Intel: Daten zu drei SSDs geleakt, eine davon mit QLC-NAND

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Intel: Daten zu drei SSDs geleakt, eine davon mit QLC-NAND
Quelle: newsroom.intel.com

Ein Leak gibt Informationen zu drei neuen SSDs von Intel preis. Während die 760p und die 660p im M.2-Format auf den Markt kommen sollen, ist für die 700p eine Auslieferung als BGA-Chip geplant. Spannend ist vor allem die 660p, deren Chip auf QLC-NAND setzen soll.

Bei Tomshardware.com wurden einige Informationen über zukünftige Intel-SSDs geleakt, die von einer anonymen Quellen stammen. Bestandteil des Leaks sind die drei SSDs 760p, 660p und 700p. Die beiden Erstgenannten sollen im M.2-Format auf den Markt kommen, die 700p als BGA-Chip (Ball Grid Array, für das direkte Verlöten mit der Platine).

Intels 760p soll in fünf Kapazitäten auf den Markt kommen: 128, 256 und 512 Gigabyte, sowie 1 und 2 Terabyte. Als sequenzielle Schreibraten werden bis zu 3.200 MB/s schreibend und 1.600 MB/s lesend angegeben; bei dem verbauten NAND handelt es sich um 64-Layer-TLC-3D-NAND. Die IOPS (Input/Output operations Per Second) liegen bei bis zu 350.000 bzw. 280.000.

Damit ist die SSD in beiden Disziplinen deutlich schneller als die 700p im BGA-Format, die es mit 128, 256 und 512 Gigabyte geben wird. Sie ist auf 1800 MB/s bzw 1200 MB/s und 150.00 IOPS in beide Richtungen spezifiziert. Auch hier kommt 64-Layer-TLC-3D-NAND zum Einsatz. Die Anbindung erfolgt, wie bei den beiden M.2-SSDs, über PCI-Express.

Die spannendste SSD das Leaks ist die Intel 660p. Diese soll es mit 512 Gigabyte und einem oder zwei Terabyte geben, sie soll ähnlich schnell sein wie die 700p. Lediglich die Datenrate beim sequenziellen Lesen ist mit 1100 MB/s etwas langsamer. Das Besondere an der SSD ist der verwendete NAND: Wie sich der geleakten Tabelle entnehmen lässt, soll 64-Layer-QLC-3D-NAND zum Einsatz kommen. QLC steht in diesem Fall für Quad-Level Cell, also Speicherzellen, die gleichzeitig insgesamt vier Bit speichern können.

QLC sollte sich gegenüber TLC (3 Bit pro Zelle) ähnlich verhalten wie TLC gegenüber MLC (2 Bit pro Zelle): Geringere Kosten, verringerte Schreib- und Lesegeschwindigkeit und eine niedrigere Lebensdauer. Umso erstaunlicher ist es, dass die neue SSD durchaus mit hohen Geschwindigkeiten spezifiziert wird. Alle drei SSDs haben zudem eine Herstellergarantie von fünf Jahren.

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    • Kommentare (18)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von Incredible Alk
        So lange bis dahin die M.2-Teile entweder sehr viel Speicher bieten oder wahlweise mehrere davon kombiniert werden können (da gabs doch von AsRock ne PCIE-Karte mit 4x M.2?) - oder PCIe-SSDs ind der Größe bezahlbar werden - können sie SATA-SSDs gerne einmotten. Aber aktuell ists eben nur schwer und vor allem teuer möglich, sagen wir mal 4TB an SSD-Speicher ohne SATA-Laufwerk(e) zu bekommen.
        Derartige Adapter sind seit der offiziellen Unterstützung bei vielen Herstellern aufgetaucht. Ich habe sie schon von Asus und Asrock gesehen und MSI legt dem High-End-Skylake-X-Flaggschiff eine ×8-=>-2×-M.2-Variante bei. Günstige NVME-SSDs würde ich im Laufe des Jahres auch erwarten. Mehrere Hersteller haben Modelle für PCI-E ×2 in der Pipeline. Die sind zwar langsamer als eine 960pro, aber nicht wesentlich komplexer als bisherige SATA-Modelle. Und mit der kommenden Generation von Flash-Chips sollte das Billigsegment auch die 2-TB-Hürde erklimmen können. Die 1-TB-Intel-600p bietet ja heute schon NVME beinahe zum gleichen Preis wie die 1-TB-SATA-Konkurrenz.
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von Incredible Alk
        So lange bis dahin die M.2-Teile entweder sehr viel Speicher bieten oder wahlweise mehrere davon kombiniert werden können (da gabs doch von AsRock ne PCIE-Karte mit 4x M.2?) - oder PCIe-SSDs ind der Größe bezahlbar werden - können sie SATA-SSDs gerne einmotten. Aber aktuell ists eben nur schwer und vor allem teuer möglich, sagen wir mal 4TB an SSD-Speicher ohne SATA-Laufwerk(e) zu bekommen.
        Derartige Adapter sind seit der offiziellen Unterstützung bei vielen Herstellern aufgetaucht. Ich habe sie schon von Asus und Asrock gesehen und MSI legt dem High-End-Skylake-X-Flaggschiff eine ×8-=>-2×-M.2-Variante bei. Günstige NVME-SSDs würde ich im Laufe des Jahres auch erwarten. Mehrere Hersteller haben Modelle für PCI-E ×2 in der Pipeline. Die sind zwar langsamer als eine 960pro, aber nicht wesentlich komplexer als bisherige SATA-Modelle. Und mit der kommenden Generation von Flash-Chips sollte das Billigsegment auch die 2-TB-Hürde erklimmen können. Die 1-TB-Intel-600p bietet ja heute schon NVME beinahe zum gleichen Preis wie die 1-TB-SATA-Konkurrenz.
      • Von Pilo Software-Overclocker(in)
        Zitat: "Als sequenzielle Schreibraten werden bis zu 3.200 MB/s schreibend und 1.600 MB/s lesend angegeben;"
        Dieser Satz ergibt vorne und hinten keinen Sinn.
      • Von Incredible Alk Flüssigstickstoff-Guru (m/w)
        Die P/E-Zyklen bleiben technisch gesehen die gleichen, egal ob SLC, MLC bis QLC - das Problem ist dass die genauigkeit der hinterlegten Spannung in der Zelle mit mehr Bits pro zelle eben um 2^n steigt.
        Bei QLC sinds wie du richtig sagst 16 Zustände (2^4 halt) - wo man bei der Einfachheit angenommenen 1V pro Zelle bei SLC nur unterscheiden musste "Mehr als 0,5V --> 1 und weniger als 0,5V --> 0" müsste man bei QLC schon Unterschiede von rund 30 mV sicher unterscheiden können. Selbst DAS ist noch kein Problem - zumindest messtechnisch. Das problem ist, dass NAND-Zellen wie alle Kondensatoren dieser Welt ihre Ladung über die Zeit verlieren und ständig aufgefrischt werden müssen (deswegen sollte man SSDs ja nicht längere zeit stromlos lagern).

