Micron 7450: Erste Datacenter-SSD mit 176-Layer-NAND vorgestellt
Micron hat mit der neuen SSD 7450 die erste Datacenter-SSD angekündigt, die auf 176-Layer-NAND-Speicher setzt. Neue Leistungsrekorde werden dadurch aber nicht aufgestellt - entsprechende Lese- und Schreibraten gibt es im Consumer-Bereich schon länger. Neu ist dafür die gestiegene Haltbarkeit.
Schon im November 2020 hat Micron den ersten 3D-NAND mit 176 übereinander gestapelten Schichten angekündigt, und seit vergangenem Juni gibt es auch erste Consumer-SSDs, die auf diesen Speichertyp setzen. Nun hat das Unternehmen eine Produktreihe angekündigt, mit der der neue Speicher auch ins Datacenter gebracht werden soll.
Niedrige Reaktionszeit, hohe Geschwindigkeit
Konkret hat Micron die NVMe-SSDs mit der Kennnummer 7450 vorgestellt, die angeblich erstmals 176-Layer-NAND in das Datacenter bringen soll. Neben dem NAND-Spiecher selbst stammen dabei angeblich auch der verbaute RAM-Cache sowie der Speichercontroller aus dem Hause Micron.
Laut Microns Pressemitteilung sollen die sich die 7450-SSDs insbesondere durch eine sehr niedrige Latenzzeit auszeichnen, die in nahezu allen denkbaren Szenarien bei maximal 2 ms liegt und damit um 50 Prozent niedriger sein soll als bei gewöhnlichen SATA-SSDs. Für Spieler dürfte das allerdings keine nennenswerten Vorteile bringen. Als Datacenter-Produkt hat Micron mit der SSD stattdessen Datenbank-Anwendungen im Fokus.
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Quelle: Micron via Wccftech
Die Micron 7450 kommt in mehreren unterschiedlichen Bauformen auf den Markt. Die Speicherkapazität reicht von 480 GB bis hin zu 12,8 TB.
Das veröffentlichte Datenblatt spricht dabei dafür, dass die Performance der 7450-SSD im Vergleich zu PCI-Express-4.0-SSDs aus dem Consumer-Bereich keine neuen Bestwerte aufstellt. In der schnellsten Variante mit 12,8 TB Speicher kommt die SSD demnach auf sequenzielle Leseraten von 6.800 / 5.600 MB/s und IOPS-Werte von 1.000.000 / 410.000. Diese Werte werden bereits seit Längerem von einigen Consumer-SSDs, die ebenso auf 176-Layer-NAND von Micron setzen, übertroffen.
Der Grund, dass Micron erst jetzt entsprechende Datacenter-SSDs auf den Markt bringt, dürfte deshalb nicht die Leistung, sondern die Haltbarkeit sein. Datacenter-SSDs müssen strengere Spezifikationen erfüllen und beispielsweise Daten deutlich länger ohne Stromversorgung erhalten können. Außerdem ist die erlaubte Schreibrate der 7450-SSDs deutlich höher als bei entsprechenden Consumer-Modellen. Derartige Werte waren mit Microns anfänglicher Fertigung des 176-Layer-NANDs, die für ältere Consumer-SSDs zum Einsatz kommt, vermutlich schlicht nicht möglich.
Quelle: Wccftech (Pressemitteilung)
