Ryzen Threadripper 3990X: Weiterer Benchmark des 64-Kerners gesichtet
AMDs 64-Kerner, der Ryzen Threadripper 3990X, ist nicht mehr weit und da nimmt es kaum Wunder, wenn er sich in den Benchmark-Datenbanken der SiSoftware zeigt. Ein Dual-Xeon-Gespann von Intel, nicht ganz sauber werden HEDT- und Server-Sparte verglichen, kostet das Fünffache und ist langsamer.
Seit dem Launch des Ryzen Threadripper 3960X und 3970X hat AMD die HEDT-Leistungskrone inne, dabei ist das Flaggschiff, der Threadripper 3990X, noch nicht einmal veröffentlicht. Der Startschuss fällt am 7. Februar, womit der knapp 4.000 Dollar teure 64-Kerner kurz vor der Veröffentlichung steht. In dem Kontext ist es nicht gerade verwunderlich, dass der Chip schon durch SiSoftwares Benchmark-Datenbanken geistert.
Schon zur Ankündigung Anfang Januar demonstrierte AMD, dass der Ryzen Threadripper 3990X alles bisher Dagewesene in den Schatten stellt. Da man 18 und 64 Kerne nicht sinnvoll miteinander vergleichen kann, zog man Intels HEDT-Speerspitze aber gar nicht erst heran. Stattdessen suchte man den Vergleich mit einem Xeon-Gespann aus der Server-Sparte: Im V-Ray-Render-Test mit Terminator Dark Fate erwies sich ein einzelner Threadripper 3990X als 30 Prozent schneller als zwei Xeon Platinum 8280 zu je 28 Kernen. Auf dem Papier kosten sie 20.000 US-Dollar.
Schneller als Dual-Xeon für Server
Die just veröffentlichten Benchmarks scheinen das Leistungsplus zu bescheinigen, wenngleich es im spezifischen Test nicht ganz so groß ausfällt wie seinerzeit auf der CES. Overclockers.ru sieht den Ryzen Threadripper 3990X mit knapp 18 Prozent in Führung.
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Obwohl der Ryzen Threadripper 3990X die Kernzahl gegenüber dem Threadripper 3970X kurzerhand verdoppelt, bleibt er kompatibel zum sTRX40-Sockel. Die TDP beließ man bei 280 Watt, allerdings wurden die Frequenzen auch mehr als nur moderat herabgesetzt. So liegt der Basistakt mit 2.900 MHz 800 MHz unter jenem des bisherigen Spitzenmodells. Der maximale Boost wird mit 4,3 GHz angegeben - 4,5 GHz sind es beim 32-Kerner. 288 MByte Cache kommen zum Einsatz, davon sind 256 MByte L3-Cache. Das Test-Embargo fällt vermutlich pünktlich zum Marktstart am 7. Februar 2020.
Quelle: SiSoftware via overclockers.ru

Die Arbeit 2er PCs in einem.
An einem Video arbeiten/cutten, während eine/mehrere andere Programminstanz(en) ein fertig bearbeitetes Video gerade encodiert geht natürlich äußerst fluffig wenn man 64 kerne hat.
3990X ohne SMT, mit 16 Kernen Spielen, weitere 16 HQ-Streamen und die übrigen 32 den Clip von gestern encodieren. DANN haste die CPU gut ausgelastet.
Aber wie gesagt, ich glaube es macht sich kaum ein Normalo darüber Gedanken, da man sich an das Warten gewöhnt hat und man hat hoffentlich immer gut enzgbzu tun, so dass der eine im Hintergrund abgearbeitet werden kann und der zweite schon in der Bearbeitung ist ohne dass es ständig hängt.
So wie ein Sockel 2011 Board damals mit ab 200€ im oberen Mittelfeld der Preise für die Mainboards der Mainstream-Plattformen lag, und ein zb. 3930K mit 500€ schon ab ca. 50% der Extrem-Edition der Vorgänger-Mainstream-CPUs lag (wie zb. dem 6700QX für den Sockel 775, der kurz nach Release vom Q6600 Verstärkung bekam - der Anfangs auch 500€ kostete).
Der 3950X ist zwar ein 16-Kerner (und der 3900X ein 12-Kerner), aber deswegen ist AM4 ja noch kein HEDT - selbst wenn man zum 3950X noch eine 2080Ti oder Titan RTX verbaut.
Daher hat, in meinen Augen, AMD aktuell keine HEDT-Plattform im Angebot. Das günstigste sTRX4 Mainboard fängt bei ca. 420€ an, und die günstigste CPU bei 1400€, womit man inkl. RAM locker 2000€ nur für die Kernkomponenten bezahlt.
Und 800€ für eine CPU ist übrigens auch kein wirklicher "HEDT" Preis (auch wenn man in der Vergangenheit HEDT-CPUs für weniger bekommen hat/und bei Intel aktuell auch noch bekommt), denn eine Mainstream-CPU (bzw. CPU für eine Mainstream-Plattform) für 1000€ konnte man auch schon früher kaufen - von Intel UND von AMD.