[PLUS] Vergleichstest: Zehn neue PCI-Express-SSDs
PCGH Plus: Für 2022 erwarten wir keine SSD-Revolutionen oder neue Spitzenmodelle, wohl aber mehr Konkurrenz, die den Markt etwas aufmischen und die Preise hoffentlich purzeln lässt. Der Artikel stammt aus PC Games Hardware 04/2022.
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Frischer Flash
Nicht alle PC-Komponenten steigen im Preis. Ja, Grafikkarten sind nach wie vor unmenschlich teuer und nicht unbedingt jedes CPU-Modell aktuell ein Schnäppchen. Was den NAND-Flash angeht, sieht es nicht ganz so düster aus - im Gegenteil: Jüngst kursierten Meldungen, dass SSDs 2022 günstiger werden. Bislang stagnierten die Preise seit Beginn der Pandemie eher, Preisschwankungen einzelner Modelle mal ausgenommen.
Der Marktforscher Trendforce aber prognostiziert, dass schon im ersten Quartal 2022 die SSD-Preise um durchschnittlich 8 bis 13 Prozent sinken wird. Kurz zuvor ging man noch von 10 bis 15 Prozent aus, aber der Lockdown in der chinesischen Millionenstadt Xi'an soll die Talfahrt der Preise etwas dämpfen. Denn dort unterhalten mehrere große Flash-Hersteller größere Fabriken. Dennoch sollen sich viele Unternehmen mit Lagerbeständen an NAND-Flash eingedeckt haben, was zu einer geringeren Nachfrage und damit niedrigeren Preis resultieren soll. So begründet Trendforce die Prognose jedenfalls.
Mitte Februar dann macht die Meldung die Runde, dass in zwei japanischen Halbleiterfabriken des Joint Ventures aus Western Digital und Kioxia (Toshiba) mindestens 6,5 Exabytes an NAND fehlt, weil Fertigungsmaterialien verunreinigt worden waren. Es käme dadurch zu nicht unwesentlichen Produktionsausfällen. Damit würde in etwa ein Zehntel dessen fehlen, was pro Quartal auf dem Markt erwartet worden wäre.
Erst weniger Nachfrage, dann weniger Angebot - der Markt gleicht sich also wieder aus? Als Endverbraucher braucht man sich wenig um solche Meldungen scheren. Denn braucht man eine SSD, ist es oft sinnvoller Modelle untereinander zu vergleichen, anstatt börsenartig auf den Kurs des NAND-Flashs zu spekulieren. Die Nachrichten zeigen aber, wie schwankend auch der Speichermarkt sein kann. Zwar zum Glück nicht so enorm wie der der aktuellen Grafikkartenkrise, aber schon 2018 gab es einen nicht unwesentlichen Preisanstieg bei SSDs. Dieser wurde schließlich auch überwunden.
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