (ich gehöre leider dazu...), aber für unsereins ist es schwierig da zu entscheiden. Die 840Evo ist als 1TB Variante sehr günstig aber ich traue dem TLC nicht. Und SSDs die sehr viel Schreiberei ertragen sind elend teuer.
Vielleicht wird zukünftig mit dem v-NAND von Samsung vieles besser (ist ja bereits angekündigt dass die Schreibzyklen steigen werden) - so lange muss die 512er M4 als Arbeits-SSD noch reichen und einige TB fressen.