SSD-Zuverlässigkeit: Nur geringfügig besser als bei HDDs
Erstmals liefert Backup-Anbieter Backblaze in seinen Statistiken auch Daten für SSDs. Dem US-amerikanischen Unternehmen zufolge sind SSDs jedoch nur minimal zuverlässiger als HDDs.
Alljährlich liefert das kalifornische Unternehmen Backblaze Daten zur Zuverlässigkeit von Massenspeicher, der in den insgesamt fünf Rechenzentren des Cloud- und Datensicherungsdienstleisters weltweit zum Einsatz kommt. Der US-amerikanische Backup-Anbieter betreibt dabei die Solid-State-Massenspeicher als Bootlaufwerke, Logdateien oder temporäre Daten sorgen dabei für eine konstante Auslastung der verwendeten Flashspeicher-Medien.
Da Backblaze größtenteils Consumer-SSDs verwendet, liefern die Statistiken auch für PC-Selbstbau-Enthusiasten spannende Einsichten. Die "2022 Drive Stats Review - SSD Edition" wertet die Daten von 2.906 SSD-Bootlaufwerken aus, wobei insgesamt 13 unterschiedliche Flashspeicher-Modelle zum Einsatz kamen. Dabei nutzt das Backup-Unternehmen die auf das Jahr gerechnete Ausfallrate (AFR = Annualized Failure Rate), um die Zuverlässigkeit der Datenspeicher messen zu können. Je niedriger dieser Prozentwert, umso geringer ist die Ausfallrate pro Jahr.
Quelle: Backblaze
Zuverlässigkeit der Laufwerke im Vergleich.
Gemäß diesem Bericht sind SSDs in der Tat zuverlässiger als HDDs: Die auf das Jahr gerechnete Ausfallrate beträgt auf alle 13 SSD-Modelle bezogen lediglich 0,98 %, wohingegen es bei HDDs 1,64 % waren. Was jedoch verwundert ist, dass der Unterschied zwischen diesen beiden Werten mit 0,66 % so klein ausfällt. Denn klassische Festplattenlaufwerke besitzen Magnetscheiben und Schreib-Lese-Köpfe, während in Flash-Speichern nur Elektronen hin- und herbewegt werden.
Von den 13 SSD-Modellen liefen sieben im Jahr 2022 bei Backblaze ohne einen einzigen Ausfall. Allerdings hatten sechs dieser sieben SSDs weniger als 10.000 "Laufwerkstage", was die Aussagekraft der Daten etwas reduziert. Zum Einsatz kamen Solid-State-Drives der Hersteller Crucial, Dell, Micron, Seagate und Western Digital. Somit sind keine Daten zum bekannten SSD-Anbieter Samsung in diesem Bericht enthalten.

Am ende macht es wohl keinen großen Unterschied welcher Hersteller draufsteht und es auch keine Garantie dafür gibt, das immer die selben Controller oder Speicherchips verbaut werden.
und was ich schreibe ist auch nur meine persönliche erfahrung bzw was man eben auch so aus der IT welt hört
samsung SSD dürfte da bei vielen sehr langlebig sein.
ich hab da eben für mich entschieden, dass ich eben die 10% mehr bezahle. vor allem, wenn es sich um eine SYSTEM SSD handelt
bei spielen ist es mir sowas von egal, so lange die SSD in der garantiezeit stirbt
Es gab mal Meldungen dazu, dass SSDs nach kurzer Zeit bei Nichtnutzung Daten "verlieren".
Ist bei mir zum Glück, auch nach Monaten Nichtnutzung, noch nie eingetreten.
Früher hatte ich mal eine Crucial M4 128GB. Dafür musste man ein Firmware-Update machen, damit die nicht nach 5000 Stunden ausstieg. Das hatte ich auch gemacht und die läuft heute noch in einen Office-Rechner bei jemanden.
Kürzlich gab es Probleme bei den 980´er und 990´er Samsung. Aber das wurde wohl rechtzeitig erkannt und mit passender Firmware behoben.
Dennoch sichere ich meine Daten auch noch auf HDDs. Gerade extern. Weil wenn SSDs länger mal ohne Strom sind können sie nach meinen Kenntnisstand eher Daten verlieren.