NVMe-SSDs unter 25 Euro? Amazon wirft Speicher raus - Bestseller Samsung 990 und mehr

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NVMe-SSDs unter 25 Euro? Amazon wirft Speicher raus - Bestseller Samsung 990 und mehr
Quelle: Erstellt mit Dall-E; Amazon

Bei Amazon gibt es aktuell verschiedene NVMe-SSDs im Angebot, darunter den Bestseller Samsung 990 Evo Plus. Doch es geht noch günstiger unter 25 Euro, um gerüstet zu sein für das neue Doom.

PCI-Express-5.0-SSDs sind in aller Munde, handelt es sich doch um den aktuellsten Standard, der eine Datenrate von theoretisch bis zu 15.750 MByte/s zu bieten hat, bei der üblichen Anbindung mit vier PCI-Express-Lanes. Doch im Alltag zeigen sich noch mehrere Stolpersteine. Einerseits benötigt man ein entsprechendes Mainboard mit PCI-Express-5.0 für den M.2-Slot und andererseits lässt sich der Performance-Schub im Vergleich zu PCI-Express-4.0 im Alltag kaum bis gar nicht erzielen. Denn wie Praxistests aufzeigen, macht sich ein spürbarer Unterschied erst bei (mehreren) Videoschnitt-Projekten oder anderen Extremsituationen bemerkbar. Beim normalen Gaming oder PC-Nutzung im Office-Betrieb stellt man keine Differenz fest. Auf der sicheren Seite ist man da mit einer Hybrid-SSD, wie der Samsung 990 Evo Plus. Schließlich lässt sich dieser Bestseller unter den Solid-State-Drives entweder mit PCI-Express 4.0 oder PCI-Express 5.0 betreiben.


Das Wichtigste in Kürze

  • Mit SSDs lässt sich nicht nur jeder PC beschleunigen, auch Spiele profitieren vom Flash-Speicher. Manches Game, etwa The Doom: The Dark Ages, setzt gar eine NVMe-SSD voraus.
  • Wie gut, das es passend dazu, NVMe-SSDs im Angebot bei Amazon gibt.
  • Die Fanxiang S690Q mit 1 TByte kostet zum Zeitpunkt der Artikelerstellung nur 56,99 Euro bei Amazon. Wer nicht unbedingt rund 1.000 GiByte Speicherplatz benötigt, kann sogar schon unter 25 Euro eine NVMe-SSD bekommen.
  • Auch der Bestseller ist derzeit reduziert. Dabei handelt es sich um die Samsung 990 Evo Plus mit 2 TByte.
  • Die 990 Evo Plus kommt mit der Besonderheit daher, wahlweise mit PCI-Express-4.0 oder PCI-Express-5.0 lauffähig zu sein. Somit ist diese M.2-SSD zukunftssicher.
  • Bei Amazon gibt es die beliebte Samsung 990 Evo Plus mit 2 TByte zum Bestpreis mit Gratisversand.

Was steckt hinter NVMe und PCI-Express?

NVMe steht für Non-Volatile Memory Express - ein modernes Protokoll zur Anbindung von SSDs über den PCI-Express-Bus (PCIe). Anders als das ältere AHCI-Protokoll, das für mechanische Festplatten (HDDs) entwickelt wurde, ist NVMe speziell auf die Bedürfnisse moderner Flash-Speicher optimiert. Dadurch sind deutlich höhere Datenraten und kürzere Zugriffszeiten möglich.

Anders als SATA, das bei etwa 550 MByte/s limitiert ist, erlaubt PCIe in Kombination mit NVMe mehrere Gigabyte pro Sekunde. Eine gängige PCIe-Gen3-x4-SSD erreicht bis zu 3.500 MByte/s, PCIe Gen4 sogar 7.000 MByte/s und PCIe Gen 5 sogar bis zu 15.750 MByte/s. So laden Programme wie Adobe Photoshop oder DaVinci Resolve blitzschnell. Auch beim Gaming kann man mit NVMe-SSDs von so gut wie keinen Ladezeiten profitieren. Erste PC-Spiele, etwa The Doom: The Dark Ages, setzen sogar schon NVMe-SSDs voraus. Schließlich werkeln in modernen Spielekonsolen wie der Playstation 5 oder Xbox Series X|S ebenfalls ausschließlich NVMe-PCIe-SSDs. Für die tatsächlich in der Praxis ankommende Geschwindigkeit sind der verbaute Speichercontroller sowie die Flash-Speicherzellen selbst, entscheidend. Die größten Flash-Speicher-Produzenten sind neben Sandisk/WD vor allem Crucial/Micron und der weltgrößte Anbieter Samsung. Doch auch chinesische Anbieter drängen immer stärker auf den Markt. Um die Haltbarkeit besser abschätzen zu können, geben die SSD-Hersteller die Total Bytes Writes - kurz TBW - an. Dabei bedeutet die Zahl, wie viele Terabyte an Daten garantiert geschrieben werden können, bevor die SSD an Zuverlässigkeit verlieren kann, aber nicht muss.

Was hat die Samsung 990 Evo Plus zu bieten?

