Bericht: SSD-Kapazität könnte sich bis 2029 vervierfachen

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Bericht: SSD-Kapazität könnte sich bis 2029 vervierfachen
Quelle: PC Games Hardware

Das IEEE bringt eine neue Roadmap für Massenspeicher auf den Weg. Für SSDs wird demzufolge eine Vervierfachung der Speicherdichte bis 2029 vorgesehen.

Das Institute of Electrical and Electronics Engineers (IEEE) hat eine neue Roadmap veröffentlicht, die die Entwicklung von Massenspeicher in den kommenden Jahren aufzeigen soll. Ein besonderer Fokus liegt hierbei auf dem SSD-Markt, der derzeit von "NAND-Flash dominiert wird" - schließlich seien alternative, nichtflüchtige Speichertechnologien wie MRAM oder FeRAM pro Bit noch zu teuer.

Für das laufende Jahr - und implizit auch das nächste - befinde sich der SSD-Markt laut dem IEEE in einem "Erholungsjahr". Übermäßige Lagerbestände, die infolge der Versorgungsunsicherheiten während der COVID-Pandemie erworben wurden, wurden gewissermaßen nicht schnell genug verbraucht, sodass der Fortschritt der Technologien stockte. Im Ausblick macht das IEEE jedoch Hoffnung auf größere Festplatten: "Zukünftige Entwicklungen für NAND-Flash mit höherer Kapazität umfassen eine höhere Anzahl von Schichten und mehr Bits pro Zelle", heißt es im Entwicklungsplan. Die Speicherdichte soll sich von 2025 bis 2029 vervierfachen:

  2017 2019 2021 2023 2025 2027 2029
Dichte 256 Gb
(TLC)
256 Gb
(TLC)
512 Gb
(TLC)
1 Tb
(TLC)
1 Tb/2Tb
(TLC+)
2 Tb/4Tb
(TLC+)
4 Tb/8Tb
(TLC+)
3D-Layer 64-96 112-176 Low 200 High 200 300+ 500+  

Allerdings werde die Kostenreduzierung im Kontext weiter hinzugefügter Schichten immer weniger spürbar, wie das IEEE erklärt. Mit jeder zusätzlichen Schicht erhöht sich die Speicherdichte, doch auch die Wafer-Verarbeitungszeit und die Kosten pro Wafer gehen hierdurch nach oben. Entsprechend müssen laut dem IEEE noch Konstruktions- und Fertigungsprobleme gelöst werden.

Um die gewünschte Erhöhung der Speicherdichte bei zeitgleicher Kostensenkung zu erreichen, führe kein Weg an einem möglichst kleinen Anstieg der Layer-Zahl oder dem Wechsel von TLC (Triple-Level Cell) zu QLC (Quadruple-Level Cell) oder gar PLC (Penta-Level Cell) vorbei. Allerdings gebe es auch ein Limit für die Layerzahl geben, die 3D-NAND "praktisch erreichen" kann. Bis diese Grenze allerdings berührt wird, dauert es laut dem IEEE noch eine Weile. Für das laufende Jahr wurden Prognosen von bis zu 1.000 Schichten diskutiert.

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    • Kommentare (28)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von perupp BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von hawkytonk
        QLC ist ja schon nicht so toll.
        ->Die QLC-Modelle - im Konsumenten-Markt - haben keinen RAM, wodurch die Geschwindigkeiten der SSDs nicht so toll sind.
        -->Bei mehr als 3Bit pro Zelle ist die Abnutzung der SSD einfach zu schnell. Zumindest bei SSDs für den Konsumenten-Markt.
        Wer will denn da mehr Bit pro Zelle?

        Wenn die Firmen die großen (für Firmen und Co. gebotenen) SSDs mit U.3-Formfaktor/Anschluss o.ä. für den Konsumenten-Markt anbieten würden. (Diese SSDs haben zwar auch höhere Verbrauchswerte - etwa 9W im Idle, 25W unter Last - und sind noch recht teuer/kostspielig in der Anschaffung, bieten aber wenigstens Kapazität + gute Haltbarkeit.) Den momentanen Konsumenten-Mainboards fehlen einfach nur die Anschlüsse.
        1. Der ram erhöht Geschwindigkeit nicht, (bei nvme)
        2. Ein normaler Konsumer schaft es echt nicht eine SSD tot zuschreiben
      • Von perupp BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von hawkytonk
        QLC ist ja schon nicht so toll.
        ->Die QLC-Modelle - im Konsumenten-Markt - haben keinen RAM, wodurch die Geschwindigkeiten der SSDs nicht so toll sind.
        -->Bei mehr als 3Bit pro Zelle ist die Abnutzung der SSD einfach zu schnell. Zumindest bei SSDs für den Konsumenten-Markt.
        Wer will denn da mehr Bit pro Zelle?

