(PCIe-)SSDs auf der CES 2015: M.2, externe 850 Evo und überarbeitete SSHDs
Auf der derzeit laufenden CES 2015 haben zahlreiche Hersteller neue Flashspeicher in Form von SSDs ausgestellt. Plextor und Kingston (Hyperx) setzen den Fokus vor allem auf das M.2-Format, für das man künftig PCIe-2.0-x4-Modelle anbieten wird.
Abseits von Displays und kleineren Prozessoren beziehungsweise SoCs wird auf der Consumer Electronics Show 2015 nicht viel Spannendes für die Hardware-Welt gezeigt. Eine der wenigen Ausnahmen bildet noch der SSD-Markt. Plextor, Kingston (Hyperx), Samsung und OCZ haben jeweils neue Massenspeicher mit Flashzellen ausgestellt, die größtenteils in den kommenden Wochen auf den Markt gelangen sollen.
PCIe-SSDs mit vier 2.0-Bahnen
Sowohl Plextor als auch Kingston werden mit der M7e respektive Hyperx Predator je eine M.2-SSD mit 80 mm Länge anbieten, die von vier PCI-Express-Bahnen nach 2.0-Standard Gebrauch machen. Das ergibt nach Abzug des Overheads eine Nettobandbreite von 1.600 MB/s. Kingston gibt Übertragungsgeschwindigkeiten von 1.400 MB/s lesen und 1.000 MB/s schreibend an, die Zufallszugriffswerte bleiben noch offen. Zum Einsatz kommt Marvels 88SS9293-Controller. Plextor selbst gibt für die M7e keinerlei Leistungswerte an, immerhin sequenzielle kann jedoch legitreviews.com liefern: 1.411 respektive 1.028 MB/s sollen lesend/schreibend erreicht werden, womit man zumindest in dieser Disziplin minimal besser abschneidet als Kingston. Die Auslieferung der Hyperx Predator soll in den Kapazitäten 240 und 480 GByte im Februar beginnen, das 960-GByte-Modell soll im Laufe des ersten Halbjahres auf den Markt gelangen. Plextor will seine M7e mit 246, 512 und 1.000 GByte im zweiten Quartal veröffentlichen.
PCIe-SSD mit zwei 2.0-Bahnen
Davon ab steht eine Neuauflage der M6e als Black Edition an. Die größte Neuerung ist das optische Facelifting: Sowohl die M.2-SSD an sich als auch die Adapter-Karte sind nun komplett in Schwarz gehalten, die Abdeckung mit Kühlfunktion weist zudem rote Elemente auf. Weiterhin zum Einsatz kommen hier zwei PCIe-2.0-Bahnen mit theoretischen Datentransferraten von bis zu 800 MB/s. Drei Modelle mit 128, 256 und 512 GByte sollen im Februar ausgeliefert werden.
Externe Samsung 850 Evo
Samsung will noch in diesem Monat die Portable SSD T1 auf den Markt bringen, die im vergangenen September schon geteasert worden ist. Technisch handelt es sich um ein Äquivalent zur SSD 850 Evo, welche in ein 1,8-Zoll-Gehäuse verfrachtet wird. Aufgrund der USB-3.0-Schnittstelle wird die Geschwindigkeit allerdings auf 450 MB/s (lesend und schreibend) gedrosselt. Die für externe Festplatten nicht ganz so wichtigen Zufallszugriffszeiten werden auf 8.000/21.000 (lesend/schreibend) beziffert – ein Bruchteil von dem, was die ausgewachsenen Desktop-SSDs schaffen. Die Portable SSD T1 wird wahlweise mit 250, 500 oder 1.000 GByte Speicherplatz zur Verfügung stehen.
Toshiba-SSHDs mit einzelnem Controller
Toshiba wird zwei neue SSHDs auf den Markt bringen. Die MQ02ABD100H kommt auf 1 TByte Magnetspeicher in einem 9,5 mm hohen Gehäuse, die MQ02ABF050H packt 500 GByte auf 7 mm Bauhöhe. Beide Hybrid-Laufwerke bekommen einen 8 Gigabyte großen SSD-Cache spendiert.. Die größte Neuerung gegenüber bisherigen SSHDs dürfte die Controller-Bestückung sein: Statt je einen für HDD- und SSD-Part zu verwenden, kommt nur noch ein einzelner zum Einsatz. Details zu Preisen und Verfügbarkeit bleiben noch offen.
OCZs "Jetexpress"-Controller
Erstmals ausgestellt wird von OCZ eine SSD mit neuentwickeltem "Jetexpress"-Controller, der künftig in einer breiten Palette an Flashspeichern zum Einsatz kommen soll. Auf der CES zeigte sich der Hersteller allerdings noch ziemlich verschwiegen, was die Leistungswerte der bislang noch unbenannten SSD angeht. Weder sequenzielle noch zufällige Geschwindigkeiten werden verraten.
Quellen: Pressemitteilungen