Interessanterweise ist die 990 Evo Plus bereits als PCI-Express-5.0-SSD erhältlich - ein Feature, das der teureren 990 Pro fehlt. Nutzer ohne ein kompatibles Mainboard mit PCI-Express-5.0-Unterstützung können die 990 Evo jedoch problemlos auch mit PCI-Express-4.0 betreiben. Laut Samsung erreicht die 990 Evo Plus Lesegeschwindigkeiten von bis zu 6.300 MByte/s und Schreibgeschwindigkeiten von maximal 5.000 MByte/s. Die SSD setzt auf den von Samsung entwickelten Piccolo-Controller und verwendet 288-Layer-TLC-NAND-Flash.

PCGH konnte bereits den Vorgänger Evo 990 testen und stellte dabei fest: Obwohl sich die theoretischen Datenraten im Vergleich zu den ersten PCIe-4.0-SSDs von 2019 verbessert haben, macht sich dieser Fortschritt im Alltag nur selten bemerkbar. Lediglich beim Kopieren großer Datenmengen sind die höheren Geschwindigkeiten spürbar. Um mehr Tempo als die gemessenen 5.080 MByte/s Leserate des Evo-Modells zu bieten, hat Samsung die Version Evo Plus entwickelt. Statt auf 133-Layer-V6-Speicherzellen, kommen bei der 990 Evo Plus der neuere 3D-TLC-NAND-V8 mit 238 Lagen zum Einsatz. Dadurch verdoppelt sich die Interfacegeschwindigkeit und die Datenrate steigt auf 6.300 MByte/s lesend und 5.000 MByte/s schreibend.

Beeindruckend werkelt der DRAM-freie Samsung Piccolo-Controller, der auf dem Niveau vom Phison E25 aus der Crucial T500 liegt, obwohl dieser DRAM besitzt. Dank ihres hybriden Ansatzes bietet die 990 Evo Plus jedoch eine zukunftssichere Lösung, da sie sowohl mit PCIe-4.0 als auch mit PCIe-5.0 genutzt werden kann.

Aktuelles Angebot zum Bestseller

Bei Amazon handelt es sich bei der Samsung 990 Evo Plus um den aktuellen Bestseller unter den SSDs. Da kann keine PCI-Express-5.0-SSD vom Schlage einer Samsung 9100 Pro mithalten, so votierte die Mehrheit der Amazon-Kunden. Allein im vergangenen Monat entschieden sich über 3.000 Amazon-Käufer in Deutschland für die 990 Evo Plus. Gerade das Preis-Leistungs-Verhältnis mitsamt der Zukunftssicherheit durch PCI-Express-5.0-Support überzeugt die Kunden. Aktuell verkauft Amazon die Samsung 990 Evo Plus mit 2 TByte zum Bestpreis von nur 126,06 Euro. Im Vergleich zum regulären Preis lässt sich so 18 Prozent sparen. Zwar gibt es im PCGH Preisvergleich noch Anbieter, die mit rund 116 Euro auf Tiefstpreis-Niveau liegen, doch werden dafür Versandkosten fällig. Bei Amazon hingegen gibt es Gratisversand und das noch in dieser Woche.

Schnäppchen-SSD ab 25 Euro

Es gibt jedoch auch bereits Flash-Speicher im M.2-Format, die nicht mal 25 Euro kosten. Dafür bekommt man bereits SSDs, die das NVMe-Protokoll und PCI-Express beherrschen. Allerdings muss man für diesen Preis kompromissbereit sein. Statt PCI-Express 4.0 setzen die Hersteller der Schnäppchen-SSDs auf PCI-Express 3.0, sodass die sequentielle Leserate bei bis zu 3.350 MByte/s und die Schreibrate bei maximal 1.350 MByte/s liegt, etwa bei der Integral INSSD256GM280NM2. Zwar liegen diese Datenraten deutlich unterhalb des Niveaus der moderneren PCI-e-Standards, doch dafür ist diese SSD mit allen Mainboards mit PCI-Express-M.2-Slot kompatibel. Für 256 GiByte Speicher muss man mit nur 22,74 Euro kalkulieren.

Selbst eine SSD mit 1 TByte, also 1.000 GiByte Speicherplatz, muss nicht 100 Euro und mehr kosten. Der chinesische Hersteller Fanxiang bietet mit dem Modell S690Q einen NVMe-Speicher zum Kampfpreis an. Dabei setzt das Unternehmen bereits auf PCI-Express 4.0, sodass Lesegeschwindigkeiten von bis zu 4.750 MByte/s und eine Schreibrate von bis zu 2.850 MByte/s auf dem Datenblatt stehen. Für Vertrauen sollen eine Garantie von 5 Jahren und eine TBW-Rate von 320 TByte sorgen. Zur Steuerung setzt man auf einen angepassten PCI-e-4.0-Speichercontroller. Die Fanxiang S690Q 1 TByte kostet zum Zeitpunkt der Artikelerstellung nur 56,99 Euro bei Amazon, sodass man fünf Prozent auf den regulären Preis sparen kann.

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