PCGH-Plus Label [PLUS] Erste PCI-Express-4.0-SSDs für Ryzen 3000 im Test

PCGH Plus: Mit der dritten Ryzen-Generation Ryzen 3000 verwendet AMD erstmals PCI Express 4.0. Für den doppelt so schnellen Datenbus erscheinen zeitgleich neue SSD-Modelle, welche die Schnittstelle unterstützen. Der Artikel stammt aus PC Games Hardware 09/2018.

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 Erste PCI-Express-4.0-SSDs für Ryzen 3000 im Test
Quelle: PC Games Hardware

Ein neues SSD-Zeitalter

Auf den nun veröffentlichten X570-Boards für die dritte Generation der Ryzen-CPUs sollen neue schnelle SSDs mit bis zu 5 GB/s den bisherigen Rekord von ca. 3,5 GB/s deutlich übertrumpfen. Mehrere Hersteller hatten zur Computex im Juni schon Modelle angekündigt. Die Gigabyte Aorus NVMe Gen4 SSD war das erste Modell, das es in unser Testlabor geschafft hat. Mittlerweile haben wir mit der Corsair MP600 auch die zweite PCI-E-4.0-SSD, die in der Hardwareausstattung identisch ist. Einige Unterschiede zwischen den beiden Modellen gibt es dennoch, wenn auch wirklich nur minimale. PCI Express 4.0 verdoppelt die Geschwindigkeit im Vergleich zu 3.0, sodass nun pro Lane bis zu 2 GB/s zur Verfügung stehen. Auch die 4.0-SSDs werden mit vier Lanes angebunden, sodass fast bis zu 8 GB/s möglich werden. In der Praxis liegt der Datendurchsatz etwas darunter. Die schnellsten PCI-E-3.0-SSDs schaffen aktuell 3,5 GB/s lesend und sind damit bereits ziemlich am Limit. Die Gen4-SSD von Gigabyte, so viel sei jetzt schon verraten, schafft ganz knapp die 5 GB/s selbst in unserem Test - das jedoch nur im synthetischen Benchmark Crystaldiskmark, der sequenziell mit 32 gleichzeitigen Befehlen liest. Hohe Befehlswarteschlangen kommen aber eher in der Server- und kaum in der Anwenderpraxis vor. Ein Task ist da die Regel - ebenso wie niedrigere Datenraten. Gigabyte nennt im Datenblatt zur Schreibrate maximal 4,4 GB/s, während wir mit einem Task "nur" 4,2 GB/s reproduzieren können.

Bekannter TLC-Flash, neuer Controller

Die neue Generation der NVMe-SSDs sieht zunächst so aus wie die alte: Der Formfaktor ist gleich, die 80 Millimeter lange M.2-2280-Platine und auch die Speicherchips sind alte Bekannte: Gigabyte verwendet den 96-lagigen BiCS4-TLC-NAND von Toshiba, der 3 Bit pro Zelle speichert. Der zweibittige MLC-NAND ist unter den Consumer-SSDs bis auf einige wenige Modelle weitestgehend ausgestorben. Die Sorgen wegen der geringeren Haltbarkeit aufgrund der höheren Speicherdichte haben sich hier nicht bewahrheitet - TLC hat sich also in der Praxis bewährt.

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