SSD: Forscher erhöhen Leistung durch bessere Software drastisch
Japanische Forscher haben sich eines alten SSD-Problems angenommen, das die Leistung bremst und die Lebenszeit verkürzt. Dazu schreiben sie neue Daten direkt in zu löschende Zellenblöcke, was bisher nicht möglich war. Dazu braucht es in der Theorie nur die Middleware "Logical Block Address Scrambler" und keine neue Hardware.
Solid State Disks waren seit ihrem ersten massenmarkttauglichem Erscheinen die beste Möglichkeit, den eigenen Rechner gefühlt deutlich schneller werden zu lassen. Wie viele andere neue Techniken waren die Sprünge bei der Leistung mit jeder Generation deutlich, doch es erforderte stets eine neue SSD. Japanischen Forschern ist es nun indes gelungen, scheinbar nur über die Software einen deutlichen Leistungszuwachs zu erzielen. Dazu wird nur ein Firmware-Update nötig sein.
Die Japaner haben eine Lösung dafür gefunden, dass SSDs beim Schreiben neuer Daten alte Daten nicht direkt überschreiben können. Bisher lief es so, dass die alten Daten zum Löschen beispielsweise vom Betriebssystem mittels TRIM-Befehl freigegeben werden und vom Controller dann über die Garbage Collection entsorgt werden. Das hat trotz TRIM einige Nachteile, unter anderem einen Leistungsverlust. Die Japaner gehen nun mittels der Middleware "Logical Block Address Scrambler" dagegen vor. Anstatt neue Daten in eine leere Speicherzelle zu schreiben, schreibt man die Daten in einen Block, der ohnehin zum Löschen freigegeben ist. Als Ergebnis dieser Maßnahme wird die Anzahl der zu löschenden Zellen für die Garbage Collection kleiner, die pro Einheit mindestens 100 ms benötigt.
Das soll in der Summe die Schreibgeschwindigkeit von SSDs um bis zu 300 Prozent erhöhen und die Anzahl der Zyklen um bis zu 55 Prozent verringern. Weniger Aufgaben bedeuten auch weniger Strombedarf, der um bis zu 60 Prozent verringert worden sein soll. Außerdem wirkt sich die Maßnahme positiv auf den Lebenszyklus von SSDs aus, deren Lebenserwartung maßgeblich von den Schreibzyklen bestimmt wird (Löschen ist auch ein Schreibzyklus).
Vor allen Dingen aber ist für die Methode in der Theorie keine neue Hardware vonnöten, was den Geldbeutel schont. Die Idee wurde schon etwas früher entwickelt, war bisher aber nicht ganz so vielseitig anwendbar und etwas sperrig. Mehr zu SSDs und ihrer Technik erfahren Sie auch in unseren Specials "Lebensdauer einer SSD auf der Spur" und "SSD einbauen und einrichten".


Also ich war von meiner ersten SSD sehr überzeugt, einer der wenigsten Update's meines Pc's die wirklich einen spürbaren Unterschied gebracht haben!
Wäre sofort bereit mir sowas zuzulegen, sofern die Preise nicht wirklich überirdisch sind, was aber leider so scheint ._.
Wenn man sich den Artikel der Japaner genauer ansieht, kommen die 300% + nur zu Stande, wenn die SSD min. zu 80% gefüllt ist, also schon langsamer wird. Wenn die Verlangsamung dadurch kompensiert werden kann alle Achtung. Das hat dann aber nichts mit Verdreifachung der Leistung im allgemeinen zu tun. Ansonsten reden wir hier über auch schon beachtliche +25 bis 50 %. Bis jetzt wurde das auch nur simuliert und noch nicht im RL getestet. Nicht ohne Grund geben die Jungs ausschließlich prozentuale Werte an, die lesen sich viel besser. Was PCGH daraus macht ist ganz schön reisserisch
aber es steht 55% weniger Zyklern, nicht schreibzyklen (auch wenn diese auch verringert werden, glaube ich, dass mit Zyklen in dem Fall die benötigten IO/Controller Operationen gemeint sein können.
Wenns tatsächlich 55% weniger Schreibzyklen wären, wäre das schon cool, das würde sich fast linear auf die Lebensdauer auswirken.
Wie auch immer, Zitat aus der englischen Quelle:
Zumindest beim Schreiben sollte es sich bemerkbar machen. Wird schließlich ca. 1/3 weniger Schritte benötigt.
SAS kann schon jetzt 12GBit/s. Warum SAS (HDD) an SATA(Chipsatz) noch nicht geht ist mir bis heute schleierhaft.
SATA-Platten gehen an SAS-Chipsätzen.
Das eigendliche Problem Sata 3 ist damit auch nicht gelöst.
Ich hoffe das M.2 isch schnell durchsetzt!!!