Intel Optane: Endkunden-SSDs kommen vorerst nur mit 32 GByte und sind teuer [Update]
Intel kündigt die ersten Optane-Speichermedien für den Endkundenmarkt an. Geplant ist zunächst die Veröffentlichung von zwei entsprechenden M.2-SSDs, die ab dem 24. April erhältlich sein sollen. Ein großes Manko gibt es allerdings: Die Kapazitäten liegen nur bei 16 beziehungsweise 32 Gigabyte. Die Datenträger sollen daher als Cache fungieren.
Update vom 28.03.17:
Gegenüber der US-amerikanischen Presse hat Intel die Preise der Optane-Cache-Speicher genannt, die mit 77 US-Dollar für 32 GByte und 44 US-Dollar für 16 GByte alles andere als niedrig ausfallen. Umgerechnet inklusive 19-prozentiger Mehrwertsteuer entspricht das rund 90 beziehungsweise 50 Euro. Gegenüber einer klassischen SSD erscheinen die Caches zumindest im Endkundenbereich kaum attraktiv.
Darüber hinaus ist ein Datenblatt verfügbar, das die genauen Spezifikationen zeigt. So sollen die Optane-Caches mit 1.200 MB/s durchaus flott sequenziell lesen, aber nur mit 280 MB/s schreiben können - letzterer Wert ist langsamer als von vielen SATA-6Gbit/s-SSDs, dürfte bei einem solch kleinen Cache aber ohnehin nur eine untergeordnete Rolle spielen. Die Zufallszugriffwerte gibt Intel mit 300.000 IOPS lesend und 70.000 IOPS schreibend an, allerdings wenn nur vier Befehle "gequeued", also in die Warteschlange gelegt werden. Flash-SSDs brauchen üblicherweise eine Queue Depth von 32 bis 64 Befehlen, um ihre spezifizierten Leistungswerte beim zufälligen Lesen zu erreichen. Schreibend sind auch bei normalen NVMe-Modellen vier ausreichend, wobei dort deutlich höhere Werte erreicht werden. Eine Samsung SSD 960 Evo schafft beispielsweise über 200.000 IOPS schreibend.
Andere Werte gibt Intel auf seinen inzwischen live genommenen Produktseiten an (via computerbase.de). Die sequenziellen Übertragungsraten beim 32-GByte-Modul fielen demnach minimal höher aus, die Zufallszugriffswerte ein gutes Stück niedriger. Das 16-GByte-Modul sei noch mal erheblich langsamer als der große Bruder, was aufgrund der geringeren möglichen Parallelisierung durch einen statt zwei Xpoint-Packages logisch klingt. Welche Werte letztendlich stimmen, bleibt abzuwarten.
Bildergalerie
Originalartikel vom 27.03.17:
Nachdem Intel vergangene Woche die DC P4800X als erste Xpoint-basierte SSD für den Profimarkt vorgestellt hat, folgt jetzt die Ankündigung von entsprechenden Speichermedien für den Endkundenbereich. Konkrete Namen gibt es noch keine, Intel spricht lediglich von "Optane Memory". Den Anfang machen zwei M.2-2280-Steckmodule mit einer Länge von 8 cm, die zwei PCI-Express-3.0-Lanes nutzen. Die Auslieferung wird voraussichtlich am 24. April beginnen. Bis dahin möchte der Chiphersteller auch Optane-Treiber für die unterstützten Plattformen zur Verfügung stellen - bislang sind Mainboards mit Z270, H270 und B250 nur "Optane ready".
Die Verfügbarkeit von Xpoint-Chips scheint aktuell noch ein größeres Problem darzustellen. Schon die DC P4800X soll mit 375 GByte und mehr Kapazität erst ab dem zweiten Halbjahr breit verfügbar sein. Im Konsumentenbereich wird Intel zunächst gar nur M.2-SSDs mit 16 und 32 GByte anbieten. Als Haupteinsatzgebiet sieht Intel Systeme mit einer HDD, die eine Optane-SSD als Cache beschleunigen soll - welcher Besitzer auf eine moderne Kaby-Lake-S-Plattform setzt und keine 60 Euro für eine SSD übrig hat, ist uns allerdings schleierhaft. Die sequenziellen Übertragungsraten spielen daher nur eine untergeordnete Rolle. Konkrete Werte nennt Intel nicht. Über PCI-Express 3.0 x2 ließen sich maximal knapp 2 GB/s realisieren, die Praxis dürfte deutlich langsamer aussehen. Der Fokus liegt auf geringe Latenzen und schnelle Zufallszugriffswerte.
Quelle: Intel
Intel Optane: Endkunden-SSDs kommen vorerst nur mit 32 GByte (4)
Erkennt der Intel-Treiber eine Optane-SSD, wird diese nicht als eigenständiges Speichermedium angesprochen. Vielmehr verhält sich das Steckmodul wie eine SSHD. Intels "Rapid Storage Technology" legt "wichtige" Dateien auf die SSD, wobei der Algorithmus mit der Nutzungszeit dazu lernen und das Anwendungsprofil antizipieren soll. Das Versprechen erinnert daher stark an SSHDs: Systeme mit großen Speichervolumina sollen flott wie eine SSD werden, aber weniger kosten.
Preise nennt Intel indes noch keine. Der Spielraum, um attraktiv zu sein, ist letzten Endes sehr klein. Starke Konkurrenz hat Intel mit der SSD 600p nämlich direkt aus dem eigenen Hause: 128 Gigabyte flotter Flash-Speicher kosten nur 60 Euro - und da müssen Nutzer nicht mit Caching-Algorithmen leben.
