SSD-Markt: Trend zu 96 Layern mit QLC-Technik hält an

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SSD-Markt: Trend zu 96 Layern mit QLC-Technik hält an
Quelle: Intel

Bereits Ende des Jahres könnten die ersten SSDs auf den Markt kommen, die auf NAND mit 96 Lagen setzen. Die in Zusammenarbeit von Toshiba und Western Digital entwickelten NAND-Bausteine nennen die Hersteller BiCS4.

Toshiba/WD meldet einen Erfolg bei der Fertigung von NAND-Bausteinen mit 96 Layern. Die Chips können Ende des Jahres in den ersten SSDs auftauchen. Eingesetzt wird die QLC-Technik, also eine Speicherung von vier Bits pro Zelle. Zusammen mit der Erhöhung der Layer von 64 auf 96 können bis zu 1,33 Terabit pro Die gespeichert werden, was wiederum gestapelt zu 16 Dies eine Kapazität von 2,66 Terabyte ergibt.

Auch Samsung stapelt bereits 96 Lagen aufeinander, allerdings derzeit noch als TLC, also drei Speicherbits pro Zelle. QLC-Technik ist in Vorbereitung. Bei Intel ist es genau anders herum: Hier werden bereits QLC-Chips produziert, allerdings zunächst nur in den bisher üblichen 64 Lagen gestapelt. Intels Fokus liegt zunächst auf der Bereitstellung von Speicherlösungen für Firmenkunden, insbesondere Datacenter. Das wird bei hohen Kapazitäten aber für alle Hersteller gelten, da für den Hausgebrauch die Preise anfangs zu hoch sind. Medienberichte zufolge schaffen die Intel-Chips 1.900 MB lesend und 1.100 MB/s schreibend.

Auch lesenswert: SSD-Festplatten im Test 2018: Bestenliste mit Samsung, Crucial und mehr

Wie es bei Intel und Micron weitergehen wird, dürfte ohnehin spannend werden. Die Forschung und Entwicklung soll nicht mehr gemeinsam erfolgen. Damit wird das letzte gemeinsame Baby die zweite Generation von 3D XPoint sein, die in der ersten Jahreshälfte 2019 auf den Markt kommen soll. Interessanterweise soll Intel Micron Flash Technologies aber weiter bestehen, möglicherweise als Hülle für gemeinsam gehaltene Patente und dergleichen.

SSDs aktuell

Der SSD-Markt befindet sich zurzeit im preislichen Sinkflug. Modelle, welche die Anbindung per SATA 6 Gbit/s ausreizen, darunter Samsungs SSD 860 Evo und Crucials MX500, kosten inzwischen 20 Cent pro Gigabyte oder weniger. Auch schnellere M.2-NVMe-Kärtchen werden günstiger. Marktbeobachtern zufolge sollen die Preise in den kommenden Monaten weiter purzeln.

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    • Kommentare (15)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von empy Lötkolbengott/-göttin
        AW: SSD-Markt: Trend zu 96 Layern mit QLC-Technik hält an

        Zitat von Incredible Alk
        Alles in allem nichts, was die praktische Dauerhaltbarkeit in besonderem Maße beeinträchtigen würde da wior noch immer im gut zweistelligen Jahresbereich liegen. Es hat halt nur einen Beigeschmack dass die ganze Nummer (sogar bei SMART) unter den Tisch gekehrt wird.
        Das stimmt wohl. Eigentlich wäre es schön, beide Zahlen zu haben.
      • Von empy Lötkolbengott/-göttin
        AW: SSD-Markt: Trend zu 96 Layern mit QLC-Technik hält an

        Zitat von Incredible Alk
        Alles in allem nichts, was die praktische Dauerhaltbarkeit in besonderem Maße beeinträchtigen würde da wior noch immer im gut zweistelligen Jahresbereich liegen. Es hat halt nur einen Beigeschmack dass die ganze Nummer (sogar bei SMART) unter den Tisch gekehrt wird.
        Das stimmt wohl. Eigentlich wäre es schön, beide Zahlen zu haben.
      • Von Incredible Alk Flüssigstickstoff-Guru (m/w)
        AW: SSD-Markt: Trend zu 96 Layern mit QLC-Technik hält an

        Zitat von empy
        Die Frage ist halt, wie die lang die Zyklen wirklich sind. Wenn die Zelle 1.000 Schreibvorgänge überlebt und einmal im Monat aufgefrischt wird, was ich eigentlich noch für oft halte, dann hält die SSD immer noch über 80 Jahre minus einen Monat für jedes geschriebene Bit pro vorhandenem Bit mal Bit pro Zelle. Ist aber auf jeden Fall signifikant.
        So ist es.

        Das "alte Daten-Problem" trat bei Daten auf, die zwei, drei Monate alt waren (oder eben älter, dann wurde es schlimmer), von daher schätze ich die TLC-Auffrischung auch so ungefähr auf Größenordnung alle 4 Wochen. Bei QLC muss es wahrscheinlich entsprechend schneller werden - aber selbst wenns 1x pro Woche passiert sind das im Jahr nur rund 50 Zyklen - und das wohlgemerkt bei komplett voller SSD (ist sie nur halb voll werden entsprechend dank wear levelling nur 25 Zyklen pro Zelle fällig).

