NAND-Knappheit: Phison verschärft Zahlungsbedingungen für SSD-Kunden
Die Lage im NAND-Markt bleibt angespannt, und passend dazu soll Hersteller Phison nun die Zahlungsbedingungen angepasst haben. Kunden sollen künftig schneller zahlen.
Die angespannte Situation auf dem NAND-Markt hat offenbar zunehmend Auswirkungen auf die nachgelagerte SSD-Lieferkette. So soll der Controller-Hersteller Phison mittlerweile seine Zahlungsbedingungen gegenüber Kunden angepasst haben. Ausgangspunkt dieser Entwicklung sollen Veränderungen bei den Zulieferern sein.
Phison habe nach eigenen Angaben in der Vergangenheit wiederholt finanzielle Spielräume eingeräumt, um Bestellungen von Kunden zu unterstützen. Unter den aktuellen Marktbedingungen könnte diese Praxis jedoch schwieriger aufrechtzuerhalten sein. Unklar bleibt bislang, welche Partner konkret von den neuen Anforderungen betroffen wären.
In einem Schreiben an die eigenen Kunden soll Phison zwar auf die veränderten Rahmenbedingungen hingewiesen haben, konkrete Kriterien für die neuen Zahlungsmodalitäten würden darin jedoch offenbar nicht genannt. Je nach Auftrag sollen allerdings entweder Vorauszahlungen oder bestehende Zahlungsfristen verkürzt werden.
Parallel dazu sollen auch mehrere NAND-Produzenten ihre Vertragsmodelle angepasst haben. Berichten zufolge verlangen einzelne Hersteller bei längerfristigen Liefervereinbarungen inzwischen Vorauszahlungen. Solche Modelle sind in der Speicherindustrie nicht ungewöhnlich und werden vor allem in Phasen erhöhter Nachfrage oder begrenzter Produktionskapazitäten eingesetzt. Ziel ist es in der Regel, Produktionsrisiken zu reduzieren und Planungssicherheit für beide Seiten zu schaffen.
Für Endkunden lassen sich daraus allerdings bislang keine unmittelbaren Konsequenzen ableiten. SSD-Hersteller müssten zwar steigende Kosten entlang der Lieferkette berücksichtigen, ob und in welchem Umfang sich diese aber in Form höherer Preise bemerkbar machen könnte, dürfte stark von Wettbewerb, Lagerbeständen und bestehenden Lieferverträgen abhängen.
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Quelle: Digitimes Asia via Tom's Hardware

Der Phison-CEO soll außerdem betont haben, dass Speicherhersteller derzeit "eine Vorauszahlung für drei Jahre verlangen (was in der Elektronikindustrie beispiellos ist)" und dieselben Hersteller "intern davon ausgehen, dass die Knappheit bis 2030 oder sogar noch weitere zehn Jahre andauern wird".
Das sind nicht unsere Best Buddies, diesen Entscheidungen liegt kein moralischer Kompass zugrunde.
In diesem Umfeld regiert der Pragmatismus. Die sind alle extrem versiert und lassen sich sicher nicht von Idealen leiten.
In der Teppichetage von Phison und Co. wird nicht mit dem Herzen entschieden, sondern mit dem Taschenrechner. Wer dort oben mitspielt, hat die rosarote Brille schon vor langer Zeit abgelegt.
OpenAI hat ja bekanntermaßen 40% des weltweiten RAMs vorbestellt. Aber sie haben natürlich nicht alles auf einmal bezahlt.
Phison glaubt nicht so ganz an KI und das sie in Zukunft genug Geld bringt, das man auch diese ausstehenden Rechnungen dann noch zahlen kann.
Also sagen sie jetzt, das man gerne lieber Vorkasse hätte.
Man arbeitet halt lieber mit Fakten und nicht mit Glauben und Versprechen.