Corsair Neutron XT: SSD mit High-End-Anspruch landet in der Mittelklasse
Offenbar plant Corsair, im kommenden Monat drei SSDs innerhalb der neuen Neutron-XT-Serie auf den Markt zu bringen. Die US-amerikanischen Kollegen von anandtech.com und techreport.com hatten bereits die Möglichkeit, Vorserienmodelle zu testen. Dabei gibt sich trotz Corsairs High-End-Anspruch eine eher ernüchternde Leistung.
Am SSD-Markt fristet Corsair im Vergleich zu Crucial, Samsung und Co. eher ein Nischendasein, was sich eigentlich mit der Neutron XT ändern sollte. So zumindest vermelden es anandtech.com und techreport.com, die entsprechende Vorserienmodelle erhalten haben. Eine offizielle Ankündigung oder Produktseite gibt es aktuell noch nicht. Laut den beiden Webseiten strebe Corsair den High-End-Markt an, was angesichts der realen Performance allerdings nicht wirklich geglückt erscheint. Herzstück bildet ein neuer Controller aus dem Hause Phison, der PS3110-S10, welcher mit nunmehr vier ARM-Kernen eigentlich für regelrechte Geschwindigkeitssprünge sorgen sollte, nebst A19-Flashspeicher von Toshiba.
Mit bis zu 560/540 MB/s im sequenziellen Lesen und Schreiben sowie 100.000/90.000 IOPS bei lesenden beziehungsweise schreibenden 4K-Zufallszugriffen kann man sich auf dem Papier noch sehr gut sehen lassen. In der Realität haben allerdings beide Webseiten erhebliche Mängel beim Lesen beobachten können: Während die Schreib-Performance, sowohl zufällig als auch sequenziell, mit den aktuellen Platzhirschen, wie Samsungs SSD 850 Pro mithalten kann, befindet sich die Lese-Performance bestenfalls im Mittelfeld. Die allzeit beliebten 840 Evo und MX100 sowie zahlreiche andere SSDs schneiden hier deutlich besser ab.
Etwas Abhilfe könnte noch ein Firmware-Update schaffen, welches Corsair und Phison aktuell evaluieren. Allerdings dürfte es die Neutron-XT-Serie besonders aufgrund der niedrigen Preise am SSD-Markt schwer haben. Sofern man keine Alleinstellungmerkmale für sich verbuchen kann, beispielsweise durch die Garantie, muss Corsair wohl oder übel über den Preis einen Kaufanreiz schaffen und somit die zuvor genannten Topreiter unterbieten. Die finalen Preise sollen noch bekannt gegeben werden und die Auslieferung im kommenden Monat starten. Geplant sind Ableger mit 240, 480 sowie 960 Gigabyte.

10 Jahre Garantie und ein 24Std vor Ort-Austauschservice? Das wären die einzigen Möglichkeiten sich noch wirklich irgendwie abzuheben.
Ich mag Corsair eigentlich, war mit ihrem Arbeitsspeicher bisher immer sehr zufrieden und auch in meinem aktuellen Rechner arbeitet noch ein Corsair Vengeance Kit aber auch da sind die Unterschiede zu anderen zu gering geworden um nicht nur auf den Preis zu achten.