Intel Xpoint: Erste Optane-SSDs sollen noch dieses Jahr erscheinen
Aus Fernost stammt eine angebliche Intel-Roadmap, die unter anderem die Produktpläne vom Xpoint-Speicher zeigen soll. Demnach werde Intel die ersten Optane-SSDs unter dem Codenamen Mansion Beach noch dieses Jahr vorstellen, wohingegen der Großteil der Xpoint-basierten Lösungen erst nächstes Jahr folgen werde.
Schon seit der Ankündigung im August 2015 hat Intel mit einer Markteinführung der ersten Xpoint-basierten Optane-SSDs im jetzt laufenden Jahr geplant. Geht es nach einer geleakten Roadmap, welche die chinesische Webseite benchlife.info (maschinelle Übersetzung) zeigt, könne Intel das Ziel knapp einhalten. Ende des vierten Quartal sollen die ersten Optane-SSDs unter dem Codenamen Mansion Beach für "Enthusiast Workstations" vorgestellt werden. Dabei handle es sich um PCI-Express-Modelle, die vier 3.0-Bahnen und das NVMe-Protokoll nutzten. Da hier im Gegensatz zu anderen Einträgen kein M.2 angegeben wird, könnte es sich um normale PCIe-x4-Steckkarten handeln.
2017 sollen schließlich günstigere Modelle unter dem Codenamen Brighton Beach folgen, die nur noch zwei PCIe-3.0-Bahnen nutzten. Im unteren Bereich werde Stony Beach als "System Accelerator", vermutlich in Form einer Cache-Lösung, dienen. Dabei handle es sich um M.2-Module, die über zwei PCIe-3.0-Lanes angebunden werden. Noch ohne Termin wird Carson Beach als Nachfolger sowohl für Stony- als auch Brighton Beach genannt. Erst damit sollen größere M.2-SSDs mit vier PCIe-3.0-Bahnen angeboten werden. Obenrum ist ein Mansion-Refresh eingetragen.
Bisher zeigte Intel eine Demo, in der eine Optane-SSD Daten mit rund 2 GB/s kopiert hat. Dabei dürfte es sich um ein PCIe-x4-Modell gehandelt haben. Der Vorteil der ersten Xpoint-Generation läge somit nicht in den Datentransferraten - solche erreichen auch aktuelle Flash-Medien -, sondern in den kürzeren Zugriffszeiten. Höhere Datentransferraten sollen später folgende Module erreichen, die in DDR4-Steckplätze passen.

Mit XPoint könnte es dann wieder einen Schub geben. Windows-Boot in <2 Sekunden ich komme....
Ich dachte ja eigentlich, dass mit Xpoint Flash-Massenspeicher endlich mal billiger werden sollte, also unter 100€/TB. Ich würde mir ja gerne eine NVMe-SD mit 1TB für M.2 holen, aber die Preise sind mir da einfach noch viel zu hoch, selbst für Modelle mit 512GB. So dringend brauch ich die dann auch nicht, dass ich solche Preise bezahle.
Ursprünglich hatte ich damit gerechnet, dass die Preise für SSDs viel schneller fallen würden, aber effektik stagnieren die Preise eher. Da muss sich noch einiges tun.
Mit XPoint könnte es dann wieder einen Schub geben. Windows-Boot in <2 Sekunden ich komme....
Zum Preis wurde ja schon gesagt dass 3D XPoint sich zwischen Flashspeicher und RAM einordnen wird. Wenn wir davon ausgehen dass es preislich ziemlich mittig liegt dürfte wohl mit ~1€/GB gerechnet werden.
Was die Gerüchte angeht, wäre ich schon enttäuscht wenn die ersten M.2-3D Xpoint-SSDs tatsächlich nur mit 2x PCIe 3.0 angebunden wären. Hatte geplant in meinem nächsten PC den M.2-Steckplatz für 'nen 3D-XPoint-Speicher freizuhalten, aber zumindest was die sequentiellen Transferraten angeht wäre man dann beispielsweise mit 'ner Samsung 950 Pro besser beraten. Sicher: Die Optane hätte wohl klare Vorteile was 4K-Transferraten und Schreibzyklen angeht, aber das ist für mich als Normalverbraucher - zumindest derzeit - ziemlich irrelevant. Und auch preislich werden die Optanes ja vermutlich deutlich weiter oben angesiedelt sein.
Wichtig wäre jetzt, dass Flash-Speicher in Preisregionen von HDDs rücken.