Intel 670P: Schnelle, aber ursprünglich zu teure QLC-SSDs offiziell vorgestellt

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Intel 670P: Schnelle, aber ursprünglich zu teure QLC-SSDs offiziell vorgestellt (1)
Quelle: Intel

Intel hat die 670p-Serie mittlerweile offiziell vorgestellt. Während Tests eine recht hohe Leistung für QLC-SSDs bescheinigen, wurde auch Kritik an den hohen Preisen laut. Inzwischen scheinen die SSDs aber tatsächlich günstiger geworden zu sein.

Intel hatte mit der 670p bereits vor Monaten einen Nachfolger der 665p und 660p in Aussicht gestellt. Mittlerweile wurden die NVMe-SSDs offiziell vorgestellt und auch schon von verschiedenen Portalen getestet, darunter Anandtech. Intel nennt für die 670P eine sequenzielle Schreibrate von 3.500 MB/s - deutlich mehr als für die Vorgänger, wo diese nur 2.000 MB/s (665p) und 1.800 MB/s (660p) beträgt.

Für eine SSD mit QLC-Speicher ist das kein schlechter Wert, allerdings rief man dafür auch unverhältnismäßig hohe Preise auf. 90 US-Dollar sollte das 512-GB-Modell kosten, 155 Dollar die 1 TB große Variante und 330 Dollar die nochmals speicherverdoppelte Version. Für dieses Geld gibt es längst schnellere Modelle. Doch Intel hat auf die Kritik reagiert und die Preise reduziert. Mittlerweile ruft man nur noch 70, 130 und 250 US-Dollar auf.

Schneller und haltbarer als Vorgänger

Zurück zu den Spezifikationen: Die sequenzielle Schreibleistung soll 2.700 MByte pro Minute betragen, womit man die Vorgänger abermals deutlich übertrifft: Dort waren es 2.000 beziehungsweise 1.800 MB/Sekunde. Auch bei wahlfreien Zugriffen hat Intel nachgelegt. Es gelten nun bis zu 310.000 IOPS (4K Random/Lesen) und 340.000 IOPS (4K Random/Schreiben). Bei der 665p waren es noch jeweils 250.000 IOPS, bei der 660p jeweils 220.000 IOPS. Als Controller dient der SM2265 von Silicon Motion.

Spannend ist auch, dass Intel eine höhere Haltbarkeit verspricht. Deutlich wird das an dem Wert der Total Bytes Written (TBW). Dahinter steckt die Menge der geschriebenen Daten, bis zu der die Garantie greift. Sie liegt nun bei 370 TB pro Terabyte Speicherplatz, nach 300 TB bei der 665p und 200 TB bei der 660p. Entsprechend gibt Intel beim 1 Terabyte großen Modell 370 TB an, 740 TB beim 2 Terabyte großen Modell und 185 TB bei der 512-GB-Variante.

Mehr zum Thema: Samsung SSD 980: Günstigere Version verzichtet auf PCI-Express 4 und DRAM-Cache

Dass der 144-Layer-NAND schneller und haltbarer werden soll, versprach Intel bereits im Dezember. Da weiterhin QLC-Speicher zum Einsatz kommt, handelt es sich jedoch weiterhin um Mittelklassemodelle. Vor dem Hintergrund belässt es Intel auch bei PCI-Express 3.0 mit vier Lanes. Was die Intel 670p hierzulande kostet, bleibt abzuwarten. Ein Launch-Termin liegt uns für den deutschen Markt noch nicht vor.

Quelle: Anandtech, Intel, Overclock 3D

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    • Kommentare (8)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von massaker Software-Overclocker(in)
        Zitat von mgutt
        Eventuell schreibt HD Tune nur Nullen und der SSD Controller checkt das und verlinkt die selben Flashzellen mehrfach?! Dank LBA Indirection wäre das ja durchaus möglich. ....
        ..
        ..
        Was aber auch sein kann, dass die HD Tune gar nicht auf "Full Test" gestellt haben (in den Einstellungen) und beim Wechsel des Sektors , reichte die kurze Zeit um ein bisschen vom SLC Cache zu leeren. Das erklärt allerdings nicht, warum die nie auf 400 MB/s gefallen sind.
        ....
        Jawohl, Du hast vermutlich Recht. Das wird es sein. Evtl. "partial Test" eingestellt. Und vielleicht auch "quick" statt "accurate", wobei mir bis heute nicht ganz klar ist, was genau diese Einstellungen bewirken, welche Muster dann wirklich geschrieben werden und was übersprungen wird - die hätten das in den Einstellungen wirklich etwas genauer beschreiben sollen
      • Von massaker Software-Overclocker(in)
        Zitat von mgutt
        Eventuell schreibt HD Tune nur Nullen und der SSD Controller checkt das und verlinkt die selben Flashzellen mehrfach?! Dank LBA Indirection wäre das ja durchaus möglich. ....
        ..
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        Was aber auch sein kann, dass die HD Tune gar nicht auf "Full Test" gestellt haben (in den Einstellungen) und beim Wechsel des Sektors , reichte die kurze Zeit um ein bisschen vom SLC Cache zu leeren. Das erklärt allerdings nicht, warum die nie auf 400 MB/s gefallen sind.
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        Jawohl, Du hast vermutlich Recht. Das wird es sein. Evtl. "partial Test" eingestellt. Und vielleicht auch "quick" statt "accurate", wobei mir bis heute nicht ganz klar ist, was genau diese Einstellungen bewirken, welche Muster dann wirklich geschrieben werden und was übersprungen wird - die hätten das in den Einstellungen wirklich etwas genauer beschreiben sollen
      • Von mgutt Komplett-PC-Käufer(in)
        Zitat von massaker
        man versteht kaum, wie/was/wieviel Volumen sie testen
        Eventuell schreibt HD Tune nur Nullen und der SSD Controller checkt das und verlinkt die selben Flashzellen mehrfach?! Dank LBA Indirection wäre das ja durchaus möglich. Einen ähnlichen Trick sieht man auch bei der WD Red 6TB SMR HDD, die bei leeren Zellen so schnell antwortet als würde sie mit 15.000 U/min laufen:
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        Ich hatte das mal versucht zu analysieren:
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]

        Was aber auch sein kann, dass die HD Tune gar nicht auf "Full Test" gestellt haben (in den Einstellungen) und beim Wechsel des Sektors , reichte die kurze Zeit um ein bisschen vom SLC Cache zu leeren. Das erklärt allerdings nicht, warum die nie auf 400 MB/s gefallen sind.

        Jedenfalls zeigt es nur wieder wie unzuverlässig die Benchmark-Tools sind. CDM ist auch so ein Tool. Schreibt auf Wunsch eine 64GB große Benchmark-Datei, liest/schreibt davon beim Benchmark aber nur ein paar MB. Einfach nur albern.
      • Von massaker Software-Overclocker(in)
        Zitat von mgutt
        Die haben den SLC Cache beim Testen gar nicht gefüllt?! Wo siehst du die 750 MB/s?
        Zweite Seite in der Mitte, die Tests mit HDTune:
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        Die Graphen darüber - da sah ich 845...allerdings ist echt schlecht geschrieben, man versteht kaum, wie/was/wieviel Volumen sie testen... Bei tomshardware ist wirklich übersichtlicher - IOmeter erzeugt anscheinend viel mehr Last und Intel's 670p kann sich da nicht mehr im Zick-Zack erholen, tut das jedoch ganz schnell wenn keine Last mehr da ist.
        Also spielt sie schon gut vorne mit, kann ihre QLC-bedingte Schwächen kaschieren, jedoch nicht ganz verstecken. Und dafür ist sie einfach viel zu teuer - für den 660p-Preis wäre sie jedoch OK. Am besten für <200€, denn für 250$+USt. kann man sich schon bessere holen (geschweige denn die anfangs utopische 330$).
      • Von mgutt Komplett-PC-Käufer(in)
        Die haben den SLC Cache beim Testen gar nicht gefüllt?! Wo siehst du die 750 MB/s? EDIT: Ok, 400 MB/s sind es:
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        Kann ich nichts mit anfangen.
      • Von massaker Software-Overclocker(in)
        Zitat von mgutt
        Was nützen einem die Zahlen, wenn man nicht weiß wie groß der SLC Cache ist?
        Tests bei Amis gibt's schon seit einer Woche. Lies doch mal den TEST, dann erfährst Du's. Kurz: pro TB 12GB statisch + 128GB dynamisch, wird aber on-the-fly geleert und write-speed schwankt von 750 bis 1250 - so ergeben sich 845MB/s average über die ganze Kapazität.
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