Intel Optane 800p: M.2-SSDs zum hohen Preis vorbestellbar [Update]
Intel plant offensichtlich die Markteinführung der Optane-SSD-Serie 800p, die sich zwischen den Cache-Modellen Optane Memory und der 900p positioniert. Als M.2-Kärtchen mit einer Anbindung über zwei PCI-Express-3.0-Lanes handelt es sich technisch gesehen um Mittelklasse-SSDs. Preislich konkurriert die Optane 800p jedoch mit High-End-Flash-Modellen der Konkurrenz.
Update vom 09.03.18:
Gestern Abend hat Intel die Optane SSD 800p offiziell veröffentlicht. Der Handel sollte bei den Kapazitäten Unrecht haben: Das größere Modell kommt mit 118 GByte und nicht mit 120 daher, das kleinere mit 58 statt 60 GByte. Gesalzen sind weiterhin die offiziellen Preisempfehlungen in Höhe von 19 beziehungsweise 129 US-Dollar. In den meisten Fällen dürfte sich eine "normale" NVMe-M.2-SSD zum günstigeren Tarif eher lohnen. Im PCGH-Preisvergleich hat sich beim Thema Verfügbarkeit noch nichts getan.
Originalartikel vom 06.03.18:
Den Einstieg in die Welt des 3D-Xpoint-Speichers bilden Intels Optane Memory getauften M.2-Karten, die zwar an sich SSDs darstellen, vom Chiphersteller aufgrund der geringen Kapazität aber als Cache-Module verkauft werden. Mit 16 (30 Euro) beziehungsweise 32 Gigabyte (55 Euro) lässt sich als traditioneller Datenträger im Jahre 2017/2018 wenig anfangen, sodass Daten nicht permanent gespeichert, sondern gepuffert werden. Darüber sind bislang die Optane-SSDs 900P erhältlich, die mit Preisen ab 335 Euro für 280 GByte jedoch eine komplett andere Zielgruppe ansprechen. Zur CES 2018 hat Intel deshalb die Optane-Serie 800p vorgestellt, die sich dazwischen positioniert. Laut einem Bericht von tomshardware.com vom Januar sei die Markteinführung für den aktuellen März angesetzt.
Passend dazu werden die zwei geplanten Optane-800p-SSDs mit 120 und 60 GByte inzwischen im PCGH-Preisvergleich gelistet. Die Kapazität wurde zulasten des Puffers zum Austausch defekter Zellen um je 2 GByte angehoben - ursprünglich waren 118 respektive 58 GByte angedacht. Mit Preisschildern von über 190 beziehungsweise 100 Euro sind die Händlerlistungen noch überteuert. Die 900p-Modelle kosten rund 1,20 Euro pro GByte, sodass die Preise noch um mindestens 25 Prozent sinken müssten bis zur Auslieferung. Günstiger sind wie gewohnt "klassische" Flash-SSDs, die High-End-NVMe-Modelle wie Samsung 960 Evo/Pro eingeschlossen.
Die Optane 800p ist derweil mit dem Optane Memory verwandt. Beide setzen auf den gleichen Controller, der über zwei PCI-Express-3.0-Bahnen angebunden wird. Bei der Leserate sind daher keine allzu großen Performance-Verbesserungen zu erwarten, da diese mit 1.400 MB/s schon nahe am Bandbreitenlimit läuft. Verbesserungspotenzial gibt es jedoch bei der Schreibgeschwindigkeit von gerade einmal 300 MB/s, was in Anbetracht der weiterhin nur zwei verlöteten Speicherchips und des unveränderten Controllers jedoch unwahrscheinlich erscheint.

Ob XRAM am Ende wirklich überall überlegen ist und wann der entsprechende Technologiestand erreicht ist und wie es dann zu diesem Zeitpunkt mit der Verfügbarkeit und dem Preis aussieht ist natürlich noch mal eine ganz andere Geschichte.