MSI Z270: Hersteller weist Kritik am M.2-Shield zurück
Auf seinen Z270-Flaggschiff-Mainboards für den Sockel 1151 bietet MSI ein Kühlerblech für M.2-SSDs an, das der Hersteller marketingwirksam M.2-Shield nennt. Die Temperaturen von NVMe-Modellen sollen reduziert werden, was laut eines Tests von gamersnexus.net nicht funktioniere. MSI stellt sich gegen die Kritik und verweist auf zwei andere Tests.
Wenn Intels neue Chipsatzgeneration kaum Neuerungen bringt und Mainboards schon mit allerlei Anschlüssen vollgestopft sind, müssen sich die Hersteller etwas Neues ausdenken, um die Werbetrommel für die neuen Platinen rühren zu können. MSI setzt dazu unter anderem auf das sogenannte M.2-Shield, das bei den "Gaming"-Mainboards mit Z270-PCH ab dem Z270 Gaming M5 zum Einsatz kommt. Das Prinzip ist denkbar simpel: Ein Blech mit U-Profil wird auf einer M.2-SSD verschraubt. Zwischen SSD und Blech liegt ein Wärmeleitpad, mit dem die Wärme abgeführt werden soll. Flotte NVMe-Steckkarten würden bei anhaltender Last nicht mehr überhitzen, so die Theorie.
Die Webseite gamersnexus.net möchte mit einem Test, bei dem aufgeklebte Sensoren die Temperaturen nach einer Stunde Dauerbelastung mittels IOMeter protokollieren, bewiesen haben, dass das M.2-Shield kontraproduktiv sei und deshalb nicht genutzt werden sollte. Um bis zu 7 Grad Celsius seien die Temperaturen angestiegen. In einer Stellungnahme weist MSI die Kritik zurück und äußert Bedenken über die Testmethodik. Das Klebeband für die Sensoren arbeite als Isolator, sodass das Blech die Wärme nur noch bedingt abführen könne.
Quelle: gamersnexus.net
M.2-Shield im Test bei gamersnexus.net: Aufgeklebter Sensor auf der Vorderseite
Hinzu kommen weitere Probleme: Die Webseite hat eine Kingston Hyperx Predator (PCI-Express 2.0 x4, kein NVMe) auf dem Z270 Gaming Pro Carbon verwendet, bei der der Controller auf der Unterseite sitzt. Das ist wichtig, denn bei M.2-PCI-E-SSDs überhitzt am ehesten der Controller. Wo genau der Temperatursensor auf der Unterseite angeklebt wurde, zeigt gamersnexus.net nicht. Die Controller-Temperaturen wurden nur über die Software AIDA64 ausgelesen, was keine 100-prozentig zuverlässigen Werte liefert. Das U-Profil des M.2-Shield mündet derweil in das SSD-PCB. An die Unterseite gelangt also immer gleich viel Luft, egal ob Nutzer das Kühlplättchen einsetzen oder nicht. Der Controller könnte nur dann heißer werden, wenn das M.2-Shield die Wärme so schlecht abführe, dass der Controller von den Speicherchips auf der Vorderseite aufgeheizt würde. Problematisch bei der Testmethode ist zudem, dass das kleinste Verrutschen der Sensoren die Messergebnisse verfälscht.
MSI verweist derweil auf zwei Tests von bit-tech.net und kitguru.net, die beide Temperaturverbesserungen mit dem M.2-Shield festgestellt haben wollen. Erstere Webseite erklärt allerdings seine Testmethodik gar nicht und kitguru.net verlässt sich auf Wärmebilder, die auch schnell verfälscht werden können - die gezeigten unterschiedlichen Winkel reichen bereits für Abweichungen.
Ohne bisher eigene Tests gemacht zu haben, sollte Folgendes gelten: Das M.2-Shield sollte mit direkt aufliegendem Wärmeleitpad und dünnem Blech keine Verschlechterungen bringen, Nutzer sollten - spätestens wenn der Controller auf der Rückseite sitzt - aber auch keine weltbewegenden Verbesserungen erwarten. NVMe-SSDs müssen schon mehrere Minuten mit voller Leistung kopieren, um an ihre thermischen Grenzen zu gelangen und ihre Leistung zu drosseln. Das funktioniert nur beim Datentransfer von einigen Dutzend Gigabyte zwischen zwei solchen Datenträgern.

Ich benutze ein Asus sabertooth z170 Mark1 mit 35mm Lüfter die den m2 (950 pro) mit genügend Luftstrom durch ein Luftkanal versorgen soll. Ich habe zusätzlich Temperatur Sensoren under dem m2 gebracht. Das Ergebnis war nicht begeisternd.
Das SSD war bis zu 70 Grad warm anstatt 75. Ich glaube solche kühl Lösungen von MB hersteller sind fürs kritische Temperaturen gedacht damit ssd nicht drosseln soll. Diese sollen dazu dienen die ssds unter last an der Grenze zu halten. Und das heißt "innovative" "Kühl" "Lösung" für hersteller.
Ich hatte dann probiert mit eine 2mm kupferplatte auf den ssd. Die Platte nimmt die Wärme auf, ist richtig aber die Wärme bleibt da und heizt den ssd mit dieser gespeicherten Wärme. Unter Dauerlast würde die ssd noch heisser. Eine Platte (shield) nützt meiner Meinung nach nicht wenn die umgebungstemperatur sowieso warm ist und diese kein heatpipes hat. Die beste Methode ist direkte Luftstrom auf die ssd oder Wasserkühlung.
Als info
Unter normale Nutzung (spielen surfen etc) einer Nvme ssd wird man niemals eine hohe Temperatur Anstieg oder Drosselung feststellen können. Auch kein leistungsunterschied zwischen normale ssd.
Das größte Vorteil ist die Platzersparnis und keine Kabel notwendig.
Hi,
mir stellt sich gleich die Frage:
Warum verkaufen die Hersteller von M2.SSD die Karten ohne Kühlkörper, wenn die M2.SSD ohne Kühlung die Geschwindigkeit drosseln ?
lesen: 3200MB/s
schreiben: 1800MB/s
IOPS (Random 4K lesen/schreiben): 330k/330k
SSD Samsung 850 Evo - 500GB
lesen: 540MB/s
schreiben: 520MB/s
IOPS (Random 4K lesen/schreiben): 98k/90k
Ist auch in der Praxis deutlich spürbar zB. in BF1 immer der erste zu sein der die nächste Map geladen hat und Panzer/Flugzeug picken kann (was zugegeben irgendwie ein Design Fehler ist)
Wenn da auf dem Board kein Lüftchen weht, dann wird das Blech auch kaum was bringen. Sowas hier Titan TFD-3007M12S 30mm Preisvergleich | Geizhals Deutschland | Zalman ZM-RHS1 RAM-Kühler Preisvergleich | Geizhals Deutschland kostet nix und die SSD wird nicht zu heiß. Garantiert.