WD Blue 3D und Sandisk Ultra III 3D: Höhere Kapazitäten und geringere Leistungsaufnahme dank 3D-Speicher
Western Digital nimmt dieses Jahr auch SSDs mit 3D-Speicher in das eigene Angebot auf. Insgesamt zwei Modellreihen stellte man auf der diesjährigen Computex vor. Die Vorteile beschränken sich allerdings lediglich auf Leistungsaufnahme und Kapazität. Mehr Geschwindigkeit gibt es nicht, dafür jedoch bis zu 2 TByte-Speicherplatz.
Auf der Computex 2017 hat Western Digital zwei neue Modellreihen dem eigenen Angebot an SSDs hinzugefügt. Dabei handelt es sich um die WD Blue 3D- und Sandisk Ultra III 3D-Reihe. Die Bezeichnung "3D" haben beide Modellreihen dem verbauten 3D-Flash-Speicher zu verdanken, der zusammen mit Toshiba im Zuge eines Joint Venture namens "Flash Forward" bereits seit vergangenem Jahr in der Fab 2 in Yokkaichi, Japan gefertigt wird.
Der 3D-NAND-Flash-Speicher, der sich TLC-Speicherzellen - 3 Bit pro Zelle - auf 64 Schichten bedient, bietet im Vergleich zum planaren NAND-Flash-Speicher höhere Kapazitäten sowie eine wesentlich geringere Leistungsaufnahme. Insgesamt ist diese um rund 30 Prozent bei sequenzieller Schreiblast verringert. Bei dem Lesen von Daten ist die Leistungsaufnahme jedoch nur geringfügig reduziert. Dank 3D-Fertigung erhöht sich die Kapazität pro Die auf insgesamt 256 Gigabyte. Dementsprechend steigert Western Digital die Gesamtkapazität von einem Terabyte auf zwei Terabyte und das nicht nur in Form eines 2,5-Zoll-Laufwerks. Auch die ebenfalls als M.2-2280-Variante erhältliche WD Blue 3D wird mit 2 TByte Speicherplatz bestückt. Einen Geschwindigkeitsvorteil gibt es übrigens nicht.
Western Digital grenzt den Zeitraum für die Verfügbarkeit der WD Blue 3D- und Sandisk Ultra III 3D-Modellreihen auf das dritte Quartal ein. Große Unterschiede zwischen beiden Modellreihen soll es nicht geben und sich lediglich auf die Sticker beziehen. Zudem wird einzig die WD Blue 3D im M.2-Format angeboten und tauscht Plätze mit den Sandisk-Modellen, wenn es um die Belieferung von Notebook-Herstellern geht.

Vor knapp acht Jahren habe ich für meine OCZ Vertex 2 glaube 160 oder 170 bezahlt, für 90Gb. Für 160 kriegt man heute knappe 500Gb. Intenetpreise kenne ich jetzt nicht. Klar ist mehr als das Fünffache aber immer noch Lichtjahre entfernt von dem Preis den ich mir vorstelle.
Aber hier geht ebenfalls der Trend klar zu MLC. Die sind mittlerweile ähnlich robust wie die ersten SLCs und durch geschickte Algorithmen und Überwachung sowie Selektierung auch im Profisegment gelandet (HGST Ultrastar SS200 1DW/D SED FIPS 7.68TB, SAS (0TS1410/SDLL1HLR-076T-CDA1)). Da sind 14 Petabyte an TBW garantiert auf dem MLC - das ist sogar im Profisegment wirklich viel.
MLC ist theoretisch robuster als TLC und noch billiger als SLC.
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Ja, zur Markteinführung war TLC nicht das gelbe vom Ei. Aber das ist lange genug her, irgendwann muss man auch mal einsehen dass die Technik mittlerweile für den allergrößten Teil der Privatanwender keine relevanten Nachteile mehr hat. Wer Prosumer oder Profi ist kann ja dementsprechend mehr zahlen für MLC und SLC.
Ja, TLC hat dank Schummeleien für die allermeisten Nutzer keine Nachteile mehr... Schreib mal auf ne günstige TLC-SSD mehr wie 5GB am Stück auf die SSD, dann werden die teilweise sogar langsamer wie ne HDD. Ich hatte mal ne ADATA SP550 240GB (es gab noch ein 120GB-Modell...
Sicher ist der Samsung TLC-Flash recht brauchbar, der von IMFT mittlerweile auch - aber diese SSDs sind eben auch nicht so wirklich günstig. Günstig sind nur die SSDs mit dem richtig lahmen TLC, der ohne SLC-Cache eben extrem langsam ist. Achja, und wenn denen dann noch der DRAM-Cache fehlt... Na dann gute Nacht.
Und es gab ja schon erste Gehversuche mit QLC-Flash - der ist noch langsamer und fehleranfälliger...