        Wenn die Firmen die großen (für Firmen und Co. gebotenen) SSDs mit U.3-Formfaktor/Anschluss o.ä. für den Konsumenten-Markt anbieten würden. (Diese SSDs haben zwar auch höhere Verbrauchswerte - etwa 9W im Idle, 25W unter Last - und sind noch recht teuer/kostspielig in der Anschaffung, bieten aber wenigstens Kapazität + gute Haltbarkeit.) Den momentanen Konsumenten-Mainboards fehlen einfach nur die Anschlüsse.
        1. Der ram erhöht Geschwindigkeit nicht, (bei nvme)
        2. Ein normaler Konsumer schaft es echt nicht eine SSD tot zuschreiben
      • Von Incredible Alk Flüssigstickstoff-Guru (m/w)
        Zitat von Kondar
        Bei jeder HDD die mal Ärger machte kammen vorher ~Geräusche.
        Ein schnelles Umkopieren war kein Problem.
        Bei meiner einzigen SSD welche Ärger (= tod) machte (Intenso) gab es keine Vorwarnung.
        HDDs können auch ohne Vorwarnung totalausfallen... aber es stimmt schon dass die weit häufiger ankündigen wenn sie sterben als SSDs. Dafür haben letzte generell viel niedrigere Todesraten.
      • Von theGucky Volt-Modder(in)
        Zitat von DevouringKing
        Meine SSD,s mit TLC sehen nicht so gut aus. Hier meine Crucial MX500
        Im Handel ist die MX500 seit 2017. TBW ist 360TBW pro TB.
        Bei 45TB von 360TB sind die 82% HP schon niedriger als erwartet.
        Bei den Betriebsstunden würde ich auf mindestens 3-6 Jahre Nutzung schätzen, also müsste die noch ca 10-20 Jahre halten.
        Zitat von DevouringKing
        Würde nicht wissen wollen wie dass jetzt bei QLC ausgesehen hätte.
        Für mich kommt QLC niemals in die Tüte. Da kann man das versuchen noch so schön zu reden wie man will.
        Tatsächlich kommt es aufs Modell an.
        Es gibt QLC Modelle die länger halten würden als deine MX500.
        Es gibt auch TLC SSDs die 3 mal länger halten als deine MX500...

        Natürlich gibt es auch QLC UND TLC Modelle die wären da jetzt schon unter 50% Health.
        Es gibt sogar sehr schlechte QLC Modelle, die wären bei den Zahlen unter 15% Health.

        Aber QLC gibt es noch nicht soo lange.

        Was ich aber gemerkt habe, die Health die Programme anzeigen, weichen von den TBW Zahlen ab die in den Specs stehen.
        Bei der MX500 ist die Health geringer als erwartet.
        Bei meiner 512GB Samsung 960 Pro, die ich seit 7 oder 8 Jahren als Windows Platte nutze, ist die Health bei 92%.
        92% bei 69TB geschrieben bei 400TBW. Also deutlich höher als erwartet.
        Meine ist auch eine Pro, also eine SSD mit mehr Ersatzzellen. (das Pro bei Samsung hat heute eine andere Bedeutung als damals )

        Ich würde einfach schauen und überlegen, wofür man die SSD braucht.
        Fürs reine Gaming wäre eine QLC schon zu gebrauchen. Als Bootplatte oder wenn häufig Daten rein und raus gehen nicht, da dann nur TLC oder besser.
        Bei der Bootplatte werden fast immer Spielstände eingelagert. Autosaves können durchaus eine gewisse Schreiblast haben. Und ich habe immer meine Windows und Spiele Platten getrennt.
        Langzeit Lager, wo nur ab und an was geschrieben wird, auch QLC. Dafür nutze ich meine, deswegen auch 8TB.
        Denn eine 8TB TLC gibt es fast gar nicht für Konsumer PCs oder ist absurd teuer. (damals noch für 300€)
      • Von Kondar Volt-Modder(in)
        Zitat von deftones
        Wenn man sein 8TB für 150-200 € bekommt, dann gut. Wenn 8 TB dann trotzdem noch 500 € kosten dann bringt das auch keine Vorteile...
        doch.
        Man hat zwar genausoviel € ausgegeben wie zwei 4TB Modelle hat haber noch ein M2 Slot frei und das 8TB sollte auch bessere Werte (L, S und oder Schreibzyklen) haben.
        Zitat von Incredible Alk
        Irgendwie klingt das jetzt auch nicht wirklich beängstigend.^^

        Die Sache die mir eher leichte Panik macht ist wie man feststellt wann man wechseln sollte.
        Bei jeder HDD die mal Ärger machte kammen vorher ~Geräusche.
        Ein schnelles Umkopieren war kein Problem.
        Bei meiner einzigen SSD welche Ärger (= tod) machte (Intenso) gab es keine Vorwarnung.
        (Backup ist jezt nicht das Thema).
        Smart ist bzw. war immer eingeschaltet aber es gab nie ne Warnung.
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von Pu244
        Das wird eben vom Konsumenten nicht gewürdigt. Bestes Beispiel ist Optane. Der quasi ultimative Speicher, für diese Anwendung. Über 1 Mio Schreibzyklen, Haltbarkeit in Zeiträumen, bei denen man sich fragt, ob es Jahrhunderte oder doch Jahrtausende sind, ultimativ schnell, der absolute Traum. Leider hatte dieser Traum einen Preis und den zu zahlen waren waren nur die wenigsten bereit.
        Fairerweise muss aber auch dazu sagen, dass der Preis in diesem Fall schlichtweg absurd war. Für Consumer gab es Optane immer nur in winziger Größe und mit miserabler Performance, die auch beim Datendurchsatz konkurrenzfähigen Server-Versionen waren dagegen selbst für Server-Niveaus arschteuer. Ich selbst bin privat, als meine Intel SSD 750 HHHL zu klein wurde, auf eine eMLC Seagate Nytro U.2 gewechselt, einfach nur weil ich weiterhin echte Power Loss Protection haben wollte und früher wurden kleine HDDs paarweise für RAID 0 gekauft, statt einfach das doppelt so große Modell für kleinen Preisaufschlag. Ich gehöre also sicherlich zu denjenigen, die durchaus etwas mehr Geld für besondere Laufwerke ausgeben. Aber 3.000 bis 5.000 Euro für eine P5800X mit 1,6 TB? Sorry. Wenn ich mir Sorgen um die Schreibausdauer machen würde und 3 Euro pro Gigabyte übrig hätte, dann könnte ich auch die 60-fache (!) Menge in normalem Flash kaufen und jeweils nur ein einziges Mal beschreiben. Höhere Retentiontime garantiert Intel ja nicht einmal.
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