Nimbus Data Exadrive DC100: 100-TB-SSD hat einen Preis
Als Interessent für das Exadrive von Nimbus Data musste man wahrlich Geduld beweisen. Lange war für die bereits im März 2018 angekündigte 100 Terabyte große SSD kein Preis verfügbar. Den gibt es jetzt.
Im März 2018 kündigte Nimbus Data die Exadrive DC100 an, eine 100 Terabyte fassende SSDs, die zum damaligen Zeitpunkt als das größte Flashlaufwerk der Welt galt. Ein Modell mit 50 Terabyte Speicherplatz wurde auch in Aussicht gestellt. Nimbus Data hat die Exadrive DC100 speziell für Datenzentren entwickelt, wo der geringere Stromverbrauch - laut Firmenangaben braucht die neue SSD 85 % weniger Strom pro Terabyte als die Konkurrenzmodelle - eine Reduktion der gesamten Kosten pro Terabyte um 42 % ermöglichen soll.
Damit kann man auch den Anschaffungspreis rechtfertigen, der nun offiziell ist - 40.000 US-Dollar für die Exadrive DC100. Auf den Terabyte- oder Gigabytepreis umgerechnet ist das gar nicht mal so günstig - selbst für Enterprise-Verhältnisse nicht. Aber wenn in Rackzahlen kalkuliert wird, verschiebt sich auch der Anschaffungspreis in der Skala der Kosten. Die Kapazität macht das Produkt zudem zu einem Leuchtturm und so könnte sich der eine oder andere Abnehmer finden. Außer Ankündigungen im diesem Kapazitätsbereich gibt es nicht viel am Markt. Die halb so große Version ist mit 12.500 US-Dollar deutlich günstiger, steht aber auch nicht ganz so alternativlos dar.
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Um die Daten unterzubringen, braucht es einiges an DRAM-Chips, weshalb das Laufwerk als 3,5-Zoll-Version in voller Höhe mit SAS-Anschluss ausgeführt ist. Nimbus Data gibt die Transferleistung mit 500 MB/s lesend und 460 MB/s schreibend an. Das dürfte zum SAS-2/SAS-6G-Anschuss passen. Im Leerlauf soll der Stromverbrauch bei 0,1 Watt pro Terabyte liegen.
Da Nimbus Data die Exadrive DC100 speziell für die Anwendung in Datenzentren entwickelt hat, bietet sie einige daraufhin ausgerichtete Features. Eine Besonderheit ist die Garantiedauer von fünf Jahren, die im Gegensatz zu anderen Garantien für Datenzentren-SSDs keine Beschränkung der Schreibzugriffe pro Tag beinhaltet. Die mittlere Zeit zwischen Fehlern soll bei 2,5 Millionen Stunden liegen. In die Exadrive DC100 sind spezielle Kondensatoren verbaut, welche im Falle eines Stromausfalls dafür genutzt werden können, die gebufferten Dateien zu sichern. Weiterhin bietet das neue Flashspeicherlaufwerk Verschlüsselungsfunktionen, ECC-Prozessoren und eine Datenschredderfunktion.
Quelle: Nimbus Data

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Das sind dann nur noch 6,25 Mrd SSDs anstatt 62,5 Mrd 16TB-Platten.
100 TB ist zwar ne Nummer, selbst die 50 TB sind nicht ohne.
Aber nur 500 MB/s lesend und 460 MB/s schreibend? Das mag für ne 10TB Platte noch akzeptabel sein, aber bei so viel Speicher dauert es ewig die Platten zu befüllen oder zu sichern.
Das mag den Ottonormalo User weniger interessieren, aber in Unternehmen müssen Daten auch in möglichst kurzen Zeiten kopiert/verschoben/gesichert werden können.
Ich mach mal ein einfaches Beispiel: RAID 5 und so ein Teil raucht ab und die war zu 75% voll. Garantie hin oder her, ein Ersatz muss erstmal ran und bei 460 MB/s schreibend dauerts knapp 2 Tage ein rebulid zu machen unter der Vorraussetzung das die 460 MB/s durchgehen voll anliegen.
Für 40.000 US Doller kann man sich auch 5 Samsung PM1643 kaufen, die zu nem Raid 5 bündeln, hat dann effektiv 120TB, jeder Platte ist mit SAS-3 angebunden und eine Ausfallsicherheit von einer SSD ist bereits inklusive.
Ein SAS-3 oder gar ein SAS-4 Anschluss (gibt es ja auch schon seit 2017) mit 22,5 Gbit/s, alternativ auch U.2, würden hier deutlich besser zu einem solch großen Speicher passen.
Warum man sich hier auf eine Geschwindigkeit die sogar niedriger liegt als die von "gewöhnlichen" Sata III SSDs beschränkt ist mir Schleierhaft.
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In die Exadrive DC100 sind spezielle Kondensatoren verbaut, welche im Falle eines Stromausfalls dafür genutzt werden können, die gebufferten Dateien zu sichern.
wenn man sie mit der 100TB vergleicht, fast der halbe Preis pro TB