        Alles in allem nichts, was die praktische Dauerhaltbarkeit in besonderem Maße beeinträchtigen würde da wior noch immer im gut zweistelligen Jahresbereich liegen. Es hat halt nur einen Beigeschmack dass die ganze Nummer (sogar bei SMART) unter den Tisch gekehrt wird.
      • Von empy Lötkolbengott/-göttin
        AW: SSD-Markt: Trend zu 96 Layern mit QLC-Technik hält an

        Zitat von Incredible Alk
        Und die Firmware macht auch nichts anderes als im Hintergrund Daten suchen die älter als ein paar Wochen sind und die neu schreiben.
        Der nächste Punkt wäre dann wenn mehr Fehler entstehen als die Korrektur wiederherstellen kan - dann sind die Daten korrupt oder weg.

        Netter Nebenfakt: Alle modernen SSDs schützen sich heutzutage durch "Wiederauffrischen" alter Daten davor, dass die Daten verloren gehen bzw. unlesbar werden Bei QLC wird so denke ich das Auffrischungsintervall noch mal kürzer angesetzt werden (müssen). Das erzeugt natürlich auch tonnenweise Schreibzugriffe / Programmierzyklen.
        Die Frage ist halt, wie die lang die Zyklen wirklich sind. Wenn die Zelle 1.000 Schreibvorgänge überlebt und einmal im Monat aufgefrischt wird, was ich eigentlich noch für oft halte, dann hält die SSD immer noch über 80 Jahre minus einen Monat für jedes geschriebene Bit pro vorhandenem Bit mal Bit pro Zelle. Ist aber auf jeden Fall signifikant.
      • Von Incredible Alk Flüssigstickstoff-Guru (m/w)
        AW: SSD-Markt: Trend zu 96 Layern mit QLC-Technik hält an

        Zitat von empy
        Ich behaupte mal, so was kommt schon bei Festplatten "ständig" vor. Zum Problem wird es halt, wenn es sich so sehr häuft, dass die Korrekturmechanismen überfordert sind.
        Ja, das kommt ständig vor (bei Festplatten sehr viel häufiger als bei SSDs aber aus anderen Gründen, nicht weil da Bits hordenweise rumspringen würden). Wenn die Korrekturmechanismen ans Limit kommen bemerkt man das erstmal wenns extrem lahm wird - so gesehen bei dem "Alte-Daten-Problem" der 840EVO. Da ist genau das passiert: Daten die nicht aufgefrischt wurden bzw. Monate alt waren haben ihre Ladungszustände schleichend verloren und die Fehlerkorrektur musste übel eiern um das hinzubiegen - schon standen da 500 KB/s statt 500 MB/s. Und die Firmware macht auch nichts anderes als im Hintergrund Daten suchen die älter als ein paar Wochen sind und die neu schreiben.
        Der nächste Punkt wäre dann wenn mehr Fehler entstehen als die Korrektur wiederherstellen kan - dann sind die Daten korrupt oder weg.

        Netter Nebenfakt: Alle modernen SSDs schützen sich heutzutage durch "Wiederauffrischen" alter Daten davor, dass die Daten verloren gehen bzw. unlesbar werden Bei QLC wird so denke ich das Auffrischungsintervall noch mal kürzer angesetzt werden (müssen). Das erzeugt natürlich auch tonnenweise Schreibzugriffe / Programmierzyklen. Um hier kein Fass aufzumachen werden die dadurch generierten Schreibzyklen aber NICHT in den SMART-Werten registriert. Und die User mit Halbwissen bemerken nichts davon wie viel wirklich auf ihren NAND geschrieben wird und regen sich auch nicht auf. Geschickt, oder?
        Unter anderem deswegen sind die TBW-Werte nebenbei viel niedriger als was theoretisch wirklich ertragen wird - die SSDs schreiben tatsächlich auch viel mehr als gezählt/angegeben wird. Bei den Härtetests wo Petabytes erreicht wurden im "Dauerschreiben" spielt das keine Rolle weil die SSD gar keine Zeit hat selbst aufzufrischen. Eine SSD, die 1000TB schreiblast erträgt wird aber wenn sie mal 5 Jahre "normal" benutzt wurde da nicht mehr hinkommen weil durch die Auffrischungen schon viele TB weg sind.

        Dennoch ändert das natürlich nichts daran, dass SSDs bei normaler Nutzung zig Jahre brauchen bis Schreibzyklen ein Problem werden.
      • Von empy Lötkolbengott/-göttin
        AW: SSD-Markt: Trend zu 96 Layern mit QLC-Technik hält an

        Zitat von Incredible Alk
        Schön wärs - blöderweise sind die Levels 2^n, für TLC brauchste 2^3 = 8 Levels, für QLC 2^4 = 16 Levels.
        Ja... danke

        Was meinst du, warum mich das juckt?

        Zitat von Incredible Alk
        Je mehr Levels du hast desto kleiner werden entsprechend die Spannungsabstufungen und desto schwerer wird es, beispielsweise ein "0110" von einem "0111" zu unterscheiden.
        Ich behaupte mal, so was kommt schon bei Festplatten "ständig" vor. Zum Problem wird es halt, wenn es sich so sehr häuft, dass die Korrekturmechanismen überfordert sind. Wissen sicher die meisten, aber ich dachte, ich stelle das bei der Gelegenheit noch mal so in den Raum.
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