Ein Petabyte auf einer SSD: Samsung hält 1.024 Terabyte für möglich
Bis zu ein Petabyte, also 1.024 Terabyte soll laut Samsung auf eine SSD passen. Das behauptete das Unternehmen auf dem China Flash Memory Market Summit. Das geschehe nicht unbedingt "über Nacht", sei aber durchaus realistisch. Mehr als 1.000 Lagen an Speicherzellen beim 3D-NAND sollen das ermöglichen
Als weltgrößter Anbieter von 3D-NAND erhöht Samsung kontinuierlich die Bitdichte und die Kapazitäten seiner Solid-State-Drives. Auf dem China Flash Memory Market Summit sagte das Unternehmen, dass die Kapazität einer einzelnen SSD auf 1 Petabyte (PB, oder 1.024 Terabyte) steigen kann, aber das würde natürlich noch etwas dauern.
Einem Bericht von A&SMag zufolge erwartet Samsung, dass 3D-NAND sowohl die physische als auch die logische Skalierung ungebremst fortsetzen wird. Das bedeutet, dass die Größe der NAND-Flash-Zellen abnehmen und die Anzahl der Schichten zunehmen wird, sodass jede Schicht mehr Daten speichern kann. Außerdem rechnet Samsung mit fortschrittlicheren Speichertechnologien für 3D-NAND-ICs. Physikalische, logische und speichertechnische Innovationen werden die Kapazität eines Laufwerks innerhalb des nächsten Jahrzehnts auf einen Petabyte erhöhen, so Samsung auf der Veranstaltung.
Riesen-SSDs haben Tradition bei Samsung.
Samsung liefert seit Langem einige der SSDs mit der höchsten Speicherkapazität der Branche. Das Unternehmen war unter den Ersten, die 2016 ein 15,36 TB-Laufwerk in Massenproduktion herstellten, und brachte 2017 ein 3D-TLC-basiertes 30,72 TB-Produkt auf den Markt. Samsung hat 2019 auch eine 64-TB-SSD und 2021 einen Prototyp einer 128-TB-SSD auf 3D-QLC-NAND-Basis vorgestellt, aber diese Geräte sind noch nicht in die Massenproduktion gegangen. Dabei handelt es sich um teure Enterprise-SSDs. Bei halbwegs bezahlbaren Consumer-SSDs ist aktuell bei acht Terabyte pro SSD Schluss.
Im Gegensatz zu einigen seiner Branchenkollegen setzt Samsung den 3D-QLC-NAND-Speicher eher konservativ ein und erforscht derzeit Möglichkeiten, die QLC-Technologie durch Fortschritt der Controller in den Mainstream zu bringen. Samsung räumt jedoch ein, dass die physische Skalierung (Verkleinerung der NAND-Zellen und Erhöhung der Anzahl der NAND-Schichten) auf circa 1.000 Schichten pro 3D-NAND-Baustein allein nicht ausreichen wird, um die Bitdichte des Flash-Speichers schnell zu erhöhen.
Nach Quad Level Cell (QLC) kommt Penta, Hexa und Octa
Im Gegensatz zu Samsung hat sich Kioxia (ehemals Toshiba) besonders lautstark über die logische Skalierung von NAND geäußert. 2019 war Kioxia der erste 3D-NAND-Hersteller, der über die Entwicklung eines PLC-3D-NAND-Speichers (Penta Level Cell) sprach, der 5 Bits pro Zelle (bpc) speichern kann. Das Team von Wissenschaftlern und Ingenieuren von Kioxia demonstrierte daraufhin im Jahr 2021 einen funktionsfähigen 3D-HLC (Hexa-Level-Cell)-3D-NAND-Speicher, der 6 bpc speichert. Das Unternehmen vertrat sogar die Ansicht, dass ein OLC (Octa-Level-Cell)-3D-NAND-Speicher mit 8 bpc möglich sei.
Um sechs Bits pro Zelle zu speichern, benötigt die NAND-Zelle 64 Spannungszustände, während ein 8-Bit-pro-Zelle 3D-NAND-Speicher 256 Spannungszustände benötigt. Die Steigerung der Anzahl von Bits pro Zelle stellt die Hersteller vor mehrere Herausforderungen.
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Einerseits müssen sie geeignete Materialien finden, die in der Lage sind, 64 oder 256 Spannungszustände zu speichern, ohne dass sie sich gegenseitig stören. Andererseits müssen sie in der Lage sein, solche Materialien in großen Mengen herzustellen. Ebenso müssen sie bei der Entwicklung von 3D-NAND-Speichern auch die Temperaturen berücksichtigen, da höhere Bitdichten die Temperatur der Speicherchips erhöhen. Nicht zuletzt erfordert die Entwicklung von 3D-HLC- und 3D-OLC-NAND-Speichern äußerst komplexe ECC-Algorithmen und leistungsstarke Controller. Diese können jedoch so teuer sein, dass die Vorteile der logischen Skalierung von 3D-NAND aufgewogen werden.


Wie sieht es denn dann mit der Haltbarkeit aus? QLC soll ja z.B. weniger langlebig sein als TLC.
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Jetzt werden also auch schon April-Scherze geleakt?
Das hier ist ganz gewöhnlicher Clickbait per Superlativ.
Man kann darüber diskutieren was man als Datengrab bzw. "reicht" versteht aber:
....20-30 Stunden dauert....
Ich kenne diese Zeiten (und noch deutlich mehr) von meiner NAS.
Das nervt schon auch wenn man da nichts selber machen muss.
Wenn dann hier noch die Schreibgeschwindigkeit auf einmal nur noch ~ein fünftel oder weniger (30MB/s) wäre ....
Ich hab hier 2x16 TB an HDD-Speicher im PC als Datengrab (gespiegelte HDDs). Da eine Platte auszutauschen und neu zu beschreiben wie ich es vor kurzem defektbedingt tun musste ist ganz sicher kein Spaß da das 20-30 Stunden dauert die Daten auf die neue Platte zu spiegeln. Aber das ist trotzdem nicht wirklich schlimm da es im Hintergrund automatisch läuft und nichts behindert. Die Daten darauf sind ja nicht im produktiven Betrieb wo das relevant wäre.