Zu hohe SSD-Preise: Phison-CEO sorgt sich um sinkende Nachfrage
Seit Monaten steigen die Preise für SSDs an - vor einer weiteren Verteuerung warnt nun allerdings der CEO des Herstellers Phison. Demzufolge würden noch höhere Kosten die Nachfrage ins Stocken bringen.
In den vergangenen Monaten wurde vermehrt ein Preisanstieg für SSDs prophezeit, der seit Jahresanfang in vollem Gang ist. Von der ursprünglich prognostizierten Verteuerung in Höhe von 50 Prozent sind wir immerhin noch etwas entfernt - die Samsung 980 Pro 2 TB etwa ist in den vergangenen Monaten um rund 33 Prozent gestiegen -, doch scheint der Trend weiter nach oben zu gehen. Vor einer weiteren Preiserhöhung warnt nun aber K. S. Pua, der CEO des Speicherherstellers Phison.
Gegenüber dem Branchenmagazin Digitimes befürchtet Pua, dass die Nachfrage nach SSD-Speicher ins Stocken geraten könnte, wenn die Preise weiter anziehen. Schließlich gebe es aller Notwendigkeit für Speicherlösungen zum Trotz eine Preisgrenze, bei der potenzielle Kunden wahlweise weniger Speicher kaufen oder gar komplett auf die Anschaffung verzichten.
Um dem entgegenzuwirken, sollen Pua zufolge NAND-Hersteller die seit Monaten gekürzte Produktion wieder ausweiten und wieder damit beginnen, die Nachfrage regulär zu bedienen. Die Hersteller selbst könnten sich hier aber noch etwas zieren, wie das Portal Tom's Hardware erklärt: Pua selbst warnte im Mai 2023 noch davor, dass die tiefen Preise für einen industrieweiten Konkurs sorgen könnte. Im Kontext der Weltwirtschaftslage wäre es demzufolge nachvollziehbar, wenn die Speicherhersteller Vorsicht vor einem erneuten Überangebot an SSDs walten lassen.
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Quelle: Digitimes via Tom's Hardware
