Gigabyte mit PCI-Express-5.0-SSD: Gigantischer Kühler gesichtet [Update: Preis]

29
News Andreas Link Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
Gigabyte mit PCI-Express-5-SSD: Gigantischer Kühler gesichtet
Quelle: Gigabyte

Die Aorus Gen5 10000 SSD bekommt einen ausladenden Kühler, der an die goldenen Zeiten der Mainboards in den 2000ern erinnert. Kompatibilitätsprobleme gibt es kostenlos dazu.

Original-Artikel vom 06.02.2023: Manch einer erinnert sich an die ausladenden Kühler auf Mainboards in den 200ern, für die auch Gigabyte berüchtigt war. Die Kühler kommen nun zurück, aber für die neue Generation an PCI-Express-5-SSDs. Zur bereits angekündigten Gen5-10000-SSD hat Gigabyte nun auch die Kühlung gezeigt, die die Chips bei 9,5 GB/s Leserate und 8,5 GB/s Schreibrate bei Laune halten soll. Man schafft schon mal besser Platz um den M.2-Steckplatz. 92 × 23,5 × 44,7 mm misst die SSD mit Aufbau. Ein Blick in die Kompatibilitätsliste kann sich lohnen.

Der "Thermal Guard XTREME with Nanocarbon coating" sitzt mit Wärmeleitpads auf der SSD; nach unten gibt es eine Basisplatte aus Aluminium. Die Abwärme wird über zwei Heatpipes an die Finnen geleitet. Primär ist der Kühler so ausladend, um auch passive und wassergekühlte Systeme zu ermöglichen, die einen generell niedrigeren Luftstrom im Gehäuse vorweisen. Um die Performance der Aorus Gen5-10000-SSD sicherzustellen, rät Gigabyte aber generell zum Einsatz des Kühlers, der auch unter schwierigen Lastszenarien maximal 60 Grad Celsius garantieren soll.

Die Aorus Gen5-10000-SSD bietet 3D TLC NAND Flash mit 232 Lagen und wird von einem Phison E26 gesteuert. Gigabyte nennt für die mit vier Lanes angebundene und DDR4-Cache ausgestattete SSD 9.500/8.500 MB/s Lese- und Schreibgeschwindigkeit in der Spitze. Die Kapazitäten der Gigabyte Gen5 10000-SSD reichen von 1 TByte bis zu 4 TByte, wobei 1 und 2 TByte gelistet werden und die Preissituation noch unklar ist. Den ausladenden Kühler muss man extra kalkulieren. Alle Produkte sind im Moment nicht im PCGH-Preisvergleich gelistet. Das haben die Gen5-SSDs aber generell an sich.

Quelle: Gigabyte


Der Preis ist heiß

Update vom 22.02.2023: In den USA ist die Aorus Gen5 10000 SSD nun bei Amazon und Newegg gelistet und da will man 340 US-Dollar plus Steuern für das 2-TB-Modell. Umgerechnet sind das nette 17 US-Cent pro Gigabyte und damit wesentlich teurer als die vergleichbare Gen-4-SSD. Zwar bekommt man auch mehr Leistung, aber ob einem das 170 US-Dollar Aufpreis wert ist, muss man wohl mit sich selbst ausmachen. Einen Liefertermin nennt man noch nicht.

29
    • Kommentare (29)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Danke für die Infos. Die 0,1-ms-Peak-Leistung ist für die Kühlung egal, das puffert schon die Wärmekapazität der Chips selber weg. Aber auf Seiten der elektrischen Versorgung ist das eine sportliche Steigerung innerhalb einer nominell gleich bleibenden Plattform. Man stelle sich ein altes Ultrabook vor, dass auf 10 W CPU, 20 W Display, 5 W Kleinkram und 9 W SSD ausgelegt ist. Wenn da jetzt nach einem SSD-Upgrade im Peak 53 W statt 44 W an der Stromversorgung saugen, dann sind das mal eben 20 Prozent extra bezogen auf den Gesamtverbrauch und möglicherweise plus 100 Prozent @3,3 V, weil die niemand anders direkt nutzt. Also nach dem Aufrüsten mal vorsichtig am Luftauslass schnuppern – wenn es verschmort riecht, sollte man die neue SSD vielleicht lieber wieder ausbauen.

        12 W statt 9 W Dauerleistung sind dagegen relativ harmlos und müssten sich auf 2280er Grundfläche mit ein paar Millimeter Kühlkörper abführen lassen.
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Danke für die Infos. Die 0,1-ms-Peak-Leistung ist für die Kühlung egal, das puffert schon die Wärmekapazität der Chips selber weg. Aber auf Seiten der elektrischen Versorgung ist das eine sportliche Steigerung innerhalb einer nominell gleich bleibenden Plattform. Man stelle sich ein altes Ultrabook vor, dass auf 10 W CPU, 20 W Display, 5 W Kleinkram und 9 W SSD ausgelegt ist. Wenn da jetzt nach einem SSD-Upgrade im Peak 53 W statt 44 W an der Stromversorgung saugen, dann sind das mal eben 20 Prozent extra bezogen auf den Gesamtverbrauch und möglicherweise plus 100 Prozent @3,3 V, weil die niemand anders direkt nutzt. Also nach dem Aufrüsten mal vorsichtig am Luftauslass schnuppern – wenn es verschmort riecht, sollte man die neue SSD vielleicht lieber wieder ausbauen.

