Ryzen 7 1700 und X370-Board: M.2-SSDs im RAID-Verbund? Leserbrief der Woche
Tag für Tag erhält PC Games Hardware Anfragen, Vorschläge und Kritik von Lesern. In der Rubrik "Leserbrief der Woche" stellen wir Ihnen wöchentlich einen ausgewählten Leserbrief und bei Bedarf die Antwort eines Fachredakteurs vor. Beachten Sie, dass der Leserbrief der Woche nicht zwangsläufig in der Woche an die Redaktion geschickt wurde, in der er Ihnen an dieser Stelle präsentiert wird.
PCGH-Leser Stephan K. hat sich ein Rzyen-System mit einem Ryzen 7 1700 und einem MSI X370 Gaming Pro Carbon gegönnt. Lohnt es sich, seine beiden Samsung 960 Evo im RAID zu betreiben?
Der Leserbrief:
"Ich bin einer der "Bekloppten", der einen Ryzen 7 1700 vorbestellt hat und erhalte in Kürze das MSI X370 Gaming Pro Carbon, das über zwei M.2-Schnittstellen verfügt. Eine dieser Anschlussmöglichkeiten ist per PCI-Express 3.0 ×4 angebunden, während die zweite Schnittstelle über PCI-Express 2.0 ×4 betrieben wird. Jetzt frage ich mich, wie hoch die Unterschiede im Datendurchsatz sind und ob es sich überhaupt lohnt, meine beiden M.2-SSDs Samsung 960 Evo in einen RAID-Verbund einzubinden."
Die Antwort von Torsten Vogel (Fachbereich Mainboards):
"Damit ein derartiger RAID-Verbund Vorteile ergibt, müssen vier Bedingungen erfüllt sein:
1. Da AMD nativ nur SATA-RAID-Verbünde unterstützt, muss ein Software-RAID genutzt werden. Dafür muss entweder Linux genutzt werden oder, falls Windows zum Einsatz kommt, ein drittes Laufwerk für das Betriebssystem zur Verfügung stehen.
2. Diese Software-RAID-Lösung muss unterschiedlich schnelle Laufwerke auslasten können, die Daten also nicht 1:1 (normales RAID 0), sondern 2:1 spiegeln. Sonst würde der Verbund nur doppelte PCI-Express-2.0-×4-Geschwindigkeit erreichen, also in etwa die Leistung eines einzelnen PCI-Express-3.0-×4-Anschlusses.
3. Man benötigt eine Anwendung, die ihre Daten ausschließlich vom RAID-Verbund bezieht, also zum Beispiel nicht durch weitere Zugriffe auf die Betriebssystem-SSD gestört wird.
4. Diese Anwendung muss durch die ohnehin sehr gute Performance einer einzelnen 960 Evo limitiert werden. Reine Kopiervorgänge dürften mangels eines noch schnelleren Ziel- beziehungsweise Quell-Laufwerkes übrigens nicht dazu zählen.
Sollten bei Ihnen ein Szenario vorliegen, dass alle vier Bedingungen erfüllt, dann würde sich ein RAID-0-Verbund lohnen - und mich würden Details darüber interessieren. Uns ist nämlich noch keins eingefallen :-)"
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Fest steht aber: SSDs lohnen sich nur bis zu einer gewissen Grenze. Man darf auch umgekehrt nicht vergessen, dass sich kein Entwickler 10-Minuten-Ladezeiten von einer HDD erlauben kann und global betrachtet gibt es sehr viele Anwender, die nicht ihre komplette Spielesammlung auf Flash unterbringen können.
Auch die Ladevorgänge der meisten Spiele werden nicht nur das Laufwerk begrenzt. Man kann sich überschlagsweise einfach mal die Arbeitspeicherbelegung der Titel angucken: 8 GiB in den RAM zu laden dauert auch mit einer SATA-SSD keine 40 Sekunden. Aber 2 GiB zu laden und zu 8 GiB zu entpacken...
da leider noch keiner eine Antwort auf meine Frage hatte bin ich so frech und frage einfach nochmal:
Kann ein Ryzen Besitzer mal bitte testen ob man inzwischen durch ein AMD RAID beim X370 Chipsatz die SMART Werte der Festplatten mit Programmen wie z.B. CrystalDiskInfo auslesen kann?
Soweit mir bekannt geht das aktuell nur mit Intel RAID?
Vieles Dank.
Hatte auch mal ein RAID 0, was dann nach 2 Monaten den Geist aufgegeben hatte, war im Prinzip viel Arbeit, viel Ärgerei für nix und dann krepiert das Ding auch noch.
Las es sein, real Performancetechnisch bringts nix, nur in irgendwelchen Benchmarks hast du dann größere Balken, toll. Dafür dann ein viel größeres Risiko.
Und wenn Performance sooooo wichtig wäre, dann hätte ich mir nicht 2 Evo sondern 2 Pro zu gelegt, wenn schon, dann wenigstens richtig.