Wer schon einen NVME SSD hat braucht definitiv kein Optane Cache. Und wer sich fragt, ob er/sie das eine oder das andere kaufen soll, sollte auf jeden Fall eine Mittelklasse M.2 NVME SSD kaufen, die gibts schon für gut 50€ mehr als die 32GiB Variante als 250 GiB.
Damals hatte es noch einen Sinn, da SSD teuer und relativ klein waren, nur konnte intel nichts vernünftiges liefern, weswegen das wohl kaum jemand genutzt hat (ich auch nicht).
Jetzt, 2017, wo es günstige SSD gibt, da frage ich mich, was Optane da bringen soll? Ist das sowas wie eine künstliche Lebensverlängungen für klassische HDD?
Das wird doch nur für billig PC-Hersteller interessant sein, wobei die Optane dafür ja schon fast wieder zu teuer ist.
Wenn Optane jetzt noch die x-Fache Leistung hätte, dann wäre das ein Argument, aber das Ding ist nur etwas schneller als eine SSD und kann wohl kaum mit einer m.2 960 Pro mithalten.
Im HPC oder Serverbereich ist das etwas anderes dort gibt es bestimmt Anwendungen, die von den kürzeren Zugriffszeit gegenüber normalen NVME SSDs (6/16 µs gegen etwa 20/20µs) profitieren werden. (Denke da z.B. an Computerhandel an der Börse oder ähnliche zeitsensible Anwendungen, die unbedingt in Echtzeit ablaufen müssen.)
Beim Preis bezieht man sich aber eben nicht auf Flash, sondern auf DRAM.
Und ja, man sagt, dass man "greatly" die Kosten reduziert gegenüber RAM, aber da ist natürlich die Produktion gemeint. Die hohen Anfangskosten müssen natürlich
1) Early Adopter melken
2) Entwicklungskosten reinspielen
3) es ist eine völlig neue Technologie die im Moment keinen Konkurrenten hat
...
Insofern hab' ich nie Preise erwartet die von Anfang an günstig sind.
Btw hier sieht man ein paar kleine Vorteile, die die Disk so bringt
Intel Optane Exclusive Hands On - SSD Crushing Performance - YouTube
Intel / Micron 3D Xpoint: 1.000 Mal schneller und haltbarer als NAND - ComputerBase
Für mich sieht das alles so aus, als wäre da was gehörig schief gelaufen. Ursprünglich wollte Intel ja auch schon im letzten Jahr das gesamte Portfolio draußen haben. IDF 2015: Intel kundigt Optane an - SSDs und DIMMs mit 3D-Xpoint-Speicher, erste Benchmarks
Anscheinend wollte Micron da aber nicht mitziehen, somit ist die Massenfertigung gestorben und als direkte Folge sind auch die konkurrenzfähigen Preise im Consumer-Sektor Geschichte. Daraus wiederum folgen auch deutlich unattraktivere Preise für die Server-Variante:
Intel DC P4800X: Alle Details zur ersten Optane-SSD mit 3D XPoint - ComputerBase
Klar, dank der momentanen Ram-Preise hat man auch damit noch eine Chance---lägen die hingen bei 4$ pro GiB, wie sie es heute bei normaler Ram-Preisentwicklung locker getan hätten, dann säh es für IMFT in dem Punkte echt düster aus...
...klar, die Nichtflüchtigkeit bleibt als Vorteil bestehen und allein deshalb käme man in jedem Fall wieder bei Null raus. Aber die Revolution der Speicherwelt, die würde auf jeden Fall ausbleiben, wenn das ganze am Ende trotzdem nur in den gleichen preislichen Größenordnungen wie Ram spielt.
Dennoch:
Ich bin nach wie vor sehr auf die Tests gespannt.
Mit anderen Worten rausgeschmissenes Geld was Intel da bertreibt.Aber ist ja nicht mein Geld,Gott sei dank.
Und ein normles SSD,denke ich werden sich die meisten heut zu Tage leisten können.Also wozu jenes Produkt das frage ich mich,Intel?
Ich glaube die wissen nicht was die mit ihren Geld machen sollen?Her damit...
grüße Brex
3D XPointâ„¢ Technology Revolutionizes Storage Memory - YouTube (das Video ist bei Intel selber nicht mehr online)
Und ja, man sagt, dass man "greatly" die Kosten reduziert gegenüber RAM, aber da ist natürlich die Produktion gemeint. Die hohen Anfangskosten müssen natürlich
1) Early Adopter melken
2) Entwicklungskosten reinspielen
3) es ist eine völlig neue Technologie die im Moment keinen Konkurrenten hat
...
Insofern hab' ich nie Preise erwartet die von Anfang an günstig sind.
Btw hier sieht man ein paar kleine Vorteile, die die Disk so bringt
Intel Optane Exclusive Hands On - SSD Crushing Performance - YouTube
Mit anderen Worten rausgeschmissenes Geld was Intel da bertreibt.Aber ist ja nicht mein Geld,Gott sei dank.
Und ein normles SSD,denke ich werden sich die meisten heut zu Tage leisten können.Also wozu jenes Produkt das frage ich mich,Intel?
Ich glaube die wissen nicht was die mit ihren Geld machen sollen?Her damit...
grüße Brex