        12 W statt 9 W Dauerleistung sind dagegen relativ harmlos und müssten sich auf 2280er Grundfläche mit ein paar Millimeter Kühlkörper abführen lassen.
      • Von massaker Software-Overclocker(in)
        Zitat von PCGH_Torsten
        Ich kann nicht sagen, ob die Spezifikationen in den letzten neun Jahren erweitert wurden. Vielleicht ist heute tatsächlich mehr erlaubt...
        Hallo lieber Torsten nochmal,
        habe nach diesem aktiven Thread hier letzte Tage wieder mal Intention gehabt die M.2-Slot-Specs durchzublättern, zum antworten aber lieber diesen Thread hier ausgekramt, weil die Vorposts wichtig sind. Da die neuesten 2023-Whitepapers immer noch nicht ganz final sind, berufe ich mich auf die aktuell geltenden vom November '2020:
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
        Was mir in den Specs aufgefallen ist -> dass mA-Peakverbrauch angehoben, aber auch "Normalverbrauch" ordentlich definiert wurde.
        Hier mal ein Screenshot aus den alten Specs vom 27. November 2012, Revision 0.7 Version 1.0, siehe Seite 139:
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
        Und hier zum Vergleich die aktuellen Specs, Revision 4.0 Version 1.0, siehe Seite 209:
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
        Wenn ich das von mir markierte richtig interpretiere, dann sind aktuell 3,3Vx3,5A = 11,55 Watt Dauerleistung erlaubt und kurzzeitiger Peak-Verbrauch liegt bei 3,3Vx7,0A = 23,1 Watt. Wie aber der Punkt 5 besagt: es wird davon ausgegangen, dass die entstehende Abwärme bei dem 11,55W- "Normalbetrieb" durch entsprechende Kühlung abgeführt werden kann. Somit liegt der Phison-E26 mit seinen getesteten 11,41 Watt noch "im Rahmen":
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
        Daher wäre die vorherige Annahme mit 4,5A/14,85W falsch, wobei die 3,5A/11,55W auch ganz schön sportlich sind.
        Anhänge:
        pci-express-m-2-specification-rev-0-7.pdf
        pci-express-m-2-specification-revision-4-0-version-1-0.pdf

        P.S.: habe mich kurzerhand dagegen entschieden die original PDF-Dateien anzuhängen, bevor ich hier irgendwelche Regeln breche - diese gibt's dann für Dich gerne per PM.
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Wie gesagt: Ich kann nicht sagen, ob die Spezifikationen in den letzten neun Jahren erweitert wurden. Vielleicht ist heute tatsächlich mehr erlaubt – allerdings müsste man dann eigentlich warnen, schließlich sind ältere Platinen noch im Einsatz. Wahrscheinlicher ist aber, dass die Specs mal wieder niemanden interessieren. Haben wir bei Grafikkaten ja auch schon gesehen, dass deutlich mehr Leistun über den Slot gezogen wurde als erlaubt ist. Spannend wäre das dann in ultra mobilen Notebooks, wo es praktisch keine anderen 3,3-V-Nutzer gibt und eine derartige SSD somit 20-50 Prozent Überlast auf den zuständigen Spannungswandlern bedeuten könnte.
      • Von massaker Software-Overclocker(in)
        Zitat von PCGH_Torsten
        Ob sich das seitdem geändert hat, kann ich leider nicht nachvollziehen
        Habe auf Tom'sHardware gesehen, dass sie den Verbrauch von einem Phison-E26 Prototype gemessen haben.
        Dabei lag der Spitzenverbrauch bei >11,4 Watt:
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
        Wäre doch gar nicht möglich gewesen, wenn sie sich an die 2,5A halten würden, oder was meinst Du?
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]: Habe jetzt nochmal geprüft – der M-Key-M.2 ("Socket 3") hatte schon 2013 ausdrücklich neun 3,3-V-Pins; jeder mit 0,5 A spezifiziert, aber für den gesamten Slot waren trotzdem nur 2,5 A vorgesehen – inklusive Peaks. Ob sich das seitdem geändert hat, kann ich leider nicht nachvollziehen, ohne eine vierstellige Summe an die PCI-SIG zu zahlen.

        (Fünf Pins gab und gibt es bei B+M-Modulen, z.B. SATA-SSDs, die auch in den Socket 2 passen und an Position 12/14/16/18 halt eine zweite Kerbe statt vier weiterer Stromleitungen tragen. Gesamtleistung ist damals aber gleich spezifiziert gewesen.)
      Direkt zum Diskussionsende
  • Print / Abo
    Apps
    PCGH Magazin 08/2026 PC Games 08/2026 play5 08/2026 N-Zone 08/2026 Linux Magazin 08/2026 LinuxUser 08/2026 Raspberry Pi Geek 09/2026
    PC Games Hardware PC Games Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk