SSD ohne SLC-Cache: Überraschendes Benchmark-Ergebnis - manchmal schneller

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SSD ohne SLC-Cache: Überraschendes Benchmark-Ergebnis - manchmal schneller
Quelle: Pichau Gaming

Ein aktueller Test vergleicht dieselbe SSD mit und ohne SLC-Cache. In vielen Szenarien steigert dieser zwar die Leistung, es gibt aber eine Ausnahme.

Um mit niedrigem Kosteneinsatz immer höhere Kapazitäten zu ermöglichen, wird in modernen SSDs längst mehr als ein Bit pro NAND-Speicherzelle gespeichert. MLC-Zellen speichern jeweils zwei Bits, die weitverbreiteten TLC-Zellen speichern drei Bits und die derzeit aufkommenden QLC-Zellen vier Bits. Damit einhergeht eine deutlich komplexere Ansteuerung der Zellen, die die Lese- und vor allem die Schreibgeschwindigkeit beeinflussen kann. Deswegen setzen viele SSDs auf einen SLC-Cache. Durch diesen werden die noch freien Speicherzellen zuerst mit je einem Bit pro Zelle beschrieben, um die Performance zu erhöhen. Später, wenn die SSD nicht aktiv genutzt wird, kann sie die Daten dann selbstständig auslesen und die Daten komprimiert auf wenigen Zellen unterbringen.

Schneller ohne Cache

Theoretisch sollte ein SLC-Cache damit die Performance in allen Nutzungsszenarien einer SSD verbessern. Ein Test von Gabriel Ferraz, der für The Overclocking Page das Thema SSDs abgedeckt, widerspricht dieser Annahme aber. Dazu wurde als SSD eine Pichau Aldrin Pro mit 2 TB Kapazität genutzt, die auf 128-Layer-TLC-NAND von YMTC setzt und diesen mit dem Controller Innogrit IG5236 ansteuert.

Im Werkszustand, mit aktiviertem SLC-Cache, schreibt die leere SSD laut den Messdaten von Ferraz 691 GB mit dem SLC-Cache, dabei werden 6.659 MB/s erreicht. Danach fällt die Leistung zunächst auf 2.234 MB/s ab und landet bei 868 GB Kapazität schließlich bei nur noch 824 MB/s. Nutzt man die SSD hingegen ohne den SLC-Cache, lässt sie sich offenbar komplett mit rund 2.150 MB/s beschreiben. Der starke Rücksetzer am Ende bleibt aus. Grund ist das Aufräumen der SSD: Mit aktiviertem SLC-Cache sind bei 868 GB alle Speicherzellen beschrieben. Werden am Stück noch mehr Daten nachgeschoben, muss sie im SLC-Modus betriebene Speicherzellen auslesen und zu TLC-Zellen zusammenfassen - und das dauert.

Passend zum Thema: Großer Performance-Sprung mit 26 GB/s: Micron stellt erste PCIe-6.0-SSD vor

In vielen weiteren Tests zeigt die SSD mit SLC-Modus hingegen deutliche Vorteile: In Benchmarks sind die Latenzen besser und kleine Datenmengen lassen sich logischerweise deutlich schneller kopieren. Zudem arbeitet die SSD mit SLC-Cache offenbar effizienter, auch wenn ihr Maximalverbrauch höher liegt. In praktischen Anwendungen, etwa beim Laden von Spielen, gibt es zwar kaum einen Unterschied. Sofern es nicht um das schnelle Transferieren gigantischer Datenmengen geht, ist der SLC-Cache aber, wie erwartet, trotzdem eine sinnvolle Ergänzung.

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Quelle: The Overclocking Page via Techpowerup

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    • Kommentare (1)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Pleasedontkillme Software-Overclocker(in)
        Nun gibt es SSD die günstiger sind aber praktisch keinen nennenswerten Nachteil mitsich bringen. Hört sich gut an.

        Wie ist es mit der Lebensdauer?
      • Von Pleasedontkillme Software-Overclocker(in)
        Nun gibt es SSD die günstiger sind aber praktisch keinen nennenswerten Nachteil mitsich bringen. Hört sich gut an.

        Wie ist es mit der Lebensdauer?
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