        Und wenn ich in einer QLC-Zelle ein "0010" abspeichern will als beispiel müsste ich für resultierende 125 mV Ladung in die Zelle schieben - sobald diese Spannung dann wegen Eigenentladung auf unter 94 mV fällt würde aus der 0010 eine 0001.

        Und genau deswegen werden die möglichen Schreibzyklen praktisch sehr viel geringer, denn eine neue NAND-Zelle kann noch sehr genau programmiert werden und hält ihre Ladung auch noch recht sicher und länger. Wenn die mal 200x beschrieben wurde wirds schon schlechter - man "trifft" die 125mV nicht mehr genau und die Spannung fällt auch schneller ab.

        Man darf gespannt sein wie gut sowas langfristig funktioniert. Ich meine klar werden diese SSDs funktionieren. Und bei 99,9% der User werden sie auch nie probleme machen weil die allermeisten Menschen sowieso nur sehr kleine Datenmengen schreiben (weit unter 10GB/Tag, die meisten unter 1GB/Tag). Aber auf die ersten Härtetests bin ich sehr gespannt was passiert, wenn man die QLC-Dinger da mal härter/länger rannimmt...
      • Von iGameKudan Volt-Modder(in)
        Solange wie die M.2-PCIe-SSDs nicht bezahlbar werden, will ich auch weiterhin SATA-Modelle haben.
        Gute SSDs die ihre Schreibrate auch relativ gut halten können (-> 850EVO 500GB aufwärts) kosten bedeutend weniger wie gleich große M.2-PCIe-SSDs (ne SM961 in 250GB kostet mit ~150€ in verfügbar in etwa das gleiche wie die 850EVO in 500GB).

        Praktisch gibts bei den meisten Usern keinen nennenswerten Unterschied, preislich dafür einen deutlichen. Und ja, die SM961 ist jetzt nicht der günstigste PCIe-Vertreter - aber wenn mit tausenden MB Schreibgeschwindigkeit geworben wird, will ich die auch haben und nicht nach 20GB nur noch ein Drittel davon (ja, immernoch schneller wie bei SATA, aber da gehts mir ums Prinzip)... Langsamere PCIe-M.2-SSDs sind auch keine Option, schmilzt deren Vorteil gegenüber guten SATA-SSDs doch noch stärker dahin.

        @Topic: Den QLC-Rotz können die sich in die Haare schmieren. Wie langsam solls ohne SLC-Cache beim Schreiben denn noch werden? Und bei der Haltbarkeit dürfte es dann auch langsam eng werden (bei TLC geht es ja noch, wenn man nicht den allerbilligsten Kram kauft...), bei 16 zu unterscheidenden Ladungszuständen dürften die P/E-Zyklen deutlich sinken.
      • Von Incredible Alk Flüssigstickstoff-Guru (m/w)
        Zitat von PCGH_Torsten
        Aber in 2-3 Generationen dürfte es soweit sein, dass Liebhaber der alten Schnittstellen nur noch begrenzte Auswahl bekommen oder diese via Controllerkarte nachrüsten müssen.
        So lange bis dahin die M.2-Teile entweder sehr viel Speicher bieten oder wahlweise mehrere davon kombiniert werden können (da gabs doch von AsRock ne PCIE-Karte mit 4x M.2?) - oder PCIe-SSDs ind der Größe bezahlbar werden - können sie SATA-SSDs gerne einmotten. Aber aktuell ists eben nur schwer und vor allem teuer möglich, sagen wir mal 4TB an SSD-Speicher ohne SATA-Laufwerk(e) zu bekommen.
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