OCZ Arc 100 im SSD-Test: Die beste Mischung aus Preis, Leistung und Qualität? [Test der Woche]
Mit der Arc 100 hat eine SSD vorgestellt, die preislich attraktiv sein soll, dabei qualitativ aber keine Abstriche machen will. OCZ verzichtet dafür auf Packungsbeilagen, behält aber die dreijährige Garantie bei. Zudem greift bei der Arc 100 die Shield Plus Garantie. Wir unterziehen die SSD einem Test und prüfen, ob sie das Zeug zum Preis-Leistungssieger hat.
Anmerkung: Dieser Artikel hatte die meisten Seitenaufrufe diese Woche. Aus diesem Grund veröffentlichen wir es heute erneut.
OCZ Arc 100 - Die Vermählung aus Preis, Leistung und Qualität? (7)
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Das Geschäft mit SSDs ist hart geworden. Da der SATA-6GBit/s-Anschluss die Leistung deckelt und sich die Leistungswerte von SSDs dadurch immer mehr ähneln, ist der Preis eines der wichtigsten Argumente geworden. OCZ will sich dieser Entwicklung entgegenstellen: Die Arc 100 soll zwar ein günstigeres Marktsegment ansprechen, den Preiskampf der niedrigsten Preisklasse zugunsten der Qualität aber nicht mitmachen. Das Angebot soll den sogenannten Value-Markt ansprechen, wo vor allem auf dem Preis geachtet wird. Die Nutzer hier wünschen sich die Reaktionsschnelligkeit einer SSD, interessieren sich aber nicht dafür, ob das Laufwerk nun 400 statt 500 MByte/s kopiert. Als Zielmarke hat sich OCZ 50 Cent pro GByte gesetzt - eine Marke, die Sie mit den gewählten UVP-Preisen bei den beiden größeren Laufwerken auch erreichen.
Eigenschaften der Arc 100
Als günstiges Laufwerk verzichtet OCZ bei der Arc 100 auf fast sämtliches Zubehör. Als Online-Download gibt es jedoch die OCZ-Toolbox, die Vorgänge wie Secure-Resets oder Firmware-Updates ermöglicht. Die Abstriche beziehen sich aber nur auf die Software sowie den physischen Packungsbeigaben. Die Herstellergarantie des Laufwerkes liegt wie auch bei der Vertex 460 bei drei Jahren, zudem gewährt OCZ für die Arc 100 die "Shield Plus"-Garantie: Im Schadensfalle helfen OCZ-Mitarbeiter bei der Lösung des Problems. Kann es so nicht aus der Welt geschafft werden, schickt OCZ dem Kunden vorab ein neues Laufwerk sowie einen Rückversandaufkleber, mit dem der Kunde nach dem Austausch der SSD das kaputte Gerät kostenfrei zurücksendet. Für die Wahrnehmung der Shield-Plus-Garantie ist kein Kaufbeleg notwendig, es reicht die Seriennummer der SSD. Neben der auf drei Jahre beschränkten Herstellergarantie gibt es zudem eine garantierte Schreibleistung von 20 GByte pro Tag.
Die Hardware im Detail
Quelle: PC Games Hardware
OCZ Arc 100 - Die Vermählung aus Preis, Leistung und Qualität? (4)
Das wichtigste Bauteil in einer SSD ist bekanntlich der Controller. Dieser verwaltet sämtliche Flash-Chips auf der Platine und hat somit einen großen Anteil an der Performance. Statt dem Topmodell Barefoot 3 M00 arbeitet in der Arc 100 wie auch in der Vertex 460 der Barefoot 3 M10. Das NAND stammt weiterhin vom Mutterunternehmen Toshiba, hat aber ein Update erfahren - es basiert nun auf dem neuen A19nm-Verfahren. Die neuen Chips sollen stromsparender und gleichzeitig schneller als die Vorgängergeneration sein. Der RAM-Cache stammt von Micron und besteht bei unserem 240-GB-Modell aus zwei 256 MiB DDR3-1600-Speicher.
Was leistet die Arc 100
Da die Arc 100 definitiv nicht zu den High-End-Laufwerken zählt, sind die Leistungen naturgemäß auch nicht so hoch. Die SSD liest im AS-SSD-Benchmark mit guten 505 MByte/s. Die Schreibgeschwindigkeit liegt bei 415 MByte/s. Die IOPS-Leistung entspricht mit 90.000 IOPS der eines High-End-Laufwerks. Die Optimierung der Langzeitleistung der OCZ-Laufwerke macht sich auch bei diesem Laufwerk bezahlt, die 4k-Schreibleistung der ARC 100 ist nochmals stabiler als die der Vector 150. Die Ergebnisse der Messungen haben wir in folgenden Benchmarks dargestellt.
Fazit
Die Arc 100 ist ein Laufwerk ohne Glanz und Gloria. Die SSD bietet abseits der IOPS-Leistungen keine herausragenden Features, aber auch Mängel sucht man vergebens. Da OCZ das Laufwerk explizit für den Einsteigermarkt bewirbt, ist aber der Preis des Laufwerkes unserer Ansicht nach noch zu hoch. Nutzer ohne spezielle Anforderungen bekommen die SSD-Erfahrung für ihren Rechner teils schon für einen Betrag von unter 90 Euro für 256 GB, womit sich die Arc 100 mit rund 110 Euro für 240 GB schwer tut. Preiskorrekturen können hier aber Abhilfe schaffen. Ein Pluspunkt ist jedoch die unkomplizierte Verfahrensweise im Schadensfall durch die Shield Plus Garantie.
Testtabelle
| Produktinfo/-name | Arc 100 (240 GB) |
|---|---|
| Modellbezeichnung | A22L1061429000791 |
| Hersteller/Webseite | OCZ Storage Solutions/de.ocz.com/consumer |
| PCGH-Preisvergleich | www.pcgh.de/preis/1144991 |
| Preis/Preis-Leistungs-Verhältnis | Ca. € 110,-/befriedigend |
| Preis pro Gbyte | € 0,49/GiByte |
| MTBF*/Haltbarkeit | 2.000.000 Stunden/21 TByte |
| Firmware Testmuster | 1.00 |
| SSD-Controller | Indilinx Barefoot 3 M10 |
| Flash-Chips | 8 x Toshiba A19nm-NAND (MLC) |
| DRAM-Cache | 2 x 256 MiByte DDR3-1600 (Micron) |
| Ausstattung (20 %) | 2,43 |
| Formatierte Kapazität (GiByte) | 223,57 GiByte |
| Herstellergarantie | 3 Jahre |
| Zubehör/Besonderheiten | OCZ Toolbox (Online-Download) |
| Eigenschaften (20 %) | 1,88 |
| Schnittstelle | SATA 6 GBit/s |
| NAND-Typ | MLC |
| Trim-Unterstützung (Garbage Collection) | Ja |
| Bauhöhe | 7 mm |
| Leistungsaufnahme Leerlauf/Schreiben | 0,4/3,4 Watt |
| Leistung (60 %) | 2,03 |
| Endnote | 2,08 |

Vielen PCFH Lesern scheint hier scheinbar entgangen zu sein das OCZ von Toshiba komplett übernommen wurde und daher die neue Produkte auf gar keinen Fall mehr mit dem alten Schrott verglichen werden darf.
Sämmtlicher Speicher kommt ausnahmslos von Toshiba und das ist auch gut so. Die zuverlässigkeit ist hier ganz sicher nun gegeben oder hat hier schonmal wer was großartig über Probleme mit Toshiba SSDs gehöhrt?
Ich auch nicht und ich habe eine Toshiba Q Pro 256GB, das ganze ist nun grundsolide und weit weit weg von dem ehemaligen OCZ gefrickel.
Zumal die Shield Garantie schon eine sehr gute Sache ist, das ist bei Samsung oder Cruzial (eine MX100 habe ich auch) schon eine ganz andere Sache.
Auch das Cachedabakel der 840 Evos ist scheinbar hier niemanden bekannt... tjo schade eigendlich da das wohl eher weniger für Samsung spricht vor allem nicht das Firmwarelotte das diese anschließend spielten um das Problem jedes mal zu verschlimmbessern.
Meine 830 bleibt jedenfalls solange im Rechner, bis ich irgendwann doch mehr als 128GB brauche (Windows 9?) oder sie abraucht
genau so sehe ich das auch, viele meiner Bekannten haben bei OCZ zugegriffen was SSD´s angeht und hatten nur Probleme.
meine 830 lebt heute noch und bin super zufrieden damit.
Bei SSD´s greife ich nur bei Samsung und Crucial zu, da habe ich die besten Erfahrungen mit gemacht.
ich dachte OCZ ist pleite gegangen...
OCZ ist ein perfektes Beispiel für den Begriff "Imageschaden" :/
Meine 830 bleibt jedenfalls solange im Rechner, bis ich irgendwann doch mehr als 128GB brauche (Windows 9?) oder sie abraucht
Im ersten Satz der Einleitung fehlt auch ein wichtiges Wort und im ersten Absatz steht "um dem Preis". Danach bin ich nur schnell drübergeflogen.
Meine Vertex 2 mit 34nm-Chips zeigt immer noch 100% Lebenserwartung aber da der Controller von Intel einfach mal eben aus den Spezifikationen geworfen wurde und OCZ keine Firmware nachgereicht hat/ nachreichen konnte, wollte (wie auch immer), musste ich eine neue SSD kaufen. Ich mache lieber aus praktischer Erfahrung einen theoretischen Bogen um Barfuß. OCZ fehlen anscheinend die nötigen Eier, sonst hätten sie sich nicht von Intel rauskicken lassen, um dann später von Toshiba genascht zu werden. Es kann jeder gern für sich interpretieren, wo man den Schildschutz nach einem Kopfschuss oder Inkompatibilität noch einsetzen soll. Ich würde es ihnen ja gönnen. Immerhin gab's früher für wenig Geld sehr gute SSD's von ihnen, mit höherer Lebenserwartung wie aktuelle Laufwerke anderer Hersteller - vor den Massenausfällen und danach. Meine Meinung! Ich denke, man sollte die Marke ganz plattmachen und Toshiba draufkleben.