Fuze Drive: SSD mit "Künstlicher Intelligenz" vereint QLC- und SLC-Speicherzellen
Die neue Fuze Drive-SSD von Hersteller Enmotus soll QLC- und SLC-Speicherzellen für mehr Performance und Haltbarkeit vereinen, während mittels "KI" optimiert werden soll.
Enmotus war bisher vor allem für seine Software-Lösungen namens Fuze Drive beziehungsweise Store MI zur SSD-Beschleunigung bekannt und wagt nun mit erfolgreich finanzierter Crowdfunding-Kampagne via Indiegogo.com auch selbst den Schritt auf den SSD-Markt. Anstatt nur auf einen Speicherzellentyp oder zusätzlich einen kleinen Cache zu setzen, soll die vorgestellte Fuze Drive-SSD im M.2-Format dabei die höhere Geschwindigkeit und Haltbarkeit aus Single-Level-Cell-Speicher (SLC) mit kostengünstigerem und dadurch mengenmäßig besser einsetzbarem Quad-Level-Cell-Speicher (QLC) kombinieren.
Software-"KI" zur Optimierung
Die beigelegte Software soll dabei auf Basis von "Künstlicher Intelligenz" lernen, wie der Nutzer sein System verwendet, um die SSD automatisch zu optimieren und häufig abgerufenen Daten auf den je nach Ausführung 24 oder 128 GB großen SLC-Speicher verschieben, während der Großteil der seltener verwendeten Daten im QLC-Bereich der insgesamt mit 900 GB respektive 1,6 TB erhältlichen SSD speichert wird. Die Lese- und Schreibgeschwindigkeit soll derweil 3.470 MB/s beziehungsweise 3.000 MB/s betragen. Enthalten sein soll im Lieferumfang auch eine Cloning-Software sein, um bestehende Betriebssysteminstallationen zu migrieren. Die Fuze Drive unterstützt dabei sowohl Intel- als auch AMD-Systeme.
Fuze Drive: Übersicht zur Haltbarkeit und Preise
Gleichwohl hat der Hersteller auch eine Einstufung zur vereinfachten Darstellung der SSD-Haltbarkeit mit Hinblick auf den TBW-Wert (Total Bytes Written) vorgestellt, bei dem beruhend auf JEDEC-Standards auf eine Gold-, Silber- und Bronze-Klassifizierung gesetzt wird, die 1 TBW pro GB, 0,5 TBW pro GB respektive weniger als 0,5 TBW pro GB entsprechen.
Das kleinere Modell der Fuze Drive setzt dabei auf den Silber-Standard mit 750 TBW, wohingegen das große Modell mit 3.600 TBW der Gold-Zertifizierung entspricht. Die 900 GB-Variante mit 24 GB SLC kostet mit Einführungsrabatt über Indiegogo derweil 159 US-Dollar, während für die 1,6 TB-Variante mit 128 GB SLC aktuell vorab 279 US-Dollar aufgerufen werden. Die Auslieferung, wahlweise mit und ohne Kühlkörper, soll ab November beginnen und daraufhin auch die breite Markteinführung.
Quelle: via tomshardware.com

Ein weiterer Nachteil der FuzeDrive Lösung ist, dass Treiber benötigt werden, die momentan nur für Windows vorhanden sind.
Es ist davon auszugehen, dass die SSD die üblichen QLC-Performanceeinbrüche hat, wenn große Mengen Daten am Stück geschrieben werden.
Wichtig wäre aber der Preis, da müssten sie merklich günstiger sein als TLC-Modelle, aber das schaffen bisweilen nicht mal die reinen QLC-Modelle. Und das scheinen diese Hybrid-Modelle aktuell nicht